Die wahren Hintergründe von Essstörungen

Anorexia/Bulimia nervosa ist vermutlich das ungelöste Rätsel der modernen Medizin und wird von vielen Ärzten als eine unheilbare Krankheit angesehen. Jahrzehntelange Forschungen haben zu keinem Ergebnis geführt. Keine medikamentöse Behandlung ist wirksam, und auch andere Therapien zeigen wenig Erfolg.  Triggerwarnung

Ursachen finden vs. Symptome bekämpfen

In der Entstehung von Essstörungen spielen traumatische Kindheitserlebnisse eine entscheidende Rolle. Die gängigen schulmedizinischen Therapien - Esszwang und Verhaltenstherapien - sind ineffektiv, weil sie nur die Symptome (das Essverhalten) adressieren, die eigentlichen Ursachen aber ignorieren. Der Fokus wird darauf gelegt, spezifische  Gedanken und Verhaltensweisen zu ändern, und gleichzeitig Erinnerungen zu verdrängen. Diese Therapieformen können grausam sein, und die Betroffenen retraumatisieren. Gesprächstherapie erreicht nicht das implizite Gedächtnis in der rechten Gehirnhälfte, und ist deswegen für Trauma-Patienten ebenfalls ungeeignet. Die BMI-15-Begrenzung in fast allen Therapieeinrichtungen ist unsinnig, weil Essstörungen ihren Ursprung nicht in einem Denkfehler haben, zu dessen Einsicht die PatientInnen in einem rationalen Gespräch geführt werden können.

Phantasieprodukte?

1980 behauptete das führende Lehrbuch der US-Psychiatrie immer noch, dass Inzest weniger als einer von einer

Million Frauen
widerfuhr und dass seine Auswirkungen nicht besonders schädlich waren.

 

Waren die damaligen Psychiater so realitätsfremd, oder gab es andere Beweggründe? 

 

Freud erwähnt im Zusammenhang mit dem EssBrechverhalten die orale Sexualität evtl. mit Verschlucken des Geschlechtsgliedes des Vaters. Diese Bemerkung zielt auf die innere Realität der Patientin hin. Heute wissen wir jedoch, dass häufig Realtrauma zur Geschichte bulimischer Patienten gehören. 60 – 80 % stationär behandelter Patientinnen mit Bulimie weisen eine Missbrauchsgeschichte mit sexuellem Übergriff, Inzest oder Vergewaltigung auf, zu welcher nicht selten auch Nötigung zum oralen Geschlechtsverkehr gehört” [1]

 

Der Berufsverband für Frauenärzte schreibt:

In einer von ihnen untersuchten Gruppe essgestörter Patientinnen stellten sie bis zu 69% sexuell missbrauchte Frauen und Mädchen fest. Deutsche Studien konnten diesen hohen Anteil jedoch nicht bestätigen. Untersuchungen ergaben, dass die Anfälligkeit für psychophysische Störungen nach dem Erleben sexueller Gewalt ganz allgemein steigt. Ein konkreter Zusammenhang mit Essstörungen ließ sich jedoch nicht herstellen.[2]

 

In meiner Erfahrung haben fast alle mit Bulimie (und die meisten mit Anorexie) ein sexuelles Trauma in ihrer Vergangenheit. Essstörungen sind wortwörtlich:

ICH KONTROLLIERE WAS IN MEINEN KÖRPER GEHT

Viele haben keine Erinnerungen und manche werden sie niemals zurück erlangen.(Zitat einer ehemaligen Bulimikerin)

 

In der Literatur über Anorexie wurde dieses Thema lange Zeit  weitgehend übergangen, auf   www.magersucht.de steht:

“In vielen Magersuchtsfamilien empfindet der Vater einen leicht erotischen Gefallen an seiner heranwachsenden Tochter. Dieser Problematik geht die Tochter mit der Abmagerung aus dem Weg, da sie das Frau werden mit dem Hungern unterdrückt.”

 

Es muss ein Schlag ins Gesicht für die Betroffenen sein, sexuelle Gewalt als “leicht erotischen Gefallen” zu verharmlosen.  Ärzte und  Therapeuten sind ein Faktor,  warum  nur ein  kleiner  Prozentteil von Vergewaltigungen strafrechtlich verfolgt werden.

“Selten standen WissenschaftlerInnen, PsychologInnen, PädagogInnen, MedizinerInnen und JuristInnen auf der Seite der Opfer. Vielmehr waren sie meist damit beschäftigt, zu beweisen, dass die Opfer lügen, phantasieren, es selbst wollten usw. Somit waren sie alle Teil des gesellschaftlichen Verleugnungssystems und bekamen dafür auch noch Geld.” [3]

 

Es ist bekannt, dass Ärzte - anstatt die Möglichkeit sexuellen Missbrauchs anzuerkennen - behaupten, Kinder könnten durch Kleidung, Handtücher oder Toilettensitze an Geschlechtskrankheiten erkrankt sein. Eine Idee, welche die Grenzen der biologischen Möglichkeiten überschreitet. [4]

 

“Nach Überzeugung von ca. zwei Dritteln einer 1999 befragten Stichprobe von 91 psychotherapeutischen ExpertInnen ist es für sie dann ein Hinweis darauf, dass es sich bei den Erzählungen ihrer KlientInnen um ein Phantasieprodukt handelt, wenn diese KlientInnen die Schuld für das Geschehen eher beim Täter suchen oder wenn sie mit größerer Sicherheit davon ausgehen, dass dieses Ereignis tatsächlich stattgefunden hat. Damit wird deutlich, was für ein Ausmaß an geradezu grotesker Verwirrung im psychotherapeutischen Lager herrscht.” [5] 

Die Realität sieht jedoch anders aus:

 

The significance of sexual conflicts in many patients with eating disorders has been well documented. However, even when these have been considered to have some degree of etiological importance, the occurrence of actual sexual trauma or incest in the early lives of these patients has been generally neglected in the literature. At one point in time, it was noted that five of six patients on an inpatient unit for eating disorders revealed an early history of sexual abuse or incest. [6]

 

Anorexia nervosa tritt, wie Hilde Bruch (1982) anführte, nicht selten nach einer Filmvorführung oder einer Unterrichtsstunde über Sexualkundeunterricht auf. 

 

Es ist davon auszugehen, „dass etwa jedes vierte Mädchen vor seinem 16. Lebensjahr sexuell missbraucht wird (in 90% der Fälle fand der Missbrauch vor dem 12. Lebensjahr statt) und dass in 66% der Fälle der Täter ein Familienmitglied ist, d.h. Inzest vorliegt.“ [6.1]

 

Triviale Expertenstudien

Trotz der  jahrzehntelangen  Misserfolge wird  weiterhin nach  organischen  Ursachen gesucht.  Als Expertise  bei Anorexia nervosa gilt in Deutschland die Charité, ich möchte als Beispiel eine Publikation der Vorzeigepsychologin Laurence Erdur anführen, für welche diese einen Doktortitel verliehen bekam. In der Studie wurde untersucht, ob Stimuli (Fotos von Frauenkörpern, Essen) sich auf das Essverhalten auswirken. Die Hypothesen -

 

Patientinnen mit AN und somatischer Komorbidität haben ein höheres Mortalitätsrisiko als Patientinnen mit AN ohne somatische Komorbidität.“[7] -

 

- sind genauso inhaltsleer und selbsterklärend wie die Ergebnisse:

 

Die Ergebnisse der ersten Studie zeigten, dass die affektiven Stimuli von allen vier Gruppen hinsichtlich der Valenz nicht signifikant unterschiedlich bewertet wurden: aversive Stimuli wurden als unangenehmer als neutrale bewertet, positive Stimuli als angenehmer als neutrale Stimuli. Analog zeigten sich ein höheres Angstniveau in allen Gruppen bei aversiven Reizen als bei neutral/positiven Reizen, sowie ein niedrigeres Angstniveau bei positiven gegenüber negativen Reizen.“[7]

 

Der Fachjargon und die hohe Frequenz an Fremdwörtern täuscht nur über die Trivialität der Studie hinweg. In anderen Publikationen untersucht sie die Herzratenvariabilität, abnormale Brainscans und sucht in der Gehirnchemie (zu hoher Serotonin-Spiegel) die Ursache für AN. Sie scheint dabei zu übersehen, dass alles auf eine posttraumatische Belastung hindeutet:[8][9]

Sie versucht die Krankheit zumindest in ihren Publikationen ausschließlich mit dem biomedizinischen Modell zu erklären und ist damit in einer Linie mit der Psychiatrie, welche psychosoziokulturelle Ursachen von psychischen Krankheiten entweder verleugnet, vernachlässigt oder ignoriert.

 

Die Forschung zu Essstörungen ist stark unterfinanziert. Das National Institute of Health stellt nur 93 Cent  Forschungsgelder für jede Person bereit, bei der eine Essstörung diagnostiziert wurde. Im Vergleich dazu geben sie 88 US-Dollar für jede Person, bei der Autismus diagnostiziert wurde. 

Neurotransmitter: Huhn oder Ei?

 Zudem finden sich bei Essgestörten biologische Veränderungen wie Neurotransmitterstörungen, Fehlfunktionen des Stoffwechsels und des Hormonsystems oder Störungen des Hunger- und Sättigungsgefühls. Allerdings ist nicht immer klar, ob diese Veränderungen Ursache der Essstörung sind oder ob sie als Folge auftreten.“[10]

 

 Auch Laurence Erdur stellt sich die Frage:

Zum einen stellt sich die Frage, inwieweit spezifisch beobachtbare Merkmale während einer akuten AN Korrelate des Untergewichts sind oder eher krankheitsunabhängige Merkmale darstellen (hen or egg, state or trait)“[7]

 

Sie scheint aber zu einem kausalen Zusammenhang zu tendieren, sonst würde sie nicht diese Studien machen. Es sollte leicht verständlich sein, dass starkes Untergewicht und eine veränderte Emotionalität physiologische Begleiterscheinungen haben. Wenn diese biologischen Symptome nur Folgen, aber nicht Ursachen der Krankheit wären, würde sich der große Arbeitsaufwand kaum lohnen. So wie ich sie kennen gelernt habe, legt sie großen Wert darauf, als eine Wissenschaftlerin wahrgenommen zu werden, und legt ihre Schwerpunkte auf empirisch erforschbare und quantifizierbare Gebiete (Herzschlagvariabilität), welche aber absolut irrelevant sind.

Aversive Stimuli

Wie wird das Ergebnis der Studie (Stimuli), welches einem der gesunde Menschenverstand hätte sagen können, für die Therapie verwendet?

Eine Langzeitpatientin, die (unfreiwillig) am Stück über ein Jahr stationär in der Charité verbrachte, erlitt durch den Krankenhausfraß ein zusätzliches Trauma. Ich hatte viele nicht-essgestörte Zimmernachbarn, welche auf Grund des ungenießbaren Krankenhausessen während des Aufenthalts viel Gewicht verloren, oder sich selber mit Essen versorgten, wozu Essgestörte keine Möglichkeit haben. Das allerwichtigste, um die Freude am Essen wieder zu gewinnen, wäre doch appetitliches, gesundes und liebevoll zugerichtetes Essen. Das Krankenhausessen lässt sich eindeutig als einen „aversiven Stimulus“ kategorisieren. In anderen Kliniken (z.B. Vivantes) soll das Essen noch unerträglicher (schimmeliges Brot u. a. ) sein. Der Milchreis in der Charité ist unerträglich mit Süßstoff gesüßt. 

Künstliche Süßstoffe  können auf lange Zeit zu einer Gewichts­zunahme führen und das Risiko für Adipositas, Diabetes Typ 2, Bluthochdruck oder Herzerkrankungen steigern. Denn Zuckerersatzstoffe stehen unter Verdacht, den Stoffwechsel, die Zusammensetzung der Darmbakterien und den Appetit zu beeinflussen.

Außerdem wurden in der Studie Frauenkörper als Stimuli ausgetestet. Auf der Charité-Psychosomatik gibt es eine junge, hübsche, charismatische und einigermaßen gesund aussehende Ernährungsberaterin, die aber Privatpatienten vorbehalten zu sein scheint. Dann gibt es noch eine Diätassistentin, welche für die Essgestörten zuständig ist. Ihre Frustrationen lässt sie oft an den Patienten aus. Man könnte meinen ihr unerfüllter Kinderwunsch hat sich in einer chronischen Scheinschwangerschaft manifestiert. Jedenfalls hätte sie dringend eine Entschlackungskur nötig. Die Magersüchtigen, welche von ihr beraten werden, müssen in einem permanenten Panikzustand sein, am Ende so auszusehen, wie die Diätassistentin, wenn sie ihren Ernährungsplan befolgen. Ihr "Fachwissen" beschränkt sich auf die BMI-Formel und die Kenntnis der Ernährungspyramide, ich habe sie ausgetestet.

In der Klinik Havelhöhe Berlin ist als Ernährungsexpertin eine „ehemalige“ Anorektikerin/Bulimikerin, Katja Stein, zuständig. Als ich sie vor kurzem sah, wirkte sie noch magerer als die essgestörten Patientinnen. Wenn man weiß, wie sehr Magersüchtige untereinander konkurrieren, sollte man verstehen, wie kontraproduktiv eine stark untergewichtige Ernährungsberaterin ist.

"Fettarme" Ernährungsleitlinien (Charité)

In den Leitlinien zur Behandlung von Essstörungen der Charité (Dr. Verena Haas) wird 5 mal die große Bedeutung von fettarmen Nahrungsmitteln betont, und damit die irrationale Phobie der Essgestörten verstärkt. Von Obst, Gemüse oder Nüssen ist kein Wort die Rede. Hier ist ein Screenshot:

So oft wie unterstrichen und fett gedruckt "fettarm" und "wenig Fett" und "kalorienarm" genannt wird, würde man denken, dieser Text wäre von Magersüchtigen und nicht von Ernährungsexperten verfasst. Der Krankenhausküche sollte man den 8. Punkt ans Herzen legen.

Wenn man kalorienarme Getränke bevorzugen soll, ist dann eine Diät-Cola gesünder als ein frisch gepresster Fruchtsaft? Ist Fresubin ein kalorienarmes Getränk? Hierbei handelt es sich um klassische double-bind Botschaften. Einerseits wird Essgestörten gesagt, sie müssten unbedingt mehr essen, gleichzeitig wird ihnen vermittelt, fettarm und kalorienarm sei etwas Positives. Der Fett- oder Kaloriengehalt hat in Wirklichkeit absolut keine Aussagekraft über den Gesundheitswert. 

Ohne "high fat" vs. "high carb" beurteilen zu wollen, aus persönlicher Erfahrung weiß ich welche Tortur Blutzuckerschwankungen bei starkem Untergewicht sind, die mit einer "fettarmen" Ernährungsweise einhergehen, aber mit einer fettreichen Ernährung vermeidbar sind. Dr. Berg (Video) ist auch der Meinung, dass man den gestörten Metabolismus mit einer ketogenen Ernährung besser heilen kann.


Dr. Berg hat offensichtlich keine Kenntnisse über den psychischen Aspekt einer Essstörung, low carb und IF ist natürlich zu restriktiv, er ist nur eine Gegenmeinung zu den Leitlinien aus physiologischer Sicht.

In der Charité CBF bekommen Essgestörte oft fettarme Milchprodukte, welche weder hilfreich zur Gewichtszunahme noch zur -abnahme sind. Außerdem übersäuern sie den Körper noch stärker, haben einen geringen Sättigungswert, und das Milchkalzium wird ohne Fett vom Körper schlechter absorbiert. Dabei wurde 2015 in den offiziellen Ernährungsleitlinien die Empfehlung für eine fettarme Ernährung revidiert.

Im 3. Reich machten Nazi-Ärzte die Erfahrung, dass "lebensunwerte" Patienten mit einer "fettarmen" Kost schneller verhungerten: 

In manchen Anstalten der zweiten Euthanasie-Phase wurde mit Hungerkost begonnen. Die fettarme Kost führte nach monatelangen Qualen zum grausamen Tod.“ [11] [***Erklärung im Anhang***]

Antidepressiva, Serotonin und Gewichtszunahme

Weder im Zustand des akuten Hungers noch als Prophylaxe nach Gewichtsrehabilitation hat eine Medikation mit Serotonin-Wiederaufnahmehemmern (Selective Serotonin Reuptake Inhibitor, SSRI) einen positiven Effekt auf Essstörungssymptomatik, Depression oder Zwangssymptome bei Patientinnen mit AN gezeigt“, schreiben Dr. med. Katharina Bühren und Prof. Dr. med. Beate Herpertz-Dahlmann.

Jede zweite Magersüchtige hat als Komorbidität Depressionen, weswegen ihnen oft SSRIs verschrieben werden. Der Wirkungsmechanismus dieser Psychopharmaka besteht darin, den Serotonin-Spiegel zu erhöhen. Die Hypothese, dass ein Serotoninmangel die Depression verursacht wird bei Magersucht aber nicht bestätigt, Magersüchtige haben sogar einen abnormal hohen Serotonin-Spiegel.

Kurzeitige Nahrungskarenz -> gesteigerte Serotonin-Synthese • Mittelfristig führt Nahrungskarenz bei jungen Ratten zur Hemmung des Serotonin-reuptakes (entspricht der SSRI-Wirkung). 

"Möglicherweise ist eine erhöhte Serotonin-Aktivität mit bestimmten Charakteristika assoziiert, wie z. B. Nahrungsrestriktion und rigides, gehemmtes, ängstliches und zwanghaftes Verhalten, wie sie bei der Anorexie auftreten." [10]

Wenn Magersüchtige keinen Serotoninmangel haben, und man sogar theoretisiert, dass sich ein erhöhter Serotoninspiegel negativ auswirkt, warum werden dann so oft SSRIs verschrieben?

STUDIE - Auch Fluoxetin macht langfristig dick [12][13]

 

[…] trotz der zahlreichen physiologischen und psychologischen Störungen der Patientinnen mit einer Anorexia nervosa kein signifikanter Nutzen durch eine der eingesetzten Substanzen [Neuroleptika, Antihistaminika und Antidepressiva, speziell Serotonin-Reuptake-Hemmer] nachgewiesen werden konnte.”  [9]

 

 

Antidepressants double the occurrence of events in adult healthy volunteers that can lead to suicide and violence.

 

"Researchers are still puzzled as to why, if anorexics already have high levels of serotonin, then SSRIs (medications like Prozac which raise serotonin levels) are successful treatments for some individuals."

 

Die Antwort liegt nahe: der Placebo-Effekt. Depressionen sind außerdem zyklisch, meistens kommt es auch ohne Behandlung zu einer spontanen Remission.


BMI (Body Mass Index)

Der BMI ist eine Formel, die sich von einem Mathematiker erdacht wurde und keine medizinische Relevanz hat. Der BMI-Wert korreliert lediglich mit Über/Untergewicht. Ein Bodybuilder, der fast kein Körperfett hat würde von seinem BMI als „Adipositas“ gewertet werden. Auch wird die Knochenschwere, der Körperbau oder extrazelluläres Wasser nicht berücksichtigt. Manche verhungern mit einem BMI 14, andere können mit einem BMI 10 noch in einer eigenen Wohnung wohnen. Sich an solchen Werten zu orientieren, ist nur fehlleitend. Auch lässt sich der Kalorienbedarf nicht mit einer Universalformel berechnen. Ich habe unzählige Male erlebt, dass die Kalorienmenge bei nicht-essgestörten Zimmernachbarn falsch war und angepasst werden musste. Einer übergewichtigen Adipositas-Patientin wurde gesagt, sie würde nicht abnehmen, weil sie zu wenig Kalorien essen würde, in Wirklichkeit war die Ursache im ungesunden Krankenhausessen zu suchen.

Psychoanalytischer Nonsens

Im Rahmen triebtheoretischer Analysen wurde Magersucht zudem unter dem Gesichtspunkt ödipaler Konflikte gedeutet: Ödipale Konflikte, also Konflikte infolge eines fehlgeschlagenen Identifizierungsprozesses mit der eigenen Geschlechtsidentität, bedingen demnach das symptomatische Verhalten Magersüchtiger, verstanden als oralisierte Form einer Empfängnisphobie. Diese Theorie ist jedoch als unzureichend für das Auftreten von Magersucht zu bewerten, zumal sie die stetig steigende Rate von Erkrankungen trotz Aufklärung und zunehmender Emanzipation nicht zu erklären vermag.“ „Ein weiterer Aspekt triebtheoretischer Überlegungen zielt auf das autodestruktive Verhalten, das Magersüchtige aufweisen. Anlehnend an FREUDS Ausführungen zum Todestrieb interpretiert HANS WILLENBERG die anorektische wie auch die bulimische Symptombildung als eine autodestruktive Verhaltensstörung im Sinne einer ungehemmten Form des Todestriebes. So gesehen steht Magersucht für eine Auflehnung gegen biologische Gesetzmäßigkeiten, für ein Spiel mit dem Tod, welches – den Drang nach Autonomie beinhaltend – die Kehrseite des Wunsches nach Sicherheit und Schutz bildet.“ [14]

 

Wenigstens folgt in der selben Publikation gleich eine Selbstkritik:

Offensichtlich ist, dass Verhaltenstheorien in ihrem gedanklichen Ansatz tiefenpsychologischen/ psychoanalytischen und auch psychomorphologischen Konzepten ganz klar gegenüberstehen. Verhaltenstheorien versuchen Verhalten zu objektivieren und „mechanisch“ zu beeinflussen. Kritik wird an beiden Konzepten geübt. Wesentlicher Angriffspunkt speziell bei der analytischen Behandlung Magersüchtiger liegt in der zurückhaltenden Behandlung der Symptomatik. Starke Auszehrungszustände müssen immer erst – sei es im äußersten Fall durch Zwangsernährung – behoben werden, damit Patienten sowohl körperlich als auch mental überhaupt erst therapiefähig sind. Zugleich zeigen Magersüchtige einen starken Widerstand, wenn sie die Krankheit leugnen und keinerlei Einsicht zeigen. In diesem Fall ist davon abzuraten, Widerstände zu forcieren, da die stärkste Widerstandsform – die Nahrungsverweigerung – zur Waffe gegen den Therapeuten eingesetzt werden kann. Dann ist dieser doch gezwungen einzugreifen, sprich den Widerstand zu brechen und den Patienten zur Nahrungsaufnahme zu zwingen.“

 

Das mangelnde Einfühlungsvermögen muss also mit Gewalt kompensiert werden.

Esszwang eine Notwendigkeit?

Ein positiver Aspekt in der Charité ist, dass man dort nicht seinen Teller aufessen muss, es gibt nur indirekten Zwang und Druckmittel. Anders in Havelhöhe, dem Theodor-Wenzel-Werk und der Ananke-Klinik in Freyung, wo ich mich nach wenigen Tagen selbst entließ. 

 

Ananke (griechisch) - Zwang, schicksalhafte Notwendigkeit

 

Zwang ist keine schicksalhafte Notwendigkeit für Essgestörte!

 

Arguments against compulsory treatment 

Conversely, mental health professionals arguing against involuntary treatment recognize that while involuntary treatment prolongs life, in the long term it may actually be more destructive and counterproductive for the client’s autonomy to be usurped, leaving her feeling out of control and desperate to resort to more drastic measures to return to her former weight upon discharge from the hospital. Furthermore, those opposed to involuntary treatment argue that such treatment is not curative and indicative of longer chronicity and an increased risk of suicide. A major tenet of those against involuntary treatment involves the ruptured therapeutic alliance and decreased likelihood of seeking subsequent treatment after a compulsory admission. [39]
 
Im Jahr 2004 sprach ein Landgericht einer zwangsernährten Anorexie-Patientin ein Schmerzensgeld von  200.000 € zu. Eine der Begründungen war:
"Die Heilung von deren Krankheit sei nur über eine psychosomatische Langzeitbehandlung und nicht mittels Zwangsmaßnahmen zu erwarten gewesen." [15]
 
Viele Essgestörte werden erst durch den Esszwang in der Therapie vom restriktiven Typus zum purging Typus. In manchen Kliniken muss gleich am ersten Tag die volle Portion gegessen werden, was nach einer  längeren Hungerphase ernährungsphysiologisch sehr schädlich ist. Bei vielen Kleinkindern ist der Zwang den Teller aufzuessen ein Auslöser für ES und Nahrungsmittel-Aversionen.

Kognitive Verhaltenstherapie (Symptomverschiebung)

Mäßige Erfolge soll die Kognitive Verhaltenstherapie bei Anorexie haben. Aber auch hier werden die Ursachen ignoriert, es wird nur versucht, das Verhalten zu verändern, es kommt bestenfalls zu einer Symptomverschiebung. Die Patienten werden wie seelenlose automatenhafte Wesen behandelt, die man wie Ratten konditionieren kann, was ich sehr entwürdigend finde. 

„Kritikpunkte bezüglich der Verhaltenstherapie beziehen sich im Umkehrschluss gerade auf die Symptombezogenheit. Sicherlich bergen lerntheoretische Konzeptionen Potential in der psychologischen Verhaltensforschung, doch greifen sie immer zu kurz, wenn sie ein ganzheitliches Erleben und Geschehen unberücksichtigt lassen. Zudem muss auch bei so bezeichneten „kognitiven Defiziten“ gefragt werden, in welchem Gesamtzusammenhang sie zu sehen sind und ob eine rein kognitive Betrachtung dieses Phänomens ausreichende Erklärung bietet. Muss man nicht vielmehr fragen, welchen „Sinn“ (in einem Gesamtzusammenhang verstanden) ein Verleugnen verfolgt? Es deutet sich an, dass mit der im Folgenden vorgestellten Methode ein anderer Weg gesucht wird, um „magersüchtiges Geschehen“ zu ergründen und verständlich zu machen.“ [16]

 

Obwohl eine ausreichende empirische Evidenz fehlt, besteht Einigkeit darüber, dass eine psychotherapeutische Behandlung der AN unabdingbar ist.“ [17][18]Das hört sich für mich wie ein quasi-religiöses Dogma an und entlarvt Psychotherapie als Pseudowissenschaft.

Sogenannte "Konsequenzen" (Operante Konditionierung)

Wenn bei Essgestörten nicht die gewünschte Gewichtszunahme/-abnahme erzielt wird, gibt man den Patienten die Schuld. Ein magersüchtiges Mädchen, welches sehr athletisch und körperlich aktiv war, schaffte mit der ausgerechneten Kalorienzahl nicht die erforderliche Gewichtszunahme, weil sie einen höheren Energiebedarf (der bis zu 100kcal/kg Körpergewicht betragen kann) hatte. Sie war so ehrlich, nicht durch Wasser trinken das Zielgewicht zu erreichen. Obwohl sie alles gegessen hatte, bekam sie daraufhin eine Gelbe Karte. Danach lag sie mit einem Heulkrampf gekrümmt auf dem Fußboden. Gelbe Karten werden nicht als „Strafen“ bezeichnet, sondern euphemistisch als „Konsequenzen“. Durch den Gewichtsvertrag trank in einer anderen Klinik eine Patientin so viel Wasser, dass sie auf die Intensivstation verlegt werden musste.

Eine typische Belohnung beim Erreichen des Zielgewichts ist, dass sich Essgestörte ein Eis kaufen "dürfen". (Bestenfalls für Bulimiker eine Belohnung).

In der Charité CBF ist das Personal zu beschäftigt, um Bulimiker nach dem Essen zu beaufsichtigen, was es diesen sehr erschwert, den Drang zu Erbrechen in den Griff zu bekommen

Freiwillige Gewichtsverträge?

Eine „Konsequenz“ für Vertragsbruch oder Regelverstößen kann sein, dass Essgestörte wochenlang die Station nicht verlassen dürfen, und keine Sonne und frische Luft abbekommen, was sehr kontraproduktiv und gesundheitsschädlich ist. Es wird auch die Freiwilligkeit von Gewichtsverträgen betont. Wenn man sich aber dagegen entscheidet, einen zu unterschreiben, wird man höchstwahrscheinlich noch früher entlassen, weil man sich nicht auf die Therapie einlässt.

Innovationslose Therapie

Während man sich bei Therapieformen wenig einfallsreich zeigt, wird um so mehr Bedeutung auf die Gewichtszunahme gelegt. In vielen Kliniken wird täglich das Körpergewicht gewogen.

PatientInnen werden zu der zusätzlichen Sondenernährung genötigt, manchmal auch gezwungen. Für diese Maßnahmen gibt es einzig und allein ökonomische Gründe, weil man auf diese Weise in einer kürzeren Zeit das Entlassungsgewicht erreichen kann, einen therapeutischen Wert hat eine künstliche Ernährung nicht. Dafür werden Gesundheitsrisiken in Kauf genommen und Schmerzen durch den Schlauch. Ich selber wäre durch eine von der Sonde verursachten Bauchfellentzündung fast gestorben.

 

You’re telling me that you’ve got a patient with a history of sexual abuse – lots of them do, at this point, yeah? – and then you get a load of strangers pile into their bedroom, hold her down and shove something in them against their will – it’s hard to feel like you’re doing a good job there, you know?”

Eine Analogie für Anorexie-Programme ist die Fleischindustrie, in der das Schlachtgewicht zählt, welches auf Kosten der Gesundheit der Tiere maximiert werden soll. Für die Krankenkasse zählt einzig und allein eine Gewichtszunahme während des stationären Aufenthalts. Diese lässt sich gut mit einer Magensonde bzw. Trinknahrung erzielen, weil diese Wassereinlagungen verursacht. Aber selbst wenn ein Großteil der Gewichtszunahme nur Wasser ist, die Zahl auf dem Papier zählt.

 

Forcierte intravenöse oder Sondenernährung ist nach unseren Befunden auch bei schweren Fällen fast immer vermeidbar, führt nach dem APA-Konsens häufig zu medizinischen Komplikationen (Flüssigkeitsretention, Herzversagen) […] [19]

 

Außerdem fördert eine künstliche Ernährung die Krankheit, indem sie das bei Magersucht häufig auftretende Selbstbestrafungsbedürfnis stillen.

Indoktrination und Selbstbelügung

Ich unterstelle den meisten Ärzten und Therapeuten keine Böswilligkeit, aber alle haben eine lebenslange Indoktrination hinter sich, und die wenigsten Menschen haben die Fähigkeit, Gegebenheiten und Autoritäten in Frage zu stellen. Und wie Essgestörte sind sie sehr gut darin, sich selbst zu belügen. Sie wissen, dass sie das System nicht ändern können. Auch wenn sie viele Missstände erkennen, verdrängen sie es aus Opportunismus.

Die Schulmedizin ist nur eine Fassade, welche den Anschein vermitteln soll, sie würde Menschen heilen. Ein Krankenhaus schreibt sehr schnell rote Zahlen, wenn es nicht schafft, alle Betten zu belegen. Nachhaltig geheilte Patienten würde Bankrott bedeuten.

Und auch wenn die meisten Patienten das Gefühl haben, Ärzte und die Schulmedizin würde ihnen helfen, muss das nicht wirklich der Fall sein, das nennt man „naiver Realismus“.

Verschwiegene gesellschaftliche Realitäten

Die institutionelle Psychiatrie und Psychologie dient zudem dazu, zu verhindern, dass gesellschaftliche Realitäten wie Pädophilie und ritueller Missbrauch in ihrem vollen Ausmaß an die Öffentlichkeit kommen. Die Täter sitzen in einflussreichen Positionen. Während fast täglich neue Krankheitsbilder sich ausgedacht werden, um noch mehr Medikamente verschreiben zu können, sollte im DSM-5 Pädophilie ursprünglich nicht mehr als psychische Störung, sondern als „sexuelle Orientierung klassifiziert werden, um die Betroffenen nicht zu stigmatisieren. Als es einen Aufschrei der Empörung über diese Änderung gab, wurde es als typographischer Fehler bezeichnet. Es gibt eine Agenda Pädophilie/Hebephilie gesellschaftsfähig zu machen, in den 80er Jahren gab es Bewegungen (die Grünen u. a.), die für die Legalisierung von Sex mit Kindern eintrat. Als dieser Ansatz scheiterte, wurde zu subtileren Methoden übergegangen.

2007 wurden von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zwei Broschüren herausgegeben, "Körper, Liebe, Doktorspiele", hier sind einige Auszüge:

Scheide und vor allem Klitoris erfahren kaum Beachtung durch Benennung und zärtliche Berührung (weder seitens des Vaters noch der Mutter) und erschweren es damit für das Mädchen, Stolz auf seine Geschlechtlichkeit zu entwickeln.“ (S. 27) Kindliche Erkundungen der Genitalien Erwachsener können „manchmal Erregungsgefühle bei den Erwachsenen auslösen.“ (S. 27) „Es ist ein Zeichen der gesunden Entwicklung Ihres Kindes, wenn es die Möglichkeit, sich selbst Lust und Befriedigung zu verschaffen, ausgiebig nutzt.“ (S. 25) Wenn Mädchen (1 – 3 Jahre!) dabei eher Gegenstände zur Hilfe nehmen, dann soll man das nicht „als Vorwand benutzen, um die Masturbation zu verhindern.“ (25) Der Ratgeber fände es „erfreulich, wenn auch Väter, Großmütter, Onkel oder Kinderfrauen einen Blick in diese Informationsschrift werfen würden und sich anregen ließen – fühlen Sie sich bitte alle angesprochen!“ (S. 13).

Im „Ratgeber für Eltern zur kindlichen Sexualentwicklung vom 4. – 6. Lebensjahr“ werden die Eltern darüber aufgeklärt, dass „Genitalspiele in diesem Alter Zeichen einer gut verlaufenden psychosexuellen Entwicklung sind“, dass Selbstbefriedigung unterstützt werden soll (S. 21) und alle anderen Formen von sexuellen Spielen, etwa „die Imitation des Geschlechtsaktes“ und „der Wunsch nach Rückzug in Heimlichkeit“.

In fachlicher Hinsicht geben 93 Prozent der Erzieherinnen eine positive Stellungnahme ab. Sie beurteilen die Broschüre als praxisnah und die Ratschläge als gut umsetzbar. Die Broschüre wird als informativ bewertet, als sachlich fundiert und umfassend.[20]

Opferbeschuldigung

Ein gutes Beispiel sind die Thesen des renommierten Psychiaters Otto Kernberg, welcher von seinem Kollegium in der Öffentlichkeit nicht kritisiert wird:

 

"Eine Grundschülerin erlebt die Vergewaltigung durch ihren Vater also als einen „sexuell erregenden Triumph über ihre Mutter“; dabei lädt sie „(ödipale) Schuld“ auf sich, die sie später „tolerieren“ muss; ihr Triumphgefühl ist ihr zunächst „unbewusst“; und nur ein geschulter Psychoanalytiker wie Otto Kernberg versteht sich darauf, ihre unbewussten Impulse zu entschlüsseln; die Aufgabe der Psychoanalyse ist es, ihr ihre alten Schweinereien bewusst zu machen. Das soll ihr helfen, sich mit den eigenen Verfehlung zurechtzufinden; dadurch kann sie sich endlich selbst als Handelnde erleben und die Opferrolle verlassen: Mit dem Zauberwort „unbewusst“ versucht die Psychoanalyse seit über 100 Jahren selbstzufrieden, ihre unselige Pseudo-Argumentation gegen jeden Widerspruch und jede Kritik von außen zu immunisieren." [21]

 

Das (angeblich) fruchtbare Ergebnis seiner Arbeit mit diesem Opfer frühkindlicher Erfahrung von sexualisierter Gewalt sieht Kernberg so: „Sie erlangte so die Fähigkeit, sich mit dem Täter zu identifizieren, nämlich mit der sexuellen Erregung des sadistischen, inzestuösen Vaters, und so wurde es ihr auch möglich, den Hass gegen den Vater mit dem Verstehen seines sexuellen und ihres sexuellen Verhaltens zu verbinden.“[22]

 

Der Arzt Alfred Fournier schrieb, dass es die „hinterhältige Schläue der Simulierenden und die herzzerreissende Verzweiflung ihrer Opfer war [die ihn zwangen] solche Monstrositäten zu denunzieren und sie der Empörung preiszugeben.“ Das Wort „Opfer“ wird hier auf den Mann angewendet, der der Vergewaltigung beschuldigt wurde. Für F. Dient die Rede des angeklagten Täters an sich, die Tatsache, dass er die Vergewaltigung aufs heftigste bestreitet, bereits als Beweis für die Unschuld des Mannes. Hier wird die Enthüllung und das Speaking out der Opfer sexueller Gewalt umgewandelt als Beweis für ihre eigene Krankhaftigkeit.“ [23] 

 

Blinde Autoritätengläubigkeit

Obwohl Pädophilie bei den meisten Menschen Empörung hervorruft, wird wenn es von einer autoritären Quelle in einer täuschenden Verpackung kommt, gleich vollkommen anders empfangen, fast 90% der Eltern reagierten positiv auf die oben genannte Broschüre! Autoritätshörigkeit ist sehr gefährlich, das Milgram-Experiment hat gezeigt, dass der Großteil der Menschen sogar bereit ist, Unschuldige zu foltern und zu töten, wenn jemand in einem weißen Kittel es ihnen befiehlt.

Dissidenten und Nonkonformisten, die das System kritisieren, sollen mundtot gemacht werden. Letztes Jahr wurde ich in einem psychiatrischen Gutachten für „krankhaft geistig gestört“ erklärt, um mich zu diskreditieren und möglicherweise wieder zwangseinzuweisen.

Genetisch oder selbstverschuldet?

Der Glaube an eine genetische Ätiologie seiner Krankheit führt zu einer Selbstaufgabe, weil weder Ärzte noch man selbst die eigenen Gene verändern können. Es kann dazu führen, dass die Betroffenen aufgrund der biologischen Determiniertheit der Erkrankung eher als unberechenbargrundlegend anders oder als unheilbar eingeschätzt werden.

 

Zuletzt identifizierten Forscher das „Magersucht-Gen“. .Aus einem DIE WELT-Artikel:

Genetische Ursache kann Magersüchtige entlasten

Diese Entdeckungen könnten das bisherige Verständnis der Magersucht nachhaltig verändern“, erklärte Anke Hinney von der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters am UDE. „Eine psychiatrische Störung mit einem physiologischen Hintergrund eröffnet völlig neue und bislang unerwartete Therapieoptionen.“ Außerdem könne die genetische Ursache die Betroffenen entlasten. Die Forschungsergebnisse wurden im Fachmagazin The American Journal of Psychiatry“ veröffentlicht.“

Hier wird wieder impliziert, dass Betroffene bei einer nicht-genetischen (bzw. nicht-neurologischen) Ursache selbst Schuld an ihrer Krankheit sind. (Und wie sollte sich ein Gen, das Unfruchtbarkeit und oft einen vorzeitigen Tod verursacht, behaupten können?)

EinUmfrage von Fleming/Szmukler unter medizinischem Personahat ergeben, dass dieses PatientInnen mit Anorexia nervosa als relativ wenig angenehm empfindet, die Erkrankung häufig als selbstverschuldet ansieht, und meint, die PatientInnen sollten mehr Selbstkontrolle ausüben. [24] 

Studien mit unerfahrenem Klinik-Personal und Auszubildenden zeigten:

Sie hatten eine negativere Einstellung gegenüber Patienten mit Anorexia nervosa als Adipositas oder 
Diabetes
Medizin- und Krankenpflegestudenten betrachteten Patienten mit Essstörungen als wesentlich
verantwortlicher für ihre Krankheit als schizophrene Patienten
31% der Therapeuten aus verschiedenen Disziplinen (Psychiatrie, Psychologie) zogen es vor, Patienten mit
Essstörungen NICHT zu behandeln
Die häufigsten Gefühle gegenüber ES-Patienten waren Frustration und Wut Krankenschwestern, die mit ES-Patienten arbeiten, berichteten über immer mehr negative Eindrücke von
E
S-Patienten, während ihre Interaktionen mit ihnen fortgesetzt wurden

Immer wieder wird die Ambivalenz der Behandler deutlich, die einerseits AN durch eine biologisch fundierte Diagnose gerechtfertigt sehen, anderseits die Betroffenen (vom psychoanalytischen Standpunkt aus) beschuldigen, für ihr Leid selbst verantwortlich sein. Auf dem akademischen Weg ist AN oder BN nicht fassbar.

 

Ob Bulimie (Bulimia nervosa) oder Magersucht (Anorexia nervosa), bei beiden Krankheiten weisen Betroffene Einstellungen und Wahrnehmungen auf, die irrational und verzerrt sind.“ [25]

 

Das Verhalten von Essgestörten ist nicht irrational, sondern arational, und ist deswegen für Ärzte und Psychologen, die in einem szientistischen Weltbild gefangen sind, nicht verständlich. 

 

[Essstörungen] werden als Abwehrmechanismen und Überlebensmechanismen begriffen, die einem Menschen helfen, trotz der traumatisierten Erfahrung weiterzuleben.“ [25.1]

 

Selbsterfüllende Prophezeiungen und Nocebos

Die Diagnose einer unheilbaren Krankheit führt bei den meisten Menschen zu einem Zustand von Hoffnungslosigkeit und Apathie und endet unabhängig von der Richtigkeit der Diagnose oft wirklich im Tod. Dieses Phänomen bezeichnet man als Nocebo (Gegenteil von Placebo).

Elektroden im Kopf als Nachfolger von Lobotomie

Ein neuer Trend in der Anorexie-Therapie ist Tiefe Hirnstimulation, bei der Elektroden 15 cm tief ins Gehirn eingepflanzt werden. Lasst euch nicht mit falschen Heilsversprechen zu solchen Narrheiten überreden. Vor 70 Jahren waren Ärzte noch von Lobotomie (bei der Gehirnteile herausgeschnitten werden) begeistert, es gab auch "Therapieerfolge", es wurde sogar ein Nobelpreis verliehen. Weder die Ursache noch die Lösung eurer Probleme liegt in eurem Gehirn!

 

Das Problem bei der Tiefen Hirnstimulation ist, dass wir eigentlich im Trüben fischen, weil wir nicht wissen, wo genau wir intervenieren sollen. Jede der bisher vorliegenden Studien hat einen anderen Stimulationsort gewählt. Die Erfahrung bei Parkinson-Patienten hat gezeigt, dass die DBS für Placebo-Effekte sehr anfällig ist. Die Patienten aus der kanadischen Studie haben meines Erachtens nicht deshalb zugenommen, weil Elektroden irgendein Zentrum in ihrem Gehirn stimuliert haben, sondern weil sie hinterher regelmäßig zur Therapie gegangen sind.“ Prof. Dr. Martina de Zwaan

Diese Lobotomie-Patientin nahm nach ihrer Operation auch 45 kg an Gewicht zu.

 


Elektroschocks für Magersüchtige

Bei sehr schweren Fällen (wie auch mir) wird manchmal Elektrokrampf-therapie (EKT) angewendet. Dabei werden unter Narkose durch Elektroden am Kopf so starke Stromstöße gegeben, dass ohne Muskelrelaxation Knochen brechen würden. Eine wissenschaftliche Erklärung über den Wirkungsmechanismus gibt es nicht. Es kann zu bleibenden Gehirnschäden führen. [26] Die Inspiration für diese Therapie waren auf diese Weise betäubte Schweine in einem Schlachthof.

 

"Ich selber würde mir eher einen kleinen hirnchirurgischen Eingriff machen lassen als eine Serie von Schocks durchstehen ... denn ich weiß wie das Gehirn nach mehreren Schocks aussieht und das ist kein schöner Anblick."

 

Karl Pribram, Leiter des Neuropsychologischen Institut von Stanford


Hospitalismus: multiple Deprivation

Ein Faktor warum die Charité in Bewertungen so schlecht abschneidet, und ich in der Psychiatrie als „austherapiert“ endete, ist die kalte Krankenhausumgebung,  der ungünstigste Ort zur Heilung von Essstörungen, was an einem Experiment an Heimkindern (1940) verdeutlicht wird:

 

Die Kinder reagierten auf die Mutter-Entbehrung mit Symptomen „eines zunehmend schweren Verfalls". Im Verlauf des Hospitalismussyndroms zeigten sich zunächst dieselben Stadien wie bei der „anaklitischen Depression"; sie folgten rasch aufeinander. Nach 3 Monaten schritt der Verlauf weiter fort: "Die Verlangsamung der Motorik kam voll zum Ausdruck; die Kinder wurden völlig passiv; Der Gesichtsausdruck wurde leer und schwachsinnig, die Koordination der Augen ließen nach.“ Der durchschnittliche Entwicklungsquotient dieser Kinder stand am Ende des 2. Lebensjahres bei 45% der Norm. Der Verfall „manifestiert sich zuerst in einer Stockung der psychischen Entwicklung des Kindes; dann setzen psychische Funktionsstörungen ein, mit denen somatische Veränderungen einhergehen. Im nächsten Stadium führt dies zu gesteigerter Infektionsanfälligkeit und schließlich, wenn der Mangel an affektiver Zufuhr bis ins zweite Lebensjahr hinein andauert, zu einer auffallenden Erhöhung der Sterblichkeitsquote.“ Die meisten der von Spitz weiter beobachteten Kinder konnten in ihrem Alter von 4 Jahren „weder sitzen, stehen, laufen noch sprechen". Von den 90 Kindern starben im ersten Lebensjahr 24 und im zweiten Lebensjahr 4 weitere. Diese hohe Sterblichkeitsquote wird aus dem „totalen Entzug affektiver Zufuhr“ erklärt, aus der völligen Entbehrung mütterlicher Zuwendung.

 

„Selbst eine kurzzeitige, einige Tage dauernde Trennung von der Mutter in den ersten beiden Lebensjahren kann […] schwerwiegende Folgen haben. Die Kinder verhalten sich nach einer solchen kurzen Trennungserfahrung noch einige Wochen nachher aggressiv-trotzig, verweigern etwa ihr Essen und sind noch auf Jahre hinaus ängstlich. [...] Der während einiger Tage ausgestandene gefühlsmäßige Mangel stört ihren Appetit sowie ihren Schlaf und lässt sie aggressiv gegen ihre nächste Bezugsperson werden.“ [27] 

 

Auch wenn essgestörte Patientinnen keine Kleinkinder sind, reagieren sie ähnlich auf emotionale Deprivation. Auch das Bedürfnis nach menschlicher Berührung wird in der Charité übergangen, therapeutische Massagen sind nur bei Rückenproblemen u. ä. indiziert. [28][29] 

Leptin: Hoffnungsträger oder nur ein weiteres Placebo?

 

Die Hyperaktivität bei vielen Magersüchtigen wird mit einem niedrigen Wert eines bestimmten Hormons in Zusammenhang gebracht.

Ich selber bin kein Endokrinologe, für mich als Laie wäre es aber näher liegend, dass Hyperaktivität genau wie die Kalorienrestriktion mit dem Wunsch Gewicht zu verlieren bzw. der Angst Gewicht zuzunehmen in Verbindung steht.

Ich (der keine Körperschemastörung hatte) habe bei starkem Untergewicht niemals einen Bewegungsdrang verspürt, im Gegenteil sogar.

 

Der Effekt übertraf unsere kühnsten Erwartungen“, sagt Prof. Hebebrand, Ärztlicher Leiter der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters am LVR-Klinikum in Essen. Schon nach zwei bis drei Tagen habe sich die Stimmung der depressiven Patientinnen deutlich aufgehellt. Zudem verringerte sich ihr Bewegungsdrang, sie konnten sich besser konzentrieren und hätten wieder mehr Interesse an ihrem Umfeld gezeigt und sozialer interagiert. Sogar das essstörungsspezifische Gedankenkarussell wurde durch die Gabe von Leptin gemildert. Eine der Studienteilnehmerinnen wird mit folgenden Worten zitiert: „Ich habe das Gefühl, Urlaub von meiner Essstörung zu haben.“ 

 

Man sollte sich hier vor Augen führen, welchen Placebo-Effekt es haben könnte, wenn den (nur) drei Teilnehmerinnen erzählt wird, dass sie das Privileg haben, ein Medikament auszutesten, welches der Hoffnungsträger bei Magersucht ist. Ich kann mir vorstellen, dass die Ärzte ihnen suggerierten, dass so wie ein Serotoninmangel verantwortlich für Depressionen wäre, ein Leptinmangel verantwortlich für die Hyperaktivität sei. 

 

Paradoxerweise wird Leptin auch in der Therapie von Adipositas verwendet:

 

Hohe Leptinspiegel führen im Tiermodell zur Verminderung des Appetits und zur Gewichtsabnahme, niedrige Leptinkonzentrationen bewirken das genaue Gegenteil. Leptin wurde bisher vor allem als potentieller Ansatzpunkt zur Therapie der Adipositas erforscht.“ [30] 

 

In einer anderen Studie verursachte ein erhöhter Leptinspiegel bei Magersüchtigen negative Symptome:

 

In HSS (high severity group) [Anmerk.: niedriger BMI] patients, higher leptin levels were associated with greater feelings of depression, anxiety, and stress“ [31]  

Hyperaktivität ist ein weiteres Trauma-Symptom. [32] [33] [34]

Die Regel bei anderen Hunger-Opfern scheint Lethargie zu sein:

So könnte man das Auftreten einiger somatischer „Lethargie“-Symptome unter extremer Einschränkung des Nahrungsangebots evolutionsbiologisch damit erklären, dass durch die eingeschränkte Bewegung dringend benötigte Energie gespart wird.“

Potentiell tödliche Rote Karten

Vor zwei Jahren gab es auf der Station für Essgestörte in der Charité ein Mädchen, die durch eine unheilbare Darmkrankheit am Verhungern war. Sie war jemand die in ihrem Leben bei allem erfolgreich gewesen war, jeder wollte mit ihr befreundet sein, die Männer lagen ihr zu Füßen, sie hatte einen Freund nach dem anderen, mit denen immer sie Schluss machte. Sie ging mit ihrem Schicksal bewundernswert um. Weil alle mit ihr Mitleid hatten, wurde es von Oberärztin Dr. Hinkelmann toleriert, dass ich ihr Massagen gab. Dann gab es noch eine Langzeitmagersüchtige, die anfangs nur 22 kg gewogen hatte. Bei ihr hatten entgegengesetzte Lebensumstände zu demselben Ergebnis geführt. Sie äußerte den Wunsch nach einer Massage, worauf ich zustimmte. Ich wollte es nicht heimlich machen, ihre Zimmernachbarin war dabei und wir ließen die Zimmertür offen, weil ich nicht der Meinung war etwas Unanständiges oder Schädliches zu tun. Eine Schwester kam ins Zimmer und wir beide bekamen von den Ärzten eine Rote Karte, weil Körperkontakt verboten wäre und das Therapieziel gefährden würde. Das stellt doch wieder die Frage, was das wirkliche Therapieziel ist. [35][36][37]

 

Bei mir ging es im folgenden Jahr wieder bergab, das Mädchen wollte danach nicht mehr in Therapie kommen, sie hatte sich aufgegeben, sie starb einen einsamen Tod.

Die Roten Karten wurden sogar als Schutz für uns dargestellt (Vergewaltigung). Das Charité-Personal ist hypersexualisiert (wie ich gehört habe, werden Kaffeepausen auch gerne zu „Entspannungszwecken“ verwendet), und projiziert dies auf die PatientInnen, die meistens kein sexuelles Interesse haben.

Körperkontakt ist auch unter weiblichen Patienten offiziell streng verboten, Umarmungen werden bestenfalls toleriert. Auch Freundschaften unter den Patientinnen werden ungern gesehen, da sich diese „auf sich selbst konzentrieren sollen“. 

STUDIEN mit engen (Tauch-)Anzügen haben ergeben, dass die Magersüchtigen wieder zu essen anfangen, wenn sie sich gehalten fühlen.

EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) eine Alternative?

The present STUDY examined the changes in the attachment state of mind, narrative coherence, and reflective function in a sample of AN patients after about a year of EMDR or CBT psychotherapy. The results presented, despite the small sample size, suggest that EMDR is a valuable effective treatment for ED and AN, in line with other clinical study. Several sources starting from 1980 have reported a net correlation between ED and traumatic experiences. Research has been initially focused on the relation between ED and physical abuses and sexual harassment for the simple correspondence to a parental guidance failure. Recent studies showed that also emotional abuses, repetitive micro‐traumatic relational experiences can result in further traumatic symptomatology.

Der Schwindel des "False Memory Syndroms"

Emotionaler, sexueller und physischer Missbrauch kann viele Formen annehmen. Auch wenn offizielle Statistiken "nur" 60-80% von Bulimie-Fällen mit Missbrauch in Zusammenhang gebracht werden, kann man es bei den restlichen 20-40% nicht ausschließen. Die Dunkelziffern sind immer höher als die Statistik, nur sehr wenige haben frühkindliche Erinnerungen, besonders traumatische Erlebnisse werden meistens verdrängt.

 

Wenn der zeitliche Abstand zwischen der Entwicklung von Essstörungen und dem Vorkommnis von sexuellem 

Missbrauch sehr kurz ist, können
von den Betroffenen möglicherweise nicht die Erinnerungen an solch eine

schreckliche Erfahrung wiederhergestellt werden. Der Schweregrad von Essstörungen kann sich auch auf die

Berichte über sexuellen Missbrauch auswirken.
Bei schweren Formen von Essstörungen kann die SM-Erfahrung

für die Opfer unzugänglich sein.
[38]

 

Wenn ihr Opfer irgendeiner Form von Gewalt wart, lasst euch nicht von euren Therapeuten einreden, dass ihr unter dem False Memory Syndrom [39] leidet oder einfach alles vergessen und euch an (krankmachende) gesellschaftliche Verhältnisse anzupassen sollt. Lasst euch nicht einreden, dass eure Gehirnchemie die Essstörung verursacht hat. Informiert euch über Medikamente, die man euch verschreibt. 

Essstörungen als Verdrängungsmechanismus

Eating disorders take an immense amount of thought and time. Sometimes thoughts about food or body image are less anxiety-provoking than the events that caused or amplified the level of emotional distress. Worrying about food, exercise, and/or body size is stressful, but for some, it serves as a distraction (consciously or subconsciously) to thoughts or memories that may be more fear-inducing and distressing. In the aftermath of sexual abuse, eating disorders provide relief and protection from what an individual’s mind tells them might be worse. [40]

 

 

MAINTAINING AN ILLUSION OF CONTROL

The "need" for an eating disorder arises from a combination of two factors: too much is out of control; and the other available coping strategies are not up to the challenge. Survivors of childhood sexual abuse had childhoods that were out of control to an extreme degree, and many of these individuals were, in a sense, betrayed by their bodies when the abuse triggered physiologically normal arousal. The horrible, disgusting, depraved body needs to be punished, starved into an asexual, prepubescent state, and disconnected from the head so that no physiological arousal of any kind enters consciousness, whether it be fear or sexual arousal. [41]

Essstörungen und Homosexualität

In einer Untersuchung zu diesem Thema waren 53% aller Jungs und Männer mit Essstörungen homosexuell. Das ist enorm viel, wenn man sich vor Augen führt, dass die Gesamthäufigkeit der Homosexualität nur bei 1-5% liegt.
Die Ursachen dieses Zusammenhangs sind unklar, zumindest aus wissenschaftlicher Sicht. Als ein möglicher Grund wird von Psychologen angeführt, dass die Homosexualität häufiger zu Konflikten mit dem eigenen Ich führt, was einer Magersucht den Boden bereiten kann.


Die Erklärung ist, dass auch Homosexualität oft durch sexuellen Missbrauch verursacht wird.

Komorbiditäten

Viele Studien ergaben, dass Angstzustände bei Magersucht äußerst verbreitet sind. In einer Studie mit 700 Teilnehmern (einige mit Anorexie, einige mit Bulimie und andere mit beiden Essstörungen) hatten etwa zwei Drittel von ihnen eine Angststörung.

Essgestörte haben auch oft weitere Diagnosen wie Depressionen, Borderline, Persönlichkeitsstörungen oder selbstverletzendes Verhalten. In Wirklichkeit sind dies nicht voneinander unabhängige psychische Störungen (die rein zufällig oft zusammen auftreten), sondern nur verschiedene Symptome von einem einzigen sehr komplexen Krankheitsbild, das in Verbindung mit psychischen Traumata steht.

Solche Patienten erhalten im Verlauf ihrer psychiatrischen Behandlung typischerweise fünf oder sechs unabhängige Diagnosen. Wenn sich ihr Arzt auf ihre Stimmungsschwankungen konzentriert, werden sie als bipolar identifiziert und bekommen Lithium oder Valproat verschrieben. Wenn die Fachleute am meisten von ihrer Verzweiflung beeindruckt sind, wird ihnen mitgeteilt, dass sie an einer schweren Depression leiden und erhalten Antidepressiva. Wenn sich die Ärzte auf ihre Unruhe und mangelnde Aufmerksamkeit konzentrieren, können sie mit ADHS diagnostiziert und mit Ritalin oder anderen Stimulanzien behandelt werden. Wenn das Klinikpersonal zufällig eine Trauma-Anamnese aufnimmt und der Patient die relevanten Informationen freiwillig zur Verfügung stellt, erhält er möglicherweise die Diagnose PTBS. Keine dieser Diagnosen wird völlig daneben liegen, und keine von ihnen wird aussagekräftig beschreiben, wer diese Patienten sind und woran sie leiden.“  [42]

"Developmental Trauma" als neue Diagnose?

"In Ermangelung einer sensitiven traumaspezifischen Diagnose werden bei solchen Kindern derzeit durchschnittlich 3-8 Störungen diagnostiziert, was schwerwiegende Konsequenzen hat: Es verdunkelt die ätiologische Klarheit und läuft Gefahr, die Behandlung und Intervention auf einen kleinen Aspekt der Psychopathologie des Kindes zu verlagern, anstatt einen umfassenden Behandlungsansatz zu fördern.“

In einem Brief an die Psychiatry Association: „Wir fordern die APA dringend auf, Entwicklungstrauma in ihre Liste der vorrangigen Bereiche aufzunehmen, um ihren Verlauf und ihre klinischen Folgen zu klären und besser zu charakterisieren und die starke Notwendigkeit hervorzuheben.“

 

Als Antwort schrieben sie - der Konsens sei, dass keine neue Diagnose erforderlich ist, um eine fehlende diagnostische Nische zu füllen.

 

Eine Million Kinder, die jedes Jahr in den USA missbraucht und vernachlässigt werden, eine „diagnostische Nische“?

 

Der Brief fuhr fort: „Die Vorstellung, dass nachteilige Erfahrungen in der frühen Kindheit zu erheblichen Entwicklungsstörungen führen, ist eher eine klinische Intuition als eine forschungsbasierte Tatsache.“ [42]

Die Nachteile von subjektiven Diagnosen

Die Diagnostik von psychischen "Krankheiten" ist nicht objektiv und sehr schwammig. Ein Nachteil ist die gesellschaftliche Stigmatisierung, eine weitere Gefahr besteht in der Identifikation mit der Diagnose. Patienten versuchen oft unbewusst ihrer Diagnose zu entsprechen. Im schlimmsten Fall kann es zu Gruppen wie PRO ANA führen.

„Die aktuellen diagnostischen Kriterien nach DSM-IV (refusal to maintain normal weight) und nach ICD-10 (the weight loss is self-induced) implizieren eine willentliche Handlung der PatientInnen und könnten daher solche Schuldvorwürfe begünstigen.[19]

Unangepasste Essenspläne

In anderen Anorexie-Kliniken wird der Kalorienbedarf nicht individuell ausgerechnet. In Havelhöhe bekam ich die gleichen Portionen, wie zwei Köpfe kleinere Mädchen, was unter 2000 kcal war. In dem Gewichtsvertrag stand zwar, dass ich zusätzliches essen dürfte, als ich den Ärzten sagte, dass ich mich nie an den Plan gehalten hatte (aber trotzdem viel Gewicht zugenommen hatte) wurde mir auferlegt, mich streng an den Plan zu halten, worauf ich wieder Gewicht verlor, was sehr frustrierend für mich war, weil ich zu dieser Zeit eine bessere Verdauung hatte. Schließlich bekam ich einen Rote Karte, weil ich mir zum Mittagessen ein Brötchen zusätzlich genommen hatte, was sehr demoralisierend und traumatisierend war.

Magensonde und Trinknahrung überlebensnotwendig?

Als ich vor drei Jahren in einem lebensbedrohlichen Zustand in die Charité eingeliefert wurde, und kein Arzt es für möglich hielt, dass ich überleben würde, verweigerte ich die Magensonde und Trinknahrung. In sehr kurzer Zeit nahm ich mit regulärem Krankenhausessen über 20 kg zu, schneller als alle Essgestörten mit künstlicher Ernährung und ohne Wassereinlagungen. Sondennahrung oder Trinknahrung ist für den Körper extrem toxisch.   Die synthetischen Mikronährstoffe und die fragmentierten denaturierten Makronährstoffe haben für den Körper außerdem eine schlechte Bioverfügbarkeit. [43]  

Zur Verdeutlichung kann man sich die Verschlechterung meiner Blutwerte im Oktober 2014 bei ausschließlich künstlicher Ernährung anschauen, die erst wieder besser wurden, als ich auch natürliches Essen aß.

Außerdem ist es ein Widerspruch, dass Essgestörte ungesunde, teure Trinknahrung bekommen, um die Kalorienzufuhr/die Gewichtszunahme zu maximieren, und gleichzeitig unreifes Obst. Weil die Küche pro Patient nur ein Budget von 3 Euro hat, wird die schlechteste Nahrungsmittelqualität gewählt. Das Essen ist voll mit Zusatzstoffen, alle aufgenommenen Schadstoffe sind für den Körper ein Signal, weniger zu essen. Wenn man sich überlegt, dass die Krankenkasse für die Behandlung der durchschnittlichen Magersüchtigen hunderttausende Euros ausgibt, stellt sich doch die Frage, warum man nicht mehr Geld für das Essen ausgeben will.

Das Refeeding-Syndrom

Als beschlossen wurde, mich zwangszuernähren, um meinen Widerstand zu brechen, wollte mein Psychiater Dr. Sänger alles richtig machen. Weil in der Fachliteratur vor dem Refeeding-Syndrom gewarnt wird, wurde mit einer Kalorienmenge von 600 kcal begonnen (und dabei ignoriert, dass ich zuvor nahezu 2000 kcal gegessen hatte.) Weil man die Kalorienzahl nur mit Flüssignahrung exakt bestimmen konnte, bekam ich in den folgenden Monaten ausschließlich am Anfang Sondennahrung, später Trinknahrung.
Sechs Jahre später ist es nun zum ersten Paradigmenwechsel gekommen, die Angst vor dem Refeeding-Syndrom wurde von Ärzten als unbegründet erkannt, einem Elektrolytenungleichgewicht lässt sich leicht mit einer Phosphat-Supplementation oder einer anderen Ernährungsweise vorbeugen:
Dies scheint ganz gut zu funktionieren. Die Patienten brauchen keine Phosphat-Supplementierung, seit sie die fettreiche Nahrung erhalten.“ [44]
Natürlich führt das konservative Vorgehen zu einer langsamen Gewichtszunahme, zu verlängerten Klinikaufenthalten und möglicherweise auch zu medizinischen Komplikationen. Dr. Verena Haas [44]

 

In Zukunft wird man die wöchentliche Gewichtszunahme deswegen auch nicht mehr auf 0,5-1,0 kg begrenzen. Es wird auch zu einem Paradigmenwechsel bei synthetischer Flüssignahrung kommen, und ich hoffe Fr. Dr. Haas überdenkt noch einmal ihre „fettarmen“ Ernährungsleitlinien. Wie sie selber gesteht, gibt es bei Ernährung praktisch keine wissenschaftliche Fundierung:

 

Es gibt überhaupt keine Studien zur Nahrungszusammensetzung. Aus wissenschaftlicher Sicht lässt sich also kein Vorteil von bestimmten Kombinationen belegen.“ Dr. Verena Haas [44]

Therapienebenwirkung Osteoporose

Bei meinem letzten stationären Aufenthalt gab es eine weitere Langzeitmagersüchtige, welche schon seit 20 Jahren in Behandlung war, und mit Mitte 30 eine so starke Osteoporose hatte, dass ihr Bein von alleine gebrochen und schief wieder zusammengewachsen war und sie einen Buckel hatte. Als Ursache wurde ihr von den Ärzten ihr starkes Untergewicht genannt. Es gibt keine Evidenz, dass Calciumpräparate (die sie seit zwei Jahrzehnten bekam) gegen Osteoporose überhaupt helfen. [45]

Es gibt dazu noch viele Studien, dass von allen Calciumpräparaten Calciumcarbonat die geringste Bioverfügbarkeit hat und sich nicht signifikant von einem Placebo unterscheidet und außerdem viele Gesundheitsprobleme verursacht, da sich das anorganische Calcium im Körper ansammelt. [46]

Trotzdem wird in der Schulmedizin hauptsächlich Calciumcarbonat verwendet. Mit hochdosierter Zufuhr von Calciumcarbonat verschlechterte sich mein Calciumwert während der Zwangsernährung von 2,24 auf 1,77! In einer Flasche Fortimel ist bereits 400mg Calciumcarbonat, als meine Calciumwerte sich so stark verschlechterten, bekam ich noch zusätzlich drei Calciumtabletten, insgesamt bis zu 6000mg Calcium (!), die Empfehlungen lauten nicht mehr als 500mg.

Außerdem bekam sie die Tabletten zur falschen Tageszeit (morgens). Für Osteoporosepatienten ist eine Vitamin K2-Supplementation essentiell, da dieses für den Calciumtransport notwendig ist. Von diesem Vitamin scheinen Schulmediziner aber noch nicht gehört zu haben. Außerdem bekam sie ohne Indikation Pantozol, ein Medikament, welches die Calciumaufnahme hemmt, und Osteoporose verursacht .[47][48]. 

Es ist bekannt, dass Ärzte von der Pharmaindustrie Geschenke bekommen, wenn sie viele und hochdosierte Medikamente verschreiben.

Es gibt auch schon Therapien für Osteoporose (z.B. Pulsed Electromagnetic Field Therapy (PEMF)), oder Chelation Therapie die aber in der Schulmedizin keine Anwendung finden.

Höchste Mortalität und Lebensverlängerung um jeden Preis

Die hohe Komorbidität bei Magersucht und die geringe Lebenserwartung wird von Ärzten ausschließlich mit dem Untergewicht erklärt. Ärzte versuchen aber auch die um 30 Jahren verringerte Lebenserwartung von Schizophrenen damit zu erklären, dass es unter Schizophrenen mehr Raucher gibt, was sehr absurd ist. Ein großer Teil der Gesundheitsschädigung entsteht offensichtlich durch die Krankenhausbehandlung: Psychopharmaka, Sondennahrung, Fehlmedikationen, Krankenhausessen, und (iatrogener) Stress. Zweifellos würden viele Essgestörte ohne ärztliche Hilfe noch schneller verhungern, ich frage mich aber, ob dies nicht in manchen Fällen zu bevorzugen wäre. Ich bin auch dagegen, Komapatienten jahrelang am Leben zu erhalten. Eine Langzeitmagersüchtige, die in einem Pflegeheim wohnt, wo sie keine sozialen Kontakte hat, kommt regelmäßig auf die Charité-Psychosomatik, wo die einzige Behandlung ist, dass ihr eine PEG-Sonde gelegt wird, da man sie als hoffnungslos aufgegeben hat. Weil sie von der Sondennahrung Durchfall bekommt, nimmt sie damit noch nicht einmal zu. Ich bin der Meinung der Tod wäre für sie eine Erlösung.

Veganismus eine Essstörung?

In fast allen Kliniken ist eine vegane Ernährung nicht erlaubt. In vielen Fällen ist zwar die vegane Ernährung Bestandteil der Essstörung, es gibt aber auch einen hohen Prozentteil ethisch motivierter Essgestörter. Veganismus kategorisch als Essstörung zu bezeichnen ist ein Rechtfertigungsmechanismus der (fleischessenden) Ärzte und Therapeuten für die eigene Ernährungsweise.

Als Begründung gab mir die Charité-Diätassistentin, dass eine vegane Ernährung “kalorienärmer” wäre. Das setzt voraus, dass Tierprodukte mit Salat und Äpfeln ersetzt werden. Der veg. Brotaufstrich ist sogar kalorienreicher. 

 

Da viele Essgestörte mit Selbstakzeptanz Probleme haben, sollte man sie nicht dazu zwingen, ihre Ideale aufzugeben, und Tierleid für die eigene Therapie in Kauf zu nehmen. Es müsste eine vegane Kost möglich sein, und BIO-Tierprodukte angeboten werden.

Wer ist anfällig für Essstörungen?

Egozentrische, skrupellose und rücksichtslose Menschen (“die Täter”) haben ein stärkeres Immunsystem, sind weniger anfällig für psychosomatische oder psychogene Krankheiten, und haben einen größeren beruflichen Erfolg.

Sensitive, mitfühlende, altruistische, hochintelligente Menschen entwickeln eher Essstörungen und andere psychische Krankheiten. 

"Aus meiner Sicht haben wir es bei der Menschheit z 95% mit Verrückten zu tun. Und in meine Praxis kommen eigentlich immer nur VertreterInnen der Gruppe der 5% Gesunden, die sich ihre Sensibilität bewahrt haben und an den Verrücktheiten der anderen leiden, nicht zuletzt, weil sie sich weigern, an Schikane, Unterdrückung, Entwertung, Ausbeutung, Betrug usw. teilzunehmen. Aus dieser massiven Spannung entwickeln sie dann psychosomatische Reaktionen, die sogenannte Ängste und Depressionen als die typischen Symptome." Psychotherapeut Klaus Schlagmann

 

Anorexia Nervosa Inventar zur Selbsteinschätzung (ANIS)

Bei dem ANIS betreffen 14 Fragen nicht das Essverhalten.

 

Diese vier Fragen deuten darauf hin, dass die ES ein Verdrängungsmechanismus für ein Trauma ist.

- Langeweile ist mir unerträglich.

- Ich fühle mich stumpf und leer.

- Ich bin angespannt und unruhig.

- Es fällt mir schwer herumzusitzen und nichts zu tun.

 

Diese drei Fragen deuten auf ein sexuelles Trauma hin.

- Es ist mir unangenehm, andere in sexueller Erregung zu sehen.

- Ich habe Angst vor dem Küssen.

- Ich habe starke Ängst bei Gedanken an intime Beziehungen.

 

Diese Fragen deuten auch auf ein Trauma hin.

- Im tiefsten Innern fühle ich mich minderwertig und hilflos.

- Es hat keinen Sinn für mich, dafür zu kämpfen, im Leben etwas zu erreichen, da alle meine Mühen und

  Anstrengungen doch nichts ändern.

- An mich werden viele Anforderungen gestellt, denen ich nur schwer nachkommen kann.

- Ich fühle mich durch Erwartungen anderer an mich eingeengt.

5 Ways Childhood Neglect and Trauma Skews Our Self-Esteem

 

Perfektionismus ist auch ein Hinweis auf Trauma.

- Wenn ich etwas beginne, habe ich das Bedürfnis, alles perfekt und genau zu machen.

- Im Vergleich zu anderen bin ich recht gewissenhaft und gründlich bei allem was ich tue.

The Traumatized Perfectionist: Understanding the Role of Perfectionism in Post-Traumatic Reactions to Stress

The Chains of Perfectionism (Beating Trauma)

Familien sind nicht (nie) schuld an der Essstörung?

Diese 9 “Wahrheiten” zeigen am besten wie Institutionen Kindheitstraumata verleugnen. Raben-eltern und Kindesmissbrauch sind also ein Mythos, oder haben keine schädigenden Auswirkungen auf die spätere Entwicklung? 

Ich glaube im folgenden Video wurde für diese "Wahrheit" gezielt Keanu Reeves ausgewählt. Denn wer würde Keanu eine Unwahrheit unterstellen?

Es gibt jedoch keine wissenschaftlichen Beweise dafür, dass Essstörungen auf Kindesmissbrauch zurück-zuführen sind, wie die Harvard-Psychiater Harrison Pope und James Hudson, Experten auf diesem Gebiet, wiederholt betonten. "Aktuelle Erkenntnisse stützen nicht die Hypothese, dass Kindesmissbrauch ein Risikofaktor für Bulimia nervosa ist", schrieben sie 1992 in einem Artikel im American Journal of Psychiatry. [49]


Psychiatrie - Eine Vereinigung von Vergewaltigern

In einem Land offenbarte eine Studie, dass Psychiater, während sie nur 6 % der Ärzteschaft ausmachten, in 28% der Fälle zu den Tätern im Zusammenhang mit sexuellen Straftaten gehörten.“

 

Einer der berüchtigtsten Fälle einer psychiatrischen Nicht-Vergewaltigung ist der von Dr. Jules Masserman, der einst von Kollegen weltweit als einer der führenden Psychiater bewundert wurde. Als ehemaliger Präsident der American Psychiatric Association (APA) und Ehrenpräsident auf Lebenszeit der World Association for Social Psychiatry, hatte Masserman viel Macht. Barbara Noel vergötterte Masserman und schätzte sich sehr glücklich, ihn als Psychiater zu haben. Masserman nutzte seinen beruflichen Einfluss und konnte sie rasch davon überzeugen, dass sie ganz leicht in Kontakt mit ihren wahren Gefühlen kommen könnte, wenn sie Natriumamytal einnehme, ein Barbiturat, das in den 60er Jahren bei Experimenten zur Gedankenkontrolle eingesetzt worden war, um das Gedächtnis zu blockieren. Masserman hatte Noel häufig auf diese Art in einen drogeninduzierten Schlaf versetzt. Während eines solchen wachte sie auf und erkannte Masserman, als der sich gerade - laut keuchend - sexuell an ihr verging. Sie hatte nie zuvor realisiert, wie weit Täuschung gehen konnte. Sie erkannte, dass Masserman sie jahrelang unter Psychopharmaka gesetzt hatte, um sie sexuell zu missbrauchen, eine Praktik, die schon fast an Nekrophilie grenzt (sexuelle Stimulierung durch Leichen). Verständlicherweise wurde sie sehr wütend. Aber Noel war eine Psychiatriepatientin. Da Masserman erklärte, sie wäre krank und würde lügen, bedurfte es eines siebenjährigen Gerichtsstreits und öffentlicher Auftritte anderer Frauen, die von Noels Fall gehört hatten, ehe die APA die Entscheidung der Psychiatrischen Vereinigung von Illinois anerkannte, Massermans Approbation aufzuheben. Die Suspendierung währte aber nur fünf Jahre und wurde nur wegen des unangemessenen Einsatzes von Medikamenten ausgesprochen, nicht wegen Vergewaltigung.”[50] {51]

 

I was literally repeatedly sexually assaulted in a psychiatric ward where staff had access to sedative type drugs and opiate type drugs and long night shifts that have opportunity.” (ein Facebook Kommentar)

Gruppentherapie

"Nicht selten entsteht im Rahmen forcierter Gruppenaktivitäten der Eindruck, dass es sich bei der Gruppen-therapie um eine Methode nach Art einer umfassenden psychologischen Wurstmaschine handele, bei der, egal was hineingeworfen wird, schon ein zufriedenstellendes Ergebnis herauskommt. Dabei scheint die Starrheit arztzentrierter Behandlungsformen lediglich gegen die Tyrannei der Gruppe als Selbstzweck getauscht worden zu sein." [52]

Die meisten mir bekannten Patienten hätten lieber auf Gruppentherapie verzichtet. Ich langweilte mich oft fast zu Tode. Es kam vor, dass 15 Minuten kein Wort gesagt wurde.

Fehldiagnosen

Außer dass Ärzte oft verschiedene Essstörungen nicht voneinander unterscheiden können, kann es bei einer Anorexie-Symptomatik auch organische (hormonelle) Ursachen geben. Eine Assistenz-Ärztin äußerte bei mir auch den Verdacht auf die Addison-Krankheit.

Ein junger Mann mit einer langen Geschichte von Zwangsmerkmalen (Essmacken)zeigte sich mit Anorexie, Erbrechen und deutlichem Gewichtsverlust. Er war wenig um seinen körperlichen Zustand und sein Erbrechen wurde häufig als selbstinduziert angesehen. Die Diagnose Anorexia nervosa wurde gestellt und er entließ sich selbst aus dem Krankenhaus. Einen Monat später wurde er wieder aufgenommen, schwer kachektisch und mit biochemischen Anomalien im Zusammenhang mit der fortgeschrittenen Addison-Krankheit, die anschließend bestätigt wurde. Er reagierte sowohl psychisch als auch körperlich dramatisch auf die Kortikosteroidtherapie. Es ist wahrscheinlich, dass Anorexia nervosa, die bei Männern relativ selten ist, eine Manifestation der psychischen Anomalien war, die häufig bei schwerer Addison-Krankheit auftreten.

 

Iboga für Essstörungen

Viele Menschen, die Binge-Eater, Magersüchtige oder Bulimiker sind, haben in ihrem Leben traumatische Erfahrungen gemacht, die nie angesprochen oder vollständig behandelt wurden, und das hat ihre Essstörung ausgelöst. Iboga unterscheidet sich von anderen herkömmlichen Methoden zur Behandlung von Essstörungen. Eine der größten Auswirkungen von Iboga ist, dass es die Nervenbahnen klärt, die negative Verhaltensmuster wie Depressionen ausmachen, aber die positiven da lässt. Mit anderen Worten, Iboga setzt deine Neurotransmitter-Mechanismen zurück.

How Iboga Heals Eating Disorders with Karen O'Neel (podcast)

Treating Eating Disorders With Ibogaine: The Facts

Ibogaine for ED: "I have never met an anorexic or bulimic who was not a traumatised person.” 

Pferde-assistierte Psychotherapie

Pferde sind zu jeder Zeit kongruent in dem, was sie innerlich fühlen, und geben nicht vor, etwas zu sein, was sie nicht sind. Sie sind authentisch und beziehen sich ehrlich und wahrheitsgemäß aufeinander und verkörpern ihre Erfahrungen. Sie leben natürlich im Hier und Jetzt. Sie machen sich keine Sorgen darüber, was als nächstes passieren könnte oder was in dem Teil passiert ist. Dieser Fokus auf das Hier und Jetzt wird zu einer besonders wirkungsvollen Art, sich auf die Realität zu beziehen, da sich viele Klienten mit Essstörungen auf die Quelle ihrer Angst in ihren inneren Welten konzentrieren und oft Schwierigkeiten haben, ihr Leben authentisch zu leben.

Essstörung durch ein gestörtes Selbstwertgefühl

Dieser von vielen Experten an erster Stelle genannten Theorie zufolge liegt der Kern der Essstörung im gestörten, verminderten Selbstwertgefühl. In Verbindung mit GNTM führe dies zu einem krankhaften Schönheitsideal.

 

"Die Exposition gegenüber diesem Ideal [der Dünnheit] ist allgegenwärtig, aber nicht jeder bekommt Anorexia nervosa", sagt Bulik. "Keine der soziokulturellen Literatur hat jemals erklären können, warum." Sie fügt hinzu:

"Viele Patienten werden sagen:" Es ging mir nie darum, dünn zu sein."

"Wenn man sich über 200 Jahre lang psychiatrische Syndrome ansieht, hat sich die Magersucht überhaupt nicht verändert", sagt James Lock, ein Kinderpsychiater.

 

Das gestörte Selbstwertgefühl ist keine Ursache, sondern eine weitere Folge von Kindheitstraumata.

Dafür sind auch keine weiteren (beleidigenden) Diagnosen notwendig, hinter dem Perfektionszwang steckt nur eine verletzte Kinderseele. Wenn das Trauma verheilt, wird auch die Anzahl von Selfies und der Verbrauch von Kosmetik abnehmen.

Fehlende Regeln

Weil theoretisiert wird, dass fehlende gesellschaftliche oder familiäre Regeln ES verursachen, gibt es bei einer stationären Behandlung umso mehr Regeln.

In der Charité sitzen die ES-Patientinnen dicht gedrängt in einem engen Raum. Auf die Minute pünktlich darf das Tablett aufgedeckt werden, 30 Minuten später muss man das Essen beenden, was an einen Esswettbewerb erinnert. Für mich war es besonders beim Abendessen ein Wettlauf gegen die Zeit, in der kurzen Zeit eine große Mahlzeit hinunter zu schlingen.

Weil viele Themen tabu sind, herrscht oft eine eisige Stille, was die angespannte Atmosphäre verstärkt. Nahrungsmittel tauschen ist streng verboten, aufstehen ebenso.

Es wird eine militärische Pünktlichkeit erwartet, erscheint man bei den Zwischenmahlzeiten nur wenige Minuten zu spät werden die Patientinnen oft hungern gelassen, damit sie daraus lernen.

Magersüchtige haben nicht zu wenige, sondern zu viele (selbstauferlegte) Regeln, die Lösung ist nicht, diese durch aufoktroyierte zu ersetzen.

Auch der Sinn der Esstagebücher erschließt sich für mich nicht, ist das nicht eine Form von Kalorien zählen? Keine dieser Regeln helfen, ein entspanntes Verhältnis zum Essen zu entwickeln.

Die essgestörte Menschheit

Als Folge der Zivilisation ist jeder Mensch essgestört, d. h. isst (oder hungert) zu Weilen aus emotionalen Gründen, und nicht aus biologischer Notwendigkeit.

Menschen, deren gestörte Essgewohnheiten weniger dysfunktional, nur moderat gesundheits-schädlich und gesellschaftskonform sind, werden allerdings nicht pathologisiert.

Dunning-Kruger-Effekt bei den Experten

In wenigen Fachgebieten sind Autoritäten dermaßen ahnungslos wie in der Ernährungswissenschaft und im Gesundheitswesen allgemein. Die durchschnittliche Essgestörte kennt sich besser mit Ernährung aus als eine DGE-Ernährungsberaterin. Die vielen erlernten Theorien und Techniken helfen Psychologen wenig, Einsichten in einen ES-Komplex zu bekommen. STUDIEN haben gezeigt, dass Laien-Therapeuten effektiver als professionelle Therapeuten sind.

 

Diese Erkenntnis kann eine Chance sein, mehr Verantwortung für sich zu übernehmen. Du selbst bist für dich der wichtigste Therapeut!

 

 

Für die meisten ist dieser Artikel zu sehr triggernd. In der Facebook-Gruppe Complex PTSD Resources gab es aber positive Reaktionen, weil die Mitglieder dort ihr Trauma nicht verleugnen.

Dass dieser Artikel sogar von vielen Opfern zensiert wird (z. B. im Wildwasser-Forum) lässst sich nur mit dem Stockholm-Syndrom erklären.

 

The lived experience of mental health nurses when force feeding patients with eating disorders

I definitely felt with some patients, just ship them out to palliative care or something you know? We could be helping others, but we were locked in this cycle of mutual abuse, them of us, us of them, and no one won. It just felt pointless.”

 

At no point have we been trained what to do – no one knows the best way, safest way to do it, we all just find what works and do it, but it always feels so risky you know? If there was a specific ‘this is how you restrain and tube feed’ course, then great, we’re doing the right thing, but there’s not.”

 

It leaves us terribly open, professionally. If you have to use five staff to hold down a patient, get a tube down, pass the feed down, and they’re fighting it, it’s violent. It’s tough. If someone gets hurt can we say we did it by the book, safely? Well - there is no book. It’s unsafe for all of us.”

 

I’m supposed to be caring for them – and I’m fighting, literally fighting. And you know their history and it impacts on you. You feel abusive. Tainted.”

 

I think they [the patients] perceive you differently too – even the patients who are informal, there to recover. They know what you’re doing and it makes them wary of you too, I think. You’re no longer a nurse to them either – you’re also…I don’t know, a combatant, a…a guard. It just creates barriers, everywhere.”

 

I’ve had nightmares about tubing, really intense dreams, you just can’t switch off from it” 

Liebevolle Gedanken

Im Sommer 1991 wurde mit Hilfe des BR und WDR ein großangelegtes Experiment durchgeführt, bei dem es darum ging Tomatenpflanzen durch liebevolle Gedanken zu mehr Ertrag zu veranlassen. Der Erfolg – wissenschaftlich kontrolliert – war eindrucksvoll: die geliebten Tomaten produzierten über 20% mehr Früchte als die ungeliebte Kontrollgruppe.

 

Das Naturgesetz der Liebe würde noch mehr bei Essgestörten zutreffen, Bestrafungen, Zwang und Psychoterror haben keinen Erfolg!

 

*** ERKLÄRUNG***

Ich vergleiche hier nicht die Leitlinien mit der T4 Aktion, mein individueller Fall beweist aber, dass sich die Mentalität von Ärzten und Pflegekräften nicht gewandelt hat (selbst wenn die meisten nur Mitläufer sind), das System hat sich nur an der Oberfläche geändert. Von den tausenden Psychiatern machten damals mit nur einer Ausnahme alle bei dem Euthanasie-Massenmord mit, auch bei in meinem Fall bin ich mir nur einer Ärztin bewusst, die nicht bereit war, bei dem Verbrechen mitzumachen.

In etwa 15–25 Kinderbettchen lagen ebenso viele Kinder von ungefähr 1–5 Jahren. Pfannmüller explizierte in dieser Station besonders eingehend seine Ansichten. Folgende zusammenfassende Aussprüche dürfte ich mir ziemlich genau gemerkt haben, da sie entweder aus Zynismus oder Tölpelhaftigkeit erstaunlich offen waren. Diese Geschöpfe (gemeint waren besagte Kinder) stellen für mich als Nationalsozialisten nur eine Belastung unseres Volkskörpers dar. Wir töten (er kann auch gesagt haben ‚wir machen die Sache‘) nicht durch Gift, Injektionen usw., da würde die Auslandspresse und gewisse Herren in der Schweiz (gemeint war wohl das Rote Kreuz) nur neues Hetzmaterial haben. Nein, unsere Methode ist viel einfacher und natürlicher, wie sie sehen. Bei diesen Worten zog er unter Beihilfe einer mit der Arbeit in dieser Station scheinbar ständig betrauten Pflegerin ein Kind aus dem Bettchen. Während er das Kind wie einen toten Hasen herumzeigte, konstatierte er mit Kennermiene und zynischem Grinsen so etwas wie: Bei diesem z.B. wird es noch 2 – 3 Tage dauern. Den Anblick des fetten, grinsenden Mannes, in der fleischigen Hand das wimmernde Gerippe, umgeben von den anderen verhungernden Kindern kann ich nimmer vergessen. Weiterhin erklärt der Mörder dann, dass nicht plötzlicher Nahrungsentzug angewandt werden würde, sondern allmähliche Verringerung der Rationen.“

Geringe Haftstrafe für einen uneinsichtigen Haupttäter

Quellen:

 

[1] Jeffrey Masson - Der Angriff auf die Wahrheit; Freuds Unterdrückung der Verführungstheorie (1984)

[2]Bundesverband der Frauenärzte e.V.

[3Ödipus-online (Klaus Schlagmann)

[4] Judith Herman – Father-Daughter Incest

[5Sexueller Missbrauch von Kindern

[6] Is there a relationship between sexual abuse or incest and eating disorders?

[6.1E. Hildebrand – Therapie erwachsener Frauen, die in ihrer Kindheit inzestuösen Vergehen ausgesetzt waren

[7] Dissertation Dr. Laurence Erdur

[8] Study Finds HRV (Heart Rate Variability) Related to PTSD

[9]Brain Imaging Alterations in Posttraumatic Stress Disorder

[10] Suchterkrankungen und Essstörungen

[11] NS-OPFER - Euthanasie Morde

[12]Results of World’s Largest Antidepressant Study Look Dismal

[13]Das Paradoxe: Wenn wir verliebt sind, sinkt unser Serotoninspiegel  

[14] Über das Erleben von Magersucht Eine psycho-morphologische Studie zur Anorexia Nervosa

[15] Arzthaftung wegen grob fehlerhafter Behandlung einer Anorexie-Patientin

[16] Essstoerungen-Langfassung

[17] https://www.tce-essstoerungen.de/info-hilfe/ursachen_essstoerungen.php

[18] The evidence for CBT for eating disorders is weaker than you might have thought

[19] Eßstörungen - Neue Erkenntnisse und Forschungsperspektiven

[20] Körper, Liebe, Doktorspiele“

[21] bemerkungen zu otto kernberg

[22] Angriff auf Gender Mainstreaming und Homo-Lobby

[23] Sexueller Missbrauch – Widersprüche eines öffentlichen Skandals

[24] Stigmatisierung bei Anorexia nervosa

[25] Bulimie & Magersucht – einsam, hilflos, haltlos?

[25.1] Hanna Kiper - Sexueller Mißbrauch im Diskurs

[26]Eating disorders: Concern over NI shock treatment

[27]Die Hungerkrankheiten – Raymond Battegay

[28] What Does It Mean to Be Touch Starved? 

[29]Why Massage Therapy Needs to Be Trauma-Informed

 

[30] Magersucht: Rolle von Leptin

 

[31]Time Course of Leptin in Patients with Anorexia Nervosa

 

[32] ADHD and Complex Trauma

 

[33] How Childhood Trauma could be mistaken for ADHD

 

[34]Trauma als Ursache von AD(H)

[35]Studie - Anorexia nervosa symptoms are reduced by massage therapy

[36]Bulimia Nervosa and Massage: a case report examining BodyAwareness with Co-Morbidities Anxiety and Depression.

[37]The developmental literature suggests that touch, consisting of secure holding and hugging, plays an important role in the formation of body image.

[38]  A critique of the literature on etiology of eating disorders

[39]Der Schwindel vom "false memory syndrome)

]40] My Eating Disorder Protects Me: Development of an Eating Disorder Following Sexual Abuse

[41] Psychodynamics of Eating Disorder Behavior in Sexual Abuse Survivors  

 

[42]Bessel van der Kolk - The Body Keeps The Score

[43] Warum niemand Fresubin und Fortimel trinken sollte

[44] Wenn jedes Gramm zählt: Paradigmenwechsel bei der Ernährung Magersüchtiger?

[45]vitamin-d-and-calcium-to-prevent-fractures-preventive-medication

[46] calcium-supplements-why-you-should-think-twice

[47] Protonenpumpenhemmer: zu häufige Verordnung und Risiken bei Dauertherapie

[48] Osteoporose - einer der großen Irrtümer in der Medizin

[49]The Repressed Memory Epidemic - Mark Pendergrast

[50] SEX ALS THERAPIE. Wie Psychiatriepatienten missbraucht und vergewaltigt werden

[51] Sexual crimes committed by psychiatrists are estimated at 37 times greater than rapes occurring in the               general community

[52] Die Gesellschaft der Patienten – Matthias Hermer (Hrsg.)

 

 

 

It is unclear whether antidepressants are more efficacious than placebo

Deep Brain Stimulation Fails to Outperform Placebo in Sham-Controlled Trial


Aspartam: Wie ungesund ist der umstrittene Süßstoff?

 Schaden Ärztestreiks den Patienten? Süddeutsche Zeitung

I was misdiagnosed with anorexia when I was 11

When an eating disorder is misdiagnosed Gastric neoplasia misdiagnosed as an eating disorder

Constitutional Thinness and Anorexia Nervosa: A Possible Misdiagnosis?

Young woman misdiagnosed with anorexia actually had a rare syndrome

Celiac Disease and Anorexia May Be Linked in Women

Anorexia Misdiagnosed by Laura A. Daly

Anorexia Misdiagnosed by Laura A. Daly 2

EATING DISORDERS MAY BE MISDIAGNOSED

Teenager’s Cancer Misdiagnosed as Eating Disorder, Leading to Dangerously Late Diagnosis

Five Disorders that Mimic Anorexia Nervosa

Therapist-Patient Sex as Sex Abuse

Investigating Restrictive Eating Disorders in Autistic Women

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Force-Feeding: An Experience Much Worse Than Rape
Chapter from a book by Ian Miller
Anorexia Nervosa - Ernährungstherapeutis
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As a 12-year-old with full-blown anorexia, I was involuntarily institutionalized after having an eating disorder–induced seizure. The institution was not equipped to deal with eating disorders, and their only plan of action was to watch me eat, shower, and sleep to ensure I didn’t throw up, exercise, or throw my food away. I was treated less as a medical patient and more like a criminal, unable to privately mourn the loss of my innocence and adolescence.

This was my first insight into how our health care system is unprepared to treat eating disorder survivors, a travesty compounded by society’s rigid physical ideals for women. Survivors could best be served by the development of new treatment options targeted at modifying harmful behaviors and by eroding patriarchal visions of the female body. Instead, we are treated like social outliers who are shamed and told we have taken things too far. Denying the existence of sexism is a historically convenient method of the ignorant, and to tell an eating disorder survivor that our plight is of self-creation is to validate the disproportionate and unrealistic physical expectations for women that have permeated every aspect of society.

I will never forget the first time I saw my own reflection without wanting to see less of it. It took years for me to regain control of my life and body, both of which deserved respect and love after having spent years as a battleground. Sharing my story was the first step toward total recovery and remains my personal form of resistance. By speaking out, we can reduce the shame and stigma associated with eating disorders and give courage to millions of survivors.



ADDENDUM

 

Liebes Charité-Team, ich bin auf diese Statistik gestoßen. Das Therapiekonzept eurer Anorexie-Therapie ist signifikant wirkungsloser als ein Placebo! Ich selber bin ja auch immer wieder zurück gekommen, um wenigstens von dem Placebo-Effekt eines Krankenhausaufenthaltes zu profitieren, ihr schafft es aber offensichtlich bei vielen Essgestörten durch Psychoterror u. ä. sogar denselbigen aufzuheben, gibt euch das nicht zu denken? Eure Darstellung wird wahrscheinlich sein, dass das Konzept hochwissenschaftlich ausgearbeitet ist und das Krankenhausessen ausgewogen und schmackhaft, aber Essgestörte einfach therapieresistent sind.

 

 

https://d-nb.info/991897358/34 (Seite 85)

 

 

In einer Studie erzielten Essgestörte nach einer Gewichtszunahme einen durchschnittlichen IQ-Wert von ca. 115, was schon über dem Durchschnitts-IQ von Psychologen liegt. Ich würde vermuten, dass sie mit einem Normalgewicht vielleicht sogar den IQ von Ärzten übertreffen (vielleicht aber nur ein Wunschdenken ;-)). Ich wurde bei meinem extremen Untergewicht auch für geistig behindert gehalten. Brain size may yield clues to Anorexia

In it's most recent study, a few years ago, the CDC estimated the lifetime cost to society for dealing with all issues related to the child abuse of just one year's worth of traumatized kids is $585 billionan astonishing figure that obviously repeats each year !!!


Did you know:

Back then they said there were over 42 million survivors of sexual abuse in America.

Somewhere between 2/3 and ninety percent of sexual abuse victims never tell !!!

293,000 children and youth are estimated to be at risk of exploitation.

100,000 are prostituted annually.

90% are abused by someone they know, love or trust.

20% of child sexual abuse victims are under the age of 8 .. most never tell, and some don't recall the abuse.

More then 60% of pregnant teens have been sexually abused.

55% of girls living on the streets engage in prostitution.

20% of prostituted girls are transported across state lines for services.

The average age of entry for girls into prostitution is 12 to 14 years old.

One in 7 children who are regular Internet users receive sexual solicitations online.

1 in 3 is exposed to unwanted sexual material.

1 in 25 receives a request to meet someone in real life that they met online.

800,000 children are reported missing every year in the U.S. or 2,000 every day.

An estimated 200,000 are abducted by family members; 58,000 by non family members, the primary motive for which is sexual.

In the most serious cases, the child is abducted by a stranger and killed, held for ransom, or taken with the intention to keep.

80% glauben noch, dass eine chemische Imbalance im Gehirn die Ursache für Magersucht ist.

Sowohl "low-fat", wie auch künstliche Süßstoffe trugen zur Adipositas-Epidemie bei. 

So essen Magersüchtige in Australien:

Ich will keine Essgestörte auf dumme Ideen bringen, die Techniken haben sich in den letzten hundert Jahren stark geändert.

AYDS stellte sich als eine geschäftsschädigende Namenswahl für eine Diätpille heraus.

 

 

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Nachdem ich vier Tage (und zwei Nächte) vor der Charité protestiert hatte, und auch die essgestörten Patientinnen der Station 34 von meinen schweren Anschuldigungen erfuhren, sammelte Yvonne Catterfeld  am 19.06. Spenden für ein neues Zentrum für Essstörungen. ZUFALL?

 

Yvonne Catterfeld: "Zentrum für Essstörungen" in Berlin 

 

Das größte Problem ist aber wirklich nicht, dass es in Berlin nicht genügend Therapieplätze gibt!

 

Mich würde übrigens wahnsinnig interessieren, was in den letzten Monaten auf Station 34 passiert ist, und ob dieses Zentrum für Essstörungen realisiert wird, man kann mir auch anonym berichten: kontakt@psychiatrie-opfer.de

Offensichtlich ist jedenfalls, dass die leitenden Ärzte ausgewechselt werden müssen. Deutschlandweit gibt es nur eine Einrichtung für Essgestörte, die schlechtere Bewertungen hat, in Zukunft wird sich die Charite (in den letzten Jahren wiederholt zur besten Klinik Deutschlands gewählt (mit welcher Begründung?)) mehr anstrengen müssen.

Zuletzt habe ich diesen Artikel (aka Die wahren Hintergründe von Essstörungen) in einigen Facebook-Gruppen gepostet. Ich rechne nicht mit Reaktionen, bizarrerweise kam hier das einzige GEFÄLLT MIR von der KVPM (eine Scientology-Organisation, mit der ich letztes Jahr in Kontakt war).

Während ich selber doch sehr nachtragend bin, scheint mir Scientology überhaupt nicht übel zu nehmen, dass ich so schlecht über sie geredet habe.

Habe ich mich hinterher in ihnen geirrt, und sie wollten mir doch ganz selbstlos helfen?

Nachdem viele andere (online und auf der Straße) keinen Erfolg hatten, mir den Protest auszureden, kam am 54. Tag eine Russin, um mich netterweise vor der Organmafia zu warnen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hört sich ein bisschen zu an, als ob man eine Art Zeugenschutzprogramm für mich geplant hatte. 

 

"Was ist wenn WIR jemand finden, der Sie dort hin bringt, und dann können Sie dort leben mit Tieren..."

"Wieviel Geld bräuchten Sie denn?"

 

Zu meiner Verteidigung möchte ich hier erwähnen, dass ich vor zwei Jahren Dr. Sänger und Prof. Mackert auf Kaffee und Kuchen nach mir zu Hause eingeladen habe, und auch den Charité-Ärzten einige Angebote gemacht habe.

Aber was soll ich machen, wenn die Ärzte sämtliche Friedensangebote und Versöhnungsgespräche ignorieren oder ablehnen?

 

Download
Ernährungsleitlinien für Magersüchtige (Charité)
Diese Leitlinien hören sich wie eine Anleitung zum "Refeeding-Syndrom" an.
Anorexia Nervosa - Ernährungstherapeutis
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Ich habe Charité-Ärztin Dr. Verena Haas kontaktiert, und ihr den Artikel "Die wahren Hintergründe von Essstörungen" zum Lesen gegeben. Sie hat daraufhin veranlasst, dass die Ernährungsleitlinien aus dem Internet genommen werden.

Sie sagt, die Leitlinien wären in erster Linie für Adipositas gewesen, es geht aber sehr eindeutig um ANOREXIA NERVOSA.

 

 

 

Wer kann mir eine Erklärung für diese Ernährungsleitlinien geben?

(ohne "Verschwörungstheorien"!)

Magersüchtige, die diese Empfehlungen unkritisch annehmen müssen doch glauben, dass man stirbt, wenn man etwas Fetthaltiges isst.

Erinnert mich an eine Panikmache um einen Virus, die derzeit von einem anderen Charité-Arzt angeführt wird.

 



Force-feeding of rational prisoners has been a source of controversy for over a century. And recently, it has been a source of widespread condemnation by medical and human rights associations. Physicians for Human Rights and the American Medical Association both declared that, “forcible feeding is never ethically acceptable.The World Medical Association released guidelines “concerning torture and other cruel, inhuman, and degrading treatment,” which specifically address force-feeding — and these guidelines were endorsed by the Red Cross.

Holger Meins von der RAF verhungerte TROTZ ZWANGSERNÄHRUNG. Auch hier registrierte der Arzt, dass die künstliche Ernährung nicht funktionierte.

Als er [Holger Meins] am 9. November 1974, von seinem Anwalt in der Justizvollzugsanstalt Wittlich besucht wurde, wog er bei einer Größe von 1,83 Metern nur noch 39 kg.

 

Er war während seines 58 Tage andauernden Hungerstreiks künstlich ernährt worden, der Gefängnisarzt hatte in den letzten zwei Wochen jedoch täglich nur 400 bis 800, in den letzten vier Tagen nur 400 kcal verabreichen lassen.