Ich gehöre zu den vielen Menschen, deren Leben durch die Psychiatrie vollständig zerstört wurde, und zu den wenigen, die wie durch ein Wunder sich wieder erholt haben. Bei meinem Psychiatrie-Missbrauch handelt es sich um einen der größten Medizin-Skandale seit dem 2. Weltkrieg. Es übersteigt die üblichen ärztlichen Kunstfehler bei weitem, es handelt sich auch nicht um ein schwarzes Schaf unter Psychiatern. Es ist ein hochorganisiertes Medizinverbrechen, das schwerste Folter und versuchte Morde beinhaltet, mit dem Tatmotiv vorangegangene dilettantische und sadistische Fehlbehandlungen zu vertuschen. Mein Fall würde das medizinische Paradigma verändern hinsichtlich der Gleichwertigkeit von synthetischer Flüssignahrung, würde einen Multimillionen-€-Verlust für die Industrie bedeuten, würde dem Ansehen von staatlichen Gesundheitsautoritäten beträchtlich schaden und die Berechtigung von Zwangspsychiatrie in Frage stellen.

Dieses Verbrechen wird mit hohem Aufwand systematisch vertuscht unter Mitwirkung der Medien, korrupten Anwälten und Richtern, der Polizei, Politikern, Behörden, der Ärztekammer, Krankenhauspersonal und sogar Scientology. Es beweist erneut, dass wie im Dritten Reich Psychiatriepatienten vom Staat und der Gesellschaft wie rechtlose Untermenschen behandelt werden.

 

Vor 9 Jahren hatte ich einen ungewollten Gewichtsverlust der mit einer traumatischen Vergangenheit und einigen physischen Gesundheitsproblemen zusammenhing. Die Ärzte drangen niemals zu den Wurzeln meiner Problematik durch. Ohne organische Ursachen bekam ich die Diagnose einer “atypischen” Anorexie (bei fehlender Körperschemastörung). Als ich diese Diagnose nicht akzeptierte und regelmäßig mit Ärzten diskutierte wurde die Diagnose “kombinierte Persönlichkeitsstörung” hinzugefügt, und weil meine Symptomatik nicht für real gehalten wurde später auch noch “Wahn”. Schließlich endete ich in der Psychiatrie, wo ich dazu gedrängt wurde, vier verschiedene Psychopharmaka zu nehmen, durch welche ich suizidal wurde (Akathisie). Bei meinem zweiten Aufenthalt verließ ich unabgemeldet die Klinik, um mich im nächsten Wald zu erhängen. Obwohl den Ärzten meine Suizidalität bekannt war, wurde nichts unternommen. Ich verbrachte danach eine Woche in der leeren Wohnung meiner Eltern und hatte einen schrecklichen kalten Entzug, die ganze Zeit konnte ich keine Minute schlafen. In meiner Hoffnungslosigkeit unternahm ich weitere Anläufe mich zu erhängen, was zu meiner Zwangseinweisung in das Theodor-Wenzel-Werk führte. Ich bekam eine Betreuerin, die mich hasste. Weil ich therapieresistent bei Pharmazeutika war, wurde ich als erste Maßnahme zur Elektroschocktherapie genötigt, durch die ich einen bleibenden Gehirnschaden beibehielt, ohne dass es zu einer Verbesserung geführt hätte. In meiner Verzweiflung gelang mir dann die Flucht und ich verbrachte einen Monat in Portugal.

Nach meiner Rückkehr hatte ich einen zweiwöchigen Aufenthalt in der Waldfriede-Klinik, wo ich fast 6 kg Gewicht zunahm. Mein Verhältnis zu meinen Psychiatern und meiner Betreuerin war eine offene gegenseitige Abneigung, ich machte kein Geheimnis daraus, dass ich Psychiater für Scharlatane hielt. Um mich für meinen Ungehorsam zu disziplinieren wurde eine Zwangsernährung als Bestrafungsaktion beschlossen (zusammen mit Charité-Ärzten, die eine Übernahme ablehnten). Die Begründung war, dass wenn ich auf diese Weise Gewicht zunehmen würde, ich mich auch mental stabilisieren und wieder klar denken könnte. Für den Richterbeschluss wurden Daten über meinen BMI, meine Blutwerte und mein EKG gefälscht, um mich als lebensbedrohlich darzustellen und die Maßnahme zu rechtfertigen. Ich hatte Trinknahrungen immer abgelehnt und als “Gift” bezeichnet. Ich hatte sie auch als schwer verdaulich empfunden und von einer Metabolismus-Anomalie berichtet, die von Ärzten als Beweis für meine Wahnvorstellungen genommen wurde. Gegen meine Willen wurde mir im Oktober 2014 eine PEG-Sonde gelegt, die sich nach wenigen Tagen entzündete und ich mit einer lebensbedrohlichen Peritonitis auf die Intensivstation gebracht werden musste. Wochenlang verbrachte ich unter unvorstellbaren Schmerzen, mir war es unmöglich mich auf die Seite zu drehen, oder ein Glas Wasser zu trinken. Monatelang bekam ich Antibiotika und Schmerzmittel. Wie von mir vorausgesagt, verlor ich von Beginn an kontinuierlich an Gewicht, meine Blutwerte, welche davor zum Verwundern der Ärzte ziemlich gut gewesen waren, verschlechtern sich dramatisch. Als Erklärung wurde mir das “Refeeding-Syndrom” gegeben, und an der Vorgehensweise von ausschließlich synthetischer Flüssignahrung festgehalten. Für 10 Tagen musste ich mit sadistischer Motivation zucker- und geschmacklose Sondennahrung trinken, die nicht zum oralen Konsum gedacht war. Als mir so schlecht davon wurde, dass ich hätte erbrechen müssen verweigerte ich sie, worauf ich 5-Punkte fixiert wurde, und mir eine Magensonde aufgezwungen wurde. Diese Erfahrung war so traumatisierend, dass ich mich danach fügte, und immerhin fortimel compact trinken durfte. Wochenlang hatte ich den ganzen Tag eine Sitzwache, was meine Gewichtsverlust aber auch nicht stoppen konnte. Meine Mutter schmuggelte mir Orangen in mein Zimmer, als dies entdeckt wurde, gab es regelmäßige Zimmerdurchsuchungen, weil Obst für mich “lebensbedrohlich” wäre.

 

Viel später erst hatte ich die Realisation, dass zu diesem Zeitpunkt die Ärzte ihre Fehler eingesehen hatten. Eine Konferenz mit führenden Ärzten wurde abgehalten. Es wurde beschlossen, mich nicht überleben zu lassen um die skandalöse Fehlbehandlung zu vertuschen. Sadistische Disziplinarmaßnahmen stehen in der Psychiatrie an der Tagesordnung, selten aber haben sie einen so fatalen Verlauf. Trotz der proteinreichen hochkalorischen Ernährung verschlechterten sich meine Proteinwerte (Albumin). Deswegen wurde dann auch die Kontrolle nachlässig, es wurde ein größerer Aufwand betrieben zu verhindern, dass ich natürliche Nahrung essen konnte, als zu kontrollieren dass ich die Trinknahrungen austrank. Und sogar Ärzte halten Orangen für einen Verhungernden nicht für “lebensbedrohlich”.

 

Die Narben meiner Operation verheilten mit dem synthetischen Protein nicht und verursachten mir monatelang zusätzliche Schmerzen. Zweimal musste ich auf die Intensivstation zurückkehren, einmal verlor ich vor Schmerzen das Bewusstsein. Mein Bedürfnis für Autonomie und Selbstbestimmung, meine wütende emotionale Verfassung und meine fehlende Dankbarkeit wurde pathologisiert. In ihren Augen war ich ein unheilbarer Narzisst, der sich aus unerfindlichen Gründen zu Tode hungern wollte. Am Ende war ich dann total apathisch und wünschte mir nur einen schnellen Tod. Kurz vor meinem Hungertod wurde ich als "austherapiert" entlassen und sollte in ein Hospiz kommen. Der Chefarzt bezeichnete mich als schlimmsten Fall von "nihilistischer Depression". Die Schuld für den Ausgang wurde mir zugeschoben, weil ich nicht compliant gewesen war.

Ich war so schwach, dass ich nicht mehr laufen konnte, und keinen zusammenhängenden Satz hervor brachte. Mir starben sehr schmerzvoll viele Zähne ab. Nachdem ich zuerst in ein Hospiz sollte, nahmen mich meine Eltern doch wieder auf, wo ich ein Jahr mit dem einzigen Wunsch zu sterben verbrachte.

 

Anfang 2016 landete ich in der Charité CBF, wo man mich zuvor mehrfach zurück gewiesen hatte. Die Zwangsernährung war von den Charité-Ärzten mit entschieden worden, die kein Interesse an einem schwierigen Patienten wie mir hatten. Auch wenn man verzichtete, mir eine Sonde oder Trinknahrungen aufzuzwingen hatte die Ärzteschaft kein Interesse an meinem Überleben. Es wurde versucht, mich eines unauffälligen Todes sterben zu lassen, und dabei Nazi-Methoden aus dem T4-Programm (Euthanasie) verwendet. Als Folge verlor ich in den ersten 10 Tagen weiter Gewicht war zweimal kurz vor einem Organversagen. Ich konnte lange Zeit nicht fassen, wie soviel Dilettantismus möglich war, auf einer Station, die auf Essstörungen spezialisiert war. Als ich es schaffte meine Nahrungssituation durch heimliches Rationieren zu optimieren, nahm ich innerhalb von drei Wochen 9,0 kg Körpersubstanz zu, was die Ärzte noch niemals zuvor gesehen hatten, und einem medizinischen Wunder gleich kam.

Alle Assistenzärzte und Therapeuten wurden instruiert, das Thema meiner Zwangsernährung zu vermeiden. Ich wurde weiterhin wie ein Essgestörter mit “überwertigen Ideen” behandelt, der so größenwahnsinnig sei, die Ärzteanweisungen in Frage zu stellen. Wie alle Anorektiker würde ich meine Krankheit einfach negieren. Mein extremes Durchfallproblem wurde lange Zeit einfach ignoriert. Ich wurde auf verschiedene Weisen zwei Jahre unter Psychoterror gesetzt. Weil meine Verdauung in der elterlichen Wohnung noch schlechter war, befand ich mich in einem Abhängigkeitsverhältnis und war auf weitere stationäre Aufenthalte angewiesen. Erst meine letzte Assistenzärztin erkannte, dass ich weder ess- noch persönlichkeitsgestört, sondern offensichtlich schwer traumatisiert bin. Sie konnte sich durchsetzen, sämtliche Diagnosen zu revidieren und das strenge Reglement für Essgestörte aufheben. Im Herbst 2017 wurde ein psychiatrisches Gutachten erstellt, ich sei "krankhaft geistig gestört", um meine Anschuldigungen zu diskreditieren. Bei meinem letzten Aufenthalt ließ Oberarzt Dr. Tuinmann mich einen multiple-choice Test machen, um mein Trauma zu objektivieren. Dann entschloss er sich doch, dass seine subjektive Expertenmeinung gewichtiger sei, ich hätte kein iatrogenes Trauma, der Entzug meiner Autonomie bei der Zwangsernährung hätte lediglich mein narzisstisches Gleichgewicht gestört. Bei meinen ständigen Kritiken betonte meine letzte Therapeutin, wie aggressiv ich doch sei, und alle meine Gesundheitsprobleme wie auch mein alternativer Lebensstil eine Form von Selbstbestrafung.

 

Mein Leben ist zerstört auf einer körperlichen, sozialen und emotionalen Ebene. Ich werde von Alpträumen und traumatischen Erinnerungen verfolgt, bin ein nervliches Wrack. Ich habe schwere körperliche Folgeschäden. Ich muss erfahren, dass man mit einer Psychiatrievergangenheit vom Großteil der Gesellschaft wie ein Leprakranker behandelt wird.

Ich habe noch nicht einmal von den systemkritischsten Alternativen Medien eine Reaktion bekommen, obwohl (bzw. gerade weil) mein Fall sehr relevant für die derzeitige politische Situation ist, was beweist, dass wir in einem tyrannischen Kontrollsystem leben, das mit Angst und Schrecken regiert wird. Wer wirklich ein freiheitliches Deutschland wollte, würde bei der Zwangspsychiatrie anfangen. 

Sollte man mich einfach sterben lassen, wird jeder erkennen, welche Heuchelei „JEDES LEBEN ZÄHLT“ ist.

Hungerstreik Tag 80: Die letzten drei Tage (und Nächte) habe ich dauerhaft vor der CHARITE CBF verbracht und nichts mehr getrunken. Heute war ich so extrem dehydriert und abgemagert, dass ich in die Notaufnahme gebracht wurde, von wo ich aber wieder weg geschickt wurde, weil Blut und EKG in Ordnung waren. So trotzig wie ich bin, dachte ich mir, gut dann hole ich mir heute nacht durchnässt im Regen eben eine Lungenentzündung und werde so noch schneller ein Notfall. Die Ärzte und Polizei sahen das aber auch so. Nach einer Stunde Regen erschienen zwei Polizistinnen mit einem Rettungswagen, man wolle mich ins Theodor-Wenzel-Werk bringen (also eine Zwangseinweisung?!). Als ich sagte, dass mich keine Psychiatrie aufnehmen würde und am allerwenigsten das TWW sagte die Polizistin, doch, man wolle dort mit mir reden, was sich nach reuigen Psychiatern anhört (ob es solche überhaupt gibt?). Es stellte sich dann als eine manipulative Maßnahme heraus, mich aus dem Regen zu holen, der Aufnahmearzt schickte mich schon nach 2-3 Minuten Gespräch wieder weg (im Wissen, dass meine Wohnung in der Nähe ist). Man kann ein (skandalöses) Ende meines Protestes (wie auch immer dies aussehen wird) nur verzögern, aber nicht verhindern.

Tag 17: Die Charité hatte an meinen beiden Bannern nichts auszusetzen gehabt, aber die Polizei war heute der Meinung, dass der 2. Banner mit Fotos und Namen üble Nachrede wäre, und beschlagnahmte ihn. Strafanzeige wegen Verleumdung. 

 

 

 

 

 

Tag 93: Heute benachrichtigte Charité-Psychiater Dr. Ahlers den Sozialpsychiatrischen Dienst. In der Notaufnahme waren Blutwerte und EKG immer noch gut, trotzdem wurde ich zwangseingewiesen und landete auf Station 4 (die einen besseren Ruf als die 4a hat) des TWW. Weil Oberarzt Dr. Helms sagte, er würde mich nicht (wieder) oral vergewaltigen, und anerkannte, dass es sich um einen politischen Protest handelt, sahen die Richter am nächsten Tag von einer Zwangsunterbringung ab.

Ich glaube die Ärzte befürchten, dass ich ein ähnlicher Charakter wie Kafkas Hungerkünstler bin, und einen primären Krankheitsgewinn daraus ziehe, mich zu Tode zu hungern.

Tag 99: Fr. F. vom Sozialpsychiatrischen Dienst war da. Sie persönlich war zwar der Meinung, ich und mein Hungerstreik sei narzisstisch-emotional-instabil, man würde jetzt aber abwarten, bis mein Zustand lebensbedrohlich wird und dann auf der Charité-Intensivstation zwangsernähren. Dann werden die Ärzte eingestehen müssen, dass herkömmliche Sondennahrung unwissenschaftlich ist.

In der Notaufnahme hatte mir ein Arzt angeboten, mir beim Refeeding behilflich zu sein und hatte dabei eine Flasche Fresubin in der Hand gehabt. Ich habe dankend abgelehnt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich soll daran glauben, dass mich für die unzähligen Strafanzeigen eine deftige Strafe erwartet.



Force-feeding of rational prisoners has been a source of controversy for over a century. And recently, it has been a source of widespread condemnation by medical and human rights associations. Physicians for Human Rights and the American Medical Association both declared that, “forcible feeding is never ethically acceptable.The World Medical Association released guidelines “concerning torture and other cruel, inhuman, and degrading treatment,” which specifically address force-feeding — and these guidelines were endorsed by the Red Cross.


Holger Meins von der RAF verhungerte TROTZ ZWANGSERNÄHRUNG. Auch hier registrierte der Arzt, dass die künstliche Ernährung nicht funktionierte.

Als er [Holger Meins] am 9. November 1974, von seinem Anwalt in der Justizvollzugsanstalt Wittlich besucht wurde, wog er bei einer Größe von 1,83 Metern nur noch 39 kg.

Er war während seines 58 Tage andauernden Hungerstreiks künstlich ernährt worden, der Gefängnisarzt hatte in den letzten zwei Wochen jedoch täglich nur 400 bis 800, in den letzten vier Tagen nur 400 kcal verabreichen lassen. 



Das Gefühl, aus dem eigenen Körper entfliehen zu wollen, kenne ich.




Man will mir glauben machen, mein Passwort wäre gehackt worden.

Man lässt mich jetzt nicht mehr bestimmte Artikel bearbeiten, deswegen ergänze ich fehlende Textteile an dieser Stelle (Die wahren Hintergründe von Essstörungen):

Phantasieprodukte?

Selten standen WissenschaftlerInnen, PsychologInnen, PädagogInnen, MedizinerInnen und JuristInnen auf der eite der Opfer. Vielmehr waren sie meist damit beschäftigt, zu beweisen, dass die Opfer lügen, phantasieren, es selbst wollten usw. Somit waren sie alle Teil des gesellschaftlichen Verleugnungssystems und bekamen dafür auch noch Geld.” [3]

 

 

Nach Überzeugung von ca. zwei Dritteln einer 1999 befragten Stichprobe von 91 psychotherapeutischen ExpertInnen ist es für sie dann ein Hinweis darauf, dass es sich bei den Erzählungen ihrer KlientInnen um ein Phantasieprodukt handelt, wenn diese KlientInnen die Schuld für das Geschehen eher beim Täter suchen oder wenn sie mit größerer Sicherheit davon ausgehen, dass dieses Ereignis tatsächlich stattgefunden hat. Damit wird deutlich, was für ein Ausmaß an geradezu grotesker Verwirrung im psychotherapeutischen Lager herrscht.” [4]

 

Hospitalismus: multiple Deprivation

"Die Kinder reagierten auf die Mutter-Entbehrung mit Symptomen „eines zunehmend schweren Verfalls". Im Verlauf des Hospitalismussyndroms zeigten sich zunächst dieselben Stadien wie bei der „anaklitischen Depression"; sie folgten rasch aufeinander. Nach 3 Monaten schritt der Verlauf weiter fort: "Die Verlangsamung der Motorik kam voll zum Ausdruck; die Kinder wurden völlig passiv; Der Gesichtsausdruck wurde leer und schwachsinnig, die Koordination der Augen ließen nach.“ Der durchschnittliche Entwicklungsquotient dieser Kinder stand am Ende des 2. Lebensjahres bei 45% der Norm. Der Verfall „manifestiert sich zuerst in einer Stockung der psychischen Entwicklung des Kindes; dann setzen psychische Funktionsstörungen ein, mit denen somatische Veränderungen einhergehen. Im nächsten Stadium führt dies zu gesteigerter Infektionsanfälligkeit und schließlich, wenn der Mangel an affektiver Zufuhr bis ins zweite Lebensjahr hinein andauert, zu einer auffallenden Erhöhung der Sterblichkeitsquote.“ Die meisten der von Spitz weiter beobachteten Kinder konnten in ihrem Alter von 4 Jahren „weder sitzen, stehen, laufen noch sprechen". Von den 90 Kindern starben im ersten Lebensjahr 24 und im zweiten Lebensjahr 4 weitere. Diese hohe Sterblichkeitsquote wird aus dem „totalen Entzug affektiver Zufuhr“ erklärt, aus der völligen Entbehrung mütterlicher Zuwendung.

Selbst eine kurzzeitige, einige Tage dauernde Trennung von der Mutter in den ersten beiden Lebensjahren kann […] schwerwiegende Folgen haben. Die Kinder verhalten sich nach einer solchen kurzen Trennungserfahrung noch einige Wochen nachher aggressiv-trotzig, verweigern etwa ihr Essen und sind noch auf Jahre hinaus ängstlich. [...]Der während einiger Tage ausgestandene gefühlsmäßige Mangel stört ihren Appetit sowie ihren Schlaf und lässt sie aggressiv gegen ihre nächste Bezugsperson werden.“ [44]

 

 

Auch wenn essgestörte Patientinnen keine Kleinkinder sind, reagieren sie ähnlich auf emotionale Deprivation. Auch das Bedürfnis nach menschlicher Berührung wird in der Charité übergangen, therapeutische Massagen sind nur bei Rückenproblemen u. ä. indiziert. [20][21]