Richtigstellung eines unseriösen Zeitungsartikels über mich

 

 

Von dem Berliner Kurier hätte ich mir keine seriöse Berichterstattung erwarten dürfen. Die Reporterin war zwar nett, sämtliche Zitate wurden mir aber in den Mund gelegt, fast alle Einzelheiten sind bestenfalls Halbwahrheiten. Ich möchte hier meine Kommentare zu dem Artikel abgeben.

 

 

 

An der Albrechtstraße sitzt ein junger Mann und hat die Beine gekreuzt. Neben ihm steht ein Schild: „Hungerstreik“. Der Berliner KURIER erzählt die sehr persönliche Geschichte von Julian (37), der gegen seine schlechten Erlebnisse in Berliner Kliniken protestiert. Sein Protest scheint kaum jemanden zu interessieren. Passanten laufen an ihm vorbei.

 

 

Ich freue mich, dass sich jemand für mich interessiert. Das tun nicht viele“, sagt er. Warum er hier sitzt? Er wünscht sich Gerechtigkeit und faire Prozesse für Fehlbehandlungen in Berliner Kliniken, wie er sagt. Er gibt den Ärzten die Schuld für sein Leiden. Julian lächelt freundlich, als die KURIER-Reporter auf ihn zukommen.

Er wirkt auf den ersten Blick nicht wie jemand, der sterben möchte. Aber das könnte passieren, denn er verweigert seit fünf Tagen [die meisten Menschen könnten monatelang ohne Nahrung überlegen. Ein paar Wochen Fasten ist nicht gesundheitsschädlich] jede feste Nahrung [flüssige Nahrung auch]. Julian, der in einem „guten Elternhaus in Grunewald“ [ich stamme weder aus einem guten Elternhaus noch aus dem Grunewald (sondern Zehlendorf)] aufgewachsen ist, hat viele Klinikaufenthalte hinter sich. Ärzte hätten bei ihm eine Essstörung diagnostiziert. [und zahlreiche andere Diagnosen]

 

 

Ich habe nur noch Obst und Gemüse [weniger Gemüse, dafür umso mehr Kokosnüsse] gegessen“, sagt er. Er wird in der geschlossenen Abteilung zwangsernährt und fixiert, bekommt schwere Psychopharmaka [warum traut sich die Reporterin nicht über die Elektroschocks zu schreiben?]. „Die Zwangsbehandlung hat mich erst richtig krank gemacht [Zwangsbehandlung macht jeden krank, mich hätte sie fast umgebracht!). Richtig interessiert, hat sich für mich niemand“, klagt Julian. Die schwere Krise begann vor 14 Jahren [die begann schon viel früher]. „Da hat sich mein Bruder das Leben genommen. Er hat mir so sehr gefehlt“,[auch wenn es sehr dramatisch klingt, diesen Satz habe ich nie gesagt] sagt Julian. Er verliert den Halt. Das Japanologie-Studium bricht Julian nach ein paar Semestern ab. Er bereist die halbe Welt, AustralienNeuseeland, Südostasien, den Nahen Osten. [Dort hielt ich mich nur in den ersten zwei Jahren meiner Reisen auf] Doch auch in der Ferne findet Julian nicht, wonach er sucht.

 

Freunde, die ihn, einen Exoten [ich bin kein Exot, sondern ein Exzentriker!], verstehen und so annehmen, wie er ist. Selbst eine Frau habe sich noch nie für ihn interessiert [So ein Unsinn. Hier werde ich als verbitterter INCEL portraitiert]. Seine Familie, Eltern und zwei Schwestern sind die einzigen Bezugspersonen in seinem Leben [stimmt auch nicht]. Julian bezeichnet sich als „Außenseiter der Gesellschaft“.

Junge und alte Menschen gehen seit fünf Tagen wortlos an ihm vorbei. Außer zwei Polizisten, die ihn ermahnen, den Platz binnen 24 Stunden zu räumen [die Polizei hat nicht mir direkt, sondern meinen Eltern eine Frist gesetzt], hat kaum einer nachgefragt, wie es ihm geht [als ob es mir nur darum ginge, dass Menschen sich nach meinem Wohlbefinden erkunden], so erzählt Julian. Warum sich niemand für ihn interessiert? Der Biopsychologe der FU Berlin, Dr. Peter Walschburger (72), erklärt das so: „In einer Großstadt ist man es gewöhnt, anonym aneinander vorbeizulaufen und denkt, da wird schon jemand anders helfen.“ In einer 500-Seelengemeinde im Schwarzwald hätte wohl eher mal jemand nachgehakt. „Der Fall ist sehr tragisch“, findet der Experte. Es sei ein Selbstmordversuch mit Hilfeappell. [Das ist der größte Unsinn! Der „Experte“ kannte mich nicht und meint einschätzen zu können, dass ich suizidal bin. Ich habe eindeutig klargestellt, dass ich nicht suizidal bin. Nur weil man keine Angst vor dem Tod hat, ist man nicht gleich suizidal!]

 

 

Julian wolle die Menschen aufrufen, ihm zu helfen. Der KURIER hat auch bei den Berliner Behörden nachgefragt: „Solange er nicht hilflos ist, können wir nichts tun“,[Was tun, mich wieder zwangsbehandeln und umbringen, wie es „fürsorgliche“ Autoritäten schon einmal gemacht haben?] sagte ein Sprecher der Polizei und verwies an den sozialpsychiatrischen Dienst des Bezirksamtes. Dort blieb die Antwort bis Redaktionsschluss aus. Wenn niemand hilft, könnte Julians Geschichte dramatisch enden. „Wenn er weiterhin nichts isst, wird er die Kontrolle über seinen Körper verlieren und kann sterben“, so Walschburger. [so ein Quatsch!]

 

Ob Julian wirklich sterben will? [ich habe nicht gesagt, dass ich sterben will, sondern Gerechtigkeit bekommen. Aber man kann natürlich nicht schreiben, dass mir WIRKLICH ein großes Unrecht angetan wurde] Er sagt: „Ich habe nichts zu verlieren. Mein Leben ist zerstört.“ Noch gibt es Hoffnung, dass er vielleicht doch auf einen Menschen trifft, der ihm wieder die schönen Seiten des Lebens zeigen kann. Das wäre Julian sehr zu wünschen. [Aber es gibt keine Hoffnung, dass die Schuldigen zur Rechenschaft gezogen werden, und ich eine Entschädigung bekomme?]

Ich bin ein großer Fan von Daniel Mackler. Von diesem Lied habe ich gerade einen Ohrwurm.

Eine ausgezeichnete Einführung, wie Psychiatrie funktioniert.



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An Experience Much Worse Than Rape’: The End of Force-Feeding?
Ein Kapitel aus dem Buch "A History of Force Feeding" von Ian Miller.
Das vollständige Buch ist hier zu lesen: https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-319-31113-5
Miller2016_Chapter_AnExperienceMuchWorse
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Ein Dokumentarfilm von Daniel Mackler über Schizophrenie, wo die Heilungserfolge ohne Psychopharmaka deutlich besser sind.



Ein humorvoller Scientologe und die deutsche Greta, welche bedauerlicherweise etwas kamerascheu ist bei der Ausstellung "Psychiatrie - Nebenwirkung Tod".

Ein Kritikpunkt von N. (Foto links) war, dass auf der Patientenverfügung Lobotomie genannt wird, obwohl diese in der Gegenwart nicht mehr praktiziert wird, und dass den Menschen auf diese Weise Angst gemacht wird. Die Psychiatrie hat aber besser getarnte Nachfolger entwickelt, wie Dr. Peter Breggin in diesem Video erklärt.

 

 

 

 

 

 

Elon Musks Brain Chip geht in die selbe Richtung.