Im Januar 2014 kam ich dann auf die Psychiatrie der Schlosspark Klinik. Dort änderte sich nur, dass eine psychopharmazeutische Behandlung hinzukam (Haloperidol, Pregalabin, Lorazepam, Olanzapin). Weil mir dies nicht weiterhalf, entließ ich mich nach zwei Wochen. Ohne Psychopharmaka-Einfluss war ich zu keinem Zeitpunkt in meinem Leben suizidal. Bei meinen Aufenthalten in der Schlosspark-Klinik bekam ich die größere Menge und eine höhere Dosierung an Psychopharmaka, als in allen anderen Krankenhäusern , die ich auch noch sehr unregelmäßig einnahm. Mein Zustand verschlechterte sich weiterhin nach dem ersten Aufenthalt im Januar/Februar 2014, ich wurde suizidal.

Der Hintergrund von meinem zweiten Aufenthalt im April war, dass meine Eltern mich nicht allein zu Hause lassen wollte, während sie in Frankreich verreist waren. Meine Mutter hatte mich mit einem Galgenstrick angetroffen, ihre Fremdanamnese bei der Aufnahme war "selbstgefährdend". Die Tatsache, dass versucht wurde, in meiner elterlichen Wohnung anzurufen, beweist, dass dieser Umstand von den Ärzten vergessen wurde. Dass trotz der erfolglosen Versuche, meine Eltern zu erreichen, ich aufgrund fehlender Selbstgefährdung keine Fahndung veranlasst wurde, ist als grob fahrlässig zu beurteilen. Ich hatte einen Galgenstrick mit auf die Station gebracht, da ich es aber ernst meinte, meine Suizidalität den Psychiatern nicht auf die Nase gebunden.

Februar 2014 Wir diagnostizierten aufgrund der massiven Kachexie bei beharrlicher Nahrungsmittelverweigerung auf Anorexia nervosa. Die Anorexia war aber wegen der fehlenden Körperschemastörung und den fehlenden Anstrengungen durch andere Maßnahmen abzunehmen (exzessiver Sport, induziertes Erbrechen, Medikamente o. ä.) als atypisch zu bezeichnen. Differentialdiagnostisch ist eine Wahnerkrankung (hypochondrischer Wahn) zu erwägen.

April 2014 Wir diagnostizierten eine anhaltende Wahnerkrankung. Der Patient zeigte sich unkorrigierbar davon überzeugt, dass sein Magen-Darm-Trakt nicht in der Lage sei, "normale" Nahrungsmengen zu verwerten und umso schlechter funktioniere je mehr Nahrung zugeführt werde. Diese Überzeugung werteten wir als wahnhaft und auch in ihrer Ausprägung als überwertige Idee übersteigend. Diese Überzeugung war der Grund für die geringe Nahrungsaufnahme die wir somit nicht als Anorexia nervosa verstanden. Zwar waren die diagnostischen Kriterien des geringen BMIs sowie der Vermeidung von hochkalorischen Speisen erfüllt, jedoch lag die Motivation hierfür nicht in einer Körperschemastörung oder dem Wunsch, besonders dünn zu sein. der Patient gab an, sich durch das Hungern gequält zu fühlen.

Differentialdiagnostisch wäre eine Schizophrenie zu denken, bei jedoch fehlenden Halluzinationen, fehlenden Ich-Störungen und nur auf die Verdauung begrenzte wahnhafte Denkinhalte entschieden wir uns gegen diese Diagnose.

Nur wenige Tage nach der Aufnahme verließ der Patient die Station ohne sich abzumelden. Wir nahmen deshalb Kontakt mit seinen Eltern auf . Sie gaben an, dass er zu Hause sei un nicht in die Klinik zurückkehren wolle. [meine Eltern waren zu der Zeit in Marseille und nicht erreichbar. Es wurde lediglich einige Male versucht, die Berliner Telefonnummer anzurufen, in den Krankenakten steht: "11.04. Beim Rundgang um 14h Pat nicht angetroffen. Pat wollte laut Übergabe auf Station 3B verlegt werden zu Dr. Kunze, wobei ihm die Auskunft erteilt wurde, dass dies nicht möglich sei. Arzt informiert. Um 15 h versucht die Eltern telefonisch zu erreichen, was nicht möglich war. ca. 1/2stündlicher Versuch die Eltern zu erreichen, ohne Erfolg" - also eine Falschaussage im Arztbrief!] So entließen wir Herr S. am 13.04.2014 bei fehlendem Anhalt für akute Eigen- oder Fremdgefährdung gegen ärztlichen Rat in Ihre ambulante Weiterbehandlung.

Es stimmt, dass ich immer aus spirituellen Gründen Suizid abgelehnt hatte, was sich aber durch die erneute "Wahn"-Diagnose und die vielen Psychopharmaka änderte. Ich hatte mir schon ein Seil mitgebracht und fuhr direkt in den Grunewald mit dem Plan mich zu erhängen. Der Chefarzt der Schlosspark Klinik Prof. Dr. med. Tom Bschor gibt in diesem Video (4:46) zu, dass Antidepressiva Suizide verursachen.

 

Ich schaffte es dann aber doch nicht und kehrte in die leere elterliche Wohnung zurück. Dort ging ich für eine Woche durch die Hölle mit einem kalten Entzug von Tavor, ich lag zitternd nassgeschwitzt im Bett ohne in dieser Zeit auch nur eine Minute zu schlafen. Den Ärzten ist bekannt, welche körperlichen und psychischen Auswirkungen ein kalter Entzug von Psychopharmaka, besonders von Tavor, im Internet gibt es unzählige ähnliche Berichte. https://www.psychopharmaka-absetzen.de/austausch/viewtopic.php?t=13870

Behandlungsergebnis Selbsttötung: Suizidalität als mögliche Wirkung psychiatrischer Psychopharmaka Lehmann, Peter

https://www.ssoar.info/ssoar/bitstream/handle/document/1809/ssoar-psychges-2002-4-lehmann-behandlungsergebnis_selbsttotung.pdf?sequence=1

2016 wurde von einer amerikanischen Jury ein Schmerzensgeld von 11.900.000$ für ein von Antidepressiva verursachten Suizid zugesprochen.

 

http://breggin.com/jury-awards-12-million-in-paxil-suicide-case/

 

 

Immerhin war ich für einen Monat kein Magersüchtiger.

 

Nachdem ich vier Tage (und zwei Nächte) vor der Charité protestiert hatte, und auch die essgestörten Patientinnen der Station 34 von meinen schweren Anschuldigungen erfuhren, sammelte Yvonne Catterfeld  am 19.06. Spenden für ein neues Zentrum für Essstörungen. ZUFALL?

 

Yvonne Catterfeld: "Zentrum für Essstörungen" in Berlin 

 

Das größte Problem ist aber wirklich nicht, dass es in Berlin nicht genügend Therapieplätze gibt!

 

Mich würde übrigens wahnsinnig interessieren, was in den letzten Monaten auf Station 34 passiert ist, und ob dieses Zentrum für Essstörungen realisiert wird, man kann mir auch anonym berichten: kontakt@psychiatrie-opfer.de

Offensichtlich ist jedenfalls, dass die leitenden Ärzte ausgewechselt werden müssen. Deutschlandweit gibt es nur eine Einrichtung für Essgestörte, die schlechtere Bewertungen hat, in Zukunft wird sich die Charite (in den letzten Jahren wiederholt zur besten Klinik Deutschlands gewählt (mit welcher Begründung?)) mehr anstrengen müssen.

Zuletzt habe ich diesen Artikel (aka Die wahren Hintergründe von Essstörungen) in einigen Facebook-Gruppen gepostet. Ich rechne nicht mit Reaktionen, bizarrerweise kam hier das einzige GEFÄLLT MIR von der KVPM (eine Scientology-Organisation, mit der ich letztes Jahr in Kontakt war).

Während ich selber doch sehr nachtragend bin, scheint mir Scientology überhaupt nicht übel zu nehmen, dass ich so schlecht über sie geredet habe.

Habe ich mich hinterher in ihnen geirrt, und sie wollten mir doch ganz selbstlos helfen?

Nachdem viele andere (online und auf der Straße) keinen Erfolg hatten, mir den Protest auszureden, kam am 54. Tag eine Russin, um mich netterweise vor der Organmafia zu warnen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hört sich ein bisschen zu an, als ob man eine Art Zeugenschutzprogramm für mich geplant hatte. 

 

"Was ist wenn WIR jemand finden, der Sie dort hin bringt, und dann können Sie dort leben mit Tieren..."

"Wieviel Geld bräuchten Sie denn?"

 

Zu meiner Verteidigung möchte ich hier erwähnen, dass ich vor zwei Jahren Dr. Sänger und Prof. Mackert auf Kaffee und Kuchen nach mir zu Hause eingeladen habe, und auch den Charité-Ärzten einige Angebote gemacht habe.

Aber was soll ich machen, wenn die Ärzte sämtliche Friedensangebote und Versöhnungsgespräche ignorieren oder ablehnen?

 

Download
Ernährungsleitlinien für Magersüchtige (Charité)
Diese Leitlinien hören sich wie eine Anleitung zum "Refeeding-Syndrom" an.
Anorexia Nervosa - Ernährungstherapeutis
Adobe Acrobat Dokument 626.6 KB

Ich habe Charité-Ärztin Dr. Verena Haas kontaktiert, und ihr den Artikel "Die wahren Hintergründe von Essstörungen" zum Lesen gegeben. Sie hat daraufhin veranlasst, dass die Ernährungsleitlinien aus dem Internet genommen werden.

Sie sagt, die Leitlinien wären in erster Linie für Adipositas gewesen, es geht aber sehr eindeutig um ANOREXIA NERVOSA.

 

 

 

Wer kann mir eine Erklärung für diese Ernährungsleitlinien geben?

(ohne "Verschwörungstheorien"!)

Magersüchtige, die diese Empfehlungen unkritisch annehmen müssen doch glauben, dass man stirbt, wenn man etwas Fetthaltiges isst.

Erinnert mich an eine Panikmache um einen Virus, die derzeit von einem anderen Charité-Arzt angeführt wird.

 



Force-feeding of rational prisoners has been a source of controversy for over a century. And recently, it has been a source of widespread condemnation by medical and human rights associations. Physicians for Human Rights and the American Medical Association both declared that, “forcible feeding is never ethically acceptable.The World Medical Association released guidelines “concerning torture and other cruel, inhuman, and degrading treatment,” which specifically address force-feeding — and these guidelines were endorsed by the Red Cross.

Holger Meins von der RAF verhungerte TROTZ ZWANGSERNÄHRUNG. Auch hier registrierte der Arzt, dass die künstliche Ernährung nicht funktionierte.

Als er [Holger Meins] am 9. November 1974, von seinem Anwalt in der Justizvollzugsanstalt Wittlich besucht wurde, wog er bei einer Größe von 1,83 Metern nur noch 39 kg.

 

Er war während seines 58 Tage andauernden Hungerstreiks künstlich ernährt worden, der Gefängnisarzt hatte in den letzten zwei Wochen jedoch täglich nur 400 bis 800, in den letzten vier Tagen nur 400 kcal verabreichen lassen.