Gegen Ende meines letzten Aufenthalts ging mein Verhältnis zu Therapeuten und zum Oberarzt Dr. Tuinmann den Bach runter. Ich äußerte viel generelle Kritik und im speziellen an meiner Behandlung, die mir mehr schadete als half.

 

Im Entlassungsbrief wurden deswegen auch wieder meine Persönlichkeitsstörungsdiagnosen aufgenommen, und festgestellt, dass ich keine PTBS habe.

Als ich mit eigener Therapie mich dann erholen konnte, und mir weitere Klinikaufenthalte erspart blieben, beschloss ich vor Gericht zu gehen.

 

Anfangs war ich noch so naiv, an die Berliner Ärztekammer zu schreiben, und andere Ärzte zu bitten, für mich in einer Klage gegen das TWW auszusagen. Natürlich bekam ich keine Reaktion, weil meine Fehlbehandlungen in der Ärzteschaft gut bekannt sind, und seit Jahren systematisch vertuscht werden.

 

Ich konnte jahrelang nicht verstehen, wie sogar in der Schulmedizin soviel Dilettantismus möglich sei, wie in meinen Behandlungen, bis ich schließlich die Realisierung hatte, dass es zu Teilen beabsichtigte Fehlbehandlungen und -diagnosen gab.

 

Überraschenderweise bestellten TWW Chefarzt und Prof. Dr. Mackert und Dr. Sänger mich zu einem Klärungsgespräch. Sie vertrauten offensichtlich auf ihre hypnotischen Fähigkeiten, und ihre einschüchternde autoritäre Präsenz. Sie versuchten mir einzureden, dass sie alles richtig gemacht hätten, und dass eine Klage nur viel Stress und finanzielle Risiken mit sich bringen würde. Ich sollte doch lieber mit Psychotherapie meinen Narzissmus in Angriff nehmen.

 

Die Anwaltssuche erwies sich als sehr schwierig, da die meisten Anwälte aus Prinzip keine Psychiatriefälle übernehmen. Rechtsanwalt Dr. Eckart Wähner sagte mir schließlich zu. Ich übernahm es selbst, die Herausgabe der Krankenakten von den vier betroffenen Krankenhäusern zu beantragen, die mir sehr erschwert wurde, besonders bei der Charité. Herr Wähner übernahm dann monatelang nichts, ohne sich die Beweislage angeschaut zu haben war er der Meinung, dass die Fälle aussichtslos bzw. verjährt wären. Auch sagte er mir, dass in der Zwangspsychiatrieklage nicht das Krankenhaus, sondern das Land Berlin alleine zu verantworten wäre, was eine Fehlinformation war. Kurz bevor die Verjährungsfristen abliefen, informierte er mich, dass er keine Zeit hätte die Klageentwürfe zu schreiben, um Prozesskostenhilfe zu beantragen. Mir wurde bewusst, dass er von den Ärzten gekauft war und trennte mich von ihm. 

Die Schlosspark-Klinik berechnete mir für die Akten von 16 Tagen Stationsaufenthalt 40 Euro und verlangte ein Gespräch mit dem Oberarzt, der wissen wollte, warum es mir jetzt wieder so gut gehen würde, und ob ich Medikamente nähme (Weil ich nicht mehr in ärztlicher Behandlung bin und nein). Das Krankenhaus Havelhöhe verschleppte monatelang die Aktenausgabe, dann fehlten die entscheidenden Dokumente. Als ich den Oberarzt Dr. Buchwald damit konfrontierte meinte er: “Das ist ja eine Verschwörungstheorie”. Ich musste persönlich hinfahren, die Sekretärin stellte dann fest, dass sie “aus Versehen” sieben Dokumente nicht kopiert hatte, der Oberarzt hätte aber nichts damit zu tun gehabt.

Die Charité verschleppte am längsten die Aktenausgabe. Es dauerte schon sehr lange, bis man mir überhaupt eine Frist gab, die dann ablief (weil angeblich das Personal im Zentralarchiv zu viel Arbeit hätte). Über zwei Wochen später gab mir ein nicht eingeweihter Mitarbeiter am Telefon die Auskunft, dass die Akten vor zwei Wochen zum Charité-Chefarzt geschickt worden waren. Es stellte sich heraus, dass sie immer noch nicht kopiert waren. Der Oberarzt kam mit absurden Erklärungsversuchen und verwickelte sich in Lügen. Offensichtlich waren sie in dieser Zeit damit beschäftigt gewesen, die Akten zu fingieren. Am Jahresende beantrage ich Prozesskostenhilfe für vier Klagen.

 

 

Nachdem ich vier Tage (und zwei Nächte) vor der Charité protestiert hatte, und auch die essgestörten Patientinnen der Station 34 von meinen schweren Anschuldigungen erfuhren, sammelte Yvonne Catterfeld  am 19.06. Spenden für ein neues Zentrum für Essstörungen. ZUFALL?

 

Yvonne Catterfeld: "Zentrum für Essstörungen" in Berlin 

 

Das größte Problem ist aber wirklich nicht, dass es in Berlin nicht genügend Therapieplätze gibt!

 

Mich würde übrigens wahnsinnig interessieren, was in den letzten Monaten auf Station 34 passiert ist, und ob dieses Zentrum für Essstörungen realisiert wird, man kann mir auch anonym berichten: kontakt@psychiatrie-opfer.de

Offensichtlich ist jedenfalls, dass die leitenden Ärzte ausgewechselt werden müssen. Deutschlandweit gibt es nur eine Einrichtung für Essgestörte, die schlechtere Bewertungen hat, in Zukunft wird sich die Charite (in den letzten Jahren wiederholt zur besten Klinik Deutschlands gewählt (mit welcher Begründung?)) mehr anstrengen müssen.

Zuletzt habe ich diesen Artikel (aka Die wahren Hintergründe von Essstörungen) in einigen Facebook-Gruppen gepostet. Ich rechne nicht mit Reaktionen, bizarrerweise kam hier das einzige GEFÄLLT MIR von der KVPM (eine Scientology-Organisation, mit der ich letztes Jahr in Kontakt war).

Während ich selber doch sehr nachtragend bin, scheint mir Scientology überhaupt nicht übel zu nehmen, dass ich so schlecht über sie geredet habe.

Habe ich mich hinterher in ihnen geirrt, und sie wollten mir doch ganz selbstlos helfen?

Nachdem viele andere (online und auf der Straße) keinen Erfolg hatten, mir den Protest auszureden, kam am 54. Tag eine Russin, um mich netterweise vor der Organmafia zu warnen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hört sich ein bisschen zu an, als ob man eine Art Zeugenschutzprogramm für mich geplant hatte. 

 

"Was ist wenn WIR jemand finden, der Sie dort hin bringt, und dann können Sie dort leben mit Tieren..."

"Wieviel Geld bräuchten Sie denn?"

 

Zu meiner Verteidigung möchte ich hier erwähnen, dass ich vor zwei Jahren Dr. Sänger und Prof. Mackert auf Kaffee und Kuchen nach mir zu Hause eingeladen habe, und auch den Charité-Ärzten einige Angebote gemacht habe.

Aber was soll ich machen, wenn die Ärzte sämtliche Friedensangebote und Versöhnungsgespräche ignorieren oder ablehnen?

 

Download
Ernährungsleitlinien für Magersüchtige (Charité)
Diese Leitlinien hören sich wie eine Anleitung zum "Refeeding-Syndrom" an.
Anorexia Nervosa - Ernährungstherapeutis
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Ich habe Charité-Ärztin Dr. Verena Haas kontaktiert, und ihr den Artikel "Die wahren Hintergründe von Essstörungen" zum Lesen gegeben. Sie hat daraufhin veranlasst, dass die Ernährungsleitlinien aus dem Internet genommen werden.

Sie sagt, die Leitlinien wären in erster Linie für Adipositas gewesen, es geht aber sehr eindeutig um ANOREXIA NERVOSA.

 

 

 

Wer kann mir eine Erklärung für diese Ernährungsleitlinien geben?

(ohne "Verschwörungstheorien"!)

Magersüchtige, die diese Empfehlungen unkritisch annehmen müssen doch glauben, dass man stirbt, wenn man etwas Fetthaltiges isst.

Erinnert mich an eine Panikmache um einen Virus, die derzeit von einem anderen Charité-Arzt angeführt wird.

 



Force-feeding of rational prisoners has been a source of controversy for over a century. And recently, it has been a source of widespread condemnation by medical and human rights associations. Physicians for Human Rights and the American Medical Association both declared that, “forcible feeding is never ethically acceptable.The World Medical Association released guidelines “concerning torture and other cruel, inhuman, and degrading treatment,” which specifically address force-feeding — and these guidelines were endorsed by the Red Cross.

Holger Meins von der RAF verhungerte TROTZ ZWANGSERNÄHRUNG. Auch hier registrierte der Arzt, dass die künstliche Ernährung nicht funktionierte.

Als er [Holger Meins] am 9. November 1974, von seinem Anwalt in der Justizvollzugsanstalt Wittlich besucht wurde, wog er bei einer Größe von 1,83 Metern nur noch 39 kg.

 

Er war während seines 58 Tage andauernden Hungerstreiks künstlich ernährt worden, der Gefängnisarzt hatte in den letzten zwei Wochen jedoch täglich nur 400 bis 800, in den letzten vier Tagen nur 400 kcal verabreichen lassen.