Die Wahrheit über die schulmedizinische Anorexie-Therapie

 

Vorab möchte ich klar stellen, dass Magersucht eine Krankheit ist, die zu ernsthaften gesundheitlichen Schäden und zum Tod führen kann, und Betroffene dringend Hilfe benötigen. Ich argumentiere nur dafür, dass die schulmedizinische Behandlung die denkbar schlechteste ist.

Anorexia nervosa wird von vielen Ärzten als eine unheilbare Krankheit angesehen, weil keine medikamentöse Behandlung wirksam ist, und auch andere Therapien wenig Erfolg zeigen.

 

Auch wenn Essstörungen mulitkausal sind, spielen traumatische Kindheitserlebnisse eine entscheidende Rolle.

 

Die gängigen schulmedizinischen Therapien, Esszwang und Verhaltenstherapien, sind ineffektiv, weil sie nur die Symptome (das Essverhalten) adressieren, die eigentlichen Ursachen aber ignorieren. Der Fokus wird darauf gelegt, spezifische  Gedanken und Verhaltensweisen zu ändern, und gleichzeitig Erinnerungen zu verdrängen. Diese Therapieformen können grausam sein, und die Betroffenen retraumatisieren.

Mit Psychotherapie kann nicht das implizite Gedächtnis in der rechten Gehirnhälfte erreicht werden, und ist deswegen für Trauma-Patienten ebenfalls ungeeignet.

 

Dieses Zitat ist meiner Meinung nach repräsentativ für die Schulmedizin:

 

"Die sich in der vereinheitlichenden Beschreibung herauskristallisierenden „durchgehenden Züge“ erlauben eine Durchgliederung des empirischen Materials nach prägnanten Tendenzen der „Wirkungseinheit“ Magersucht.

 

Trotz der jahrzehntelangen Misserfolge wird weiterhin nach organischen Ursachen gesucht. Als Expertise bei Anorexia nervosa gilt in Deutschland die Charité, ich möchte als Beispiel eine Publikation der Vorzeigepsychologin L. Erdur anführen, für welche diese einen Doktortitel verliehen bekam. In der Studie wurde untersucht, ob Stimuli (Fotos von Frauenkörpern, Essen) sich auf das Essverhalten auswirken. Die Hypothesen -

 

Patientinnen mit AN und somatischer Komorbidität haben ein höheres Mortalitätsrisiko als Patientinnen mit AN ohne somatische Komorbidität.“[1]

- sind genauso inhaltsleer und selbsterklärend wie die Ergebnisse:

"Die Ergebnisse der ersten Studie zeigten, dass die affektiven Stimuli von allen vier Gruppen hinsichtlich der Valenz nicht signifikant unterschiedlich bewertet wurden: aversive Stimuli wurden als unangenehmer als neutrale bewertet, positive Stimuli als angenehmer als neutrale Stimuli. Analog zeigten sich ein höheres Angstniveau in allen Gruppen bei aversiven Reizen als bei neutral/positiven Reizen, sowie ein niedrigeres Angstniveau bei positiven gegenüber negativen Reizen."[1]

 

Der Fachjargon und die hohe Frequenz an Fremdwörtern täuscht nur über die Trivialität der Studie hinweg. In anderen Publikationen untersucht sie die Herzratenvariabilität, abnormale Brainscans und sucht in der Gehirnchemie (zu hoher Serotonin-Spiegel) die Ursache für AN. Sie versucht die Krankheit zumindest in ihren Publikationen ausschließlich mit dem biomedizinischen Modell zu erklären und ist damit in einer Linie mit der Psychiatrie, welche psychosoziokulturelle Ursachen von psychischen Krankheiten entweder verleugnet oder ignoriert. Ein Beispiel ist, dass noch vor 40 Jahren autoritäre psychiatrische Literatur Inzest als eine Fantasie bezeichnete, dass es nur in einer von 1 Millionen Familien vorkommt, neuere Studien gehen von 1 in 20 aus, bei Stiefvätern sogar 1 in 7. Das gleiche gilt für weitverbreitete Pädophilie und sexuelle Missbräuche, so realitätsfremd können Psychiater nicht gewesen sein, welche Motivation könnte man haben, diese Realität zu verheimlichen, die besonders bei AN sehr oft relevant ist.

Freud erwähnt im Zusammenhang mit dem Ess-Brechverhalten die orale Sexualität evtl. mit Verschlucken des Geschlechtsgliedes des Vaters. Diese Bemerkung zielt auf die innere Realität der Patientin hin. Heute wissen wir jedoch, dass häufig Realtrauma zur Geschichte bulimischer Patienten gehören. 60 – 80 % stationär behandelter Patientinnen mit Bulimie weisen eine Missbrauchsgeschichte mit sexuellem Übergriff, Inzest oder Vergewaltigung auf, zu welcher nicht selten auch Nötigung zum oralen Geschlechtsverkehr gehört” [3]

In der meisten Literatur über Anorexie wird dieses Thema vollständig übergangen, auf www.magersucht.de steht:

In vielen Magersuchtsfamilien empfindet der Vater einen leicht erotischen Gefallen an seiner heranwachsenden Tochter. Dieser Problematik geht die Tochter mit der Abmagerung aus dem Weg, da sie das "Frau werden" mit dem Hungern unterdrückt.”

Es muss ein Schlag ins Gesicht für die Opfer sein, sexuellen Missbrauch als “leicht erotischen Gefallen” zu bezeichnen. Ärzte und Therapeuten sind ein Faktor, warum nur ein kleiner Prozentteil von Vergewaltigungen strafrechtlich verfolgt werden.“

"Nach Überzeugung von ca. zwei Dritteln einer 1999 befragten Stichprobe von 91 psychotherapeutischen ExpertInnen ist es für sie dann ein Hinweis darauf, dass es sich bei den Erzählungen ihrer KlientInnen um ein Phantasieprodukt handelt, wenn diese KlientInnen die Schuld für das Geschehen eher beim Täter suchen oder wenn sie mit größerer Sicherheit davon ausgehen, dass dieses Ereignis tatsächlich stattgefunden hat. Damit wird deutlich, was für ein Ausmaß an geradezu grotesker Verwirrung im psychotherapeutischen Lager herrscht.” [6]

Die Realität sieht jedoch anders aus:

The significance of sexual conflicts in many patients with eating disorders has been well documented. However, even when these have been considered to have some degree of etiological importance, the occurrence of actual sexual trauma or incest in the early lives of these patients has been generally neglected in the literature. At one point in time, it was noted that five of six patients on an inpatient unit for eating disorders revealed an early history of sexual abuse or incest.” [4]

 

Zudem finden sich bei Essgestörten biologische Veränderungen wie Neurotransmitterstörungen, Fehlfunktionen des Stoffwechsels und des Hormonsystems oder Störungen des Hunger- und Sättigungsgefühls. Allerdings ist nicht immer klar, ob diese Veränderungen Ursache der Essstörung sind oder ob sie als Folge auftreten.“[5]

Auch Laurence stellt sich die Frage:

Zum einen stellt sich die Frage, inwieweit spezifisch beobachtbare Merkmale während einer akuten AN Korrelate des Untergewichts sind oder eher krankheitsunabhängige Merkmale darstellen (hen or egg, state or trait)“[1]

Sie scheint aber zu einem kausalen Zusammenhang zu tendieren, sonst würde sie nicht diese Studien machen. Es sollte leicht verständlich sein, dass starkes Untergewicht und eine veränderte Emotionalität physiologische Begleiterscheinungen haben. Wenn diese biologischen Symptome nur Folgen, aber nicht Ursachen der Krankheit wären, würde sich der große Arbeitsaufwand kaum lohnen. So wie ich sie kennen gelernt habe, legt sie großen Wert darauf, als eine Wissenschaftlerin wahrgenommen zu werden, und legt ihre Schwerpunkte auf empirisch erforschbare und quantifizierbare Gebiete (Herzschlagvariabilität), welche aber absolut irrelevant sind.

Wie wird das Ergebnis der Studie (Stimuli), welches einem der gesunde Menschenverstand hätte sagen können, für die Therapie verwendet?

Eine Langzeitpatientin, die am Stück über einem Jahr stationär in der Charité aufhielt, erlitt durch den Krankenhausfraß ein zusätzliches Trauma. Ich hatte viele nicht-essgestörte Zimmernachbarn, welche auf Grund des ungenießbaren Krankenhausessen während des Aufenthalts viel Gewicht verloren, oder sich selber mit Essen versorgten, wozu Essgestörte keine Möglichkeit haben. Das allerwichtigste, um die Freude am Essen wieder zu gewinnen, wäre doch appetitliches, gesundes und liebevoll zugerichtetes Essen. Das Krankenhausessen lässt sich eindeutig als einen „aversiven Stimulus“ kategorisieren. In anderen Kliniken (z.B. Vivantes) soll das Essen noch unerträglicher (schimmeliges Brot u. a. ) sein. Der Milchreis in der Charité ist unerträglich mit Süßstoff gesüßt. Studien haben gezeigt, dass bei gleicher Kalorienmenge Süßstoff zu einer größeren Gewichtszunahme führen, weil der Metabolismus verändert wird (gleichzeitig aber hochgradig neurotoxisch ist). Deswegen wird Süßstoff auch in der Tiermast verwendet. STUDIE  

Außerdem wurden in der Studie Frauenkörper als Stimuli ausgetestet. Auf der Charité-Psychosomatik gibt es eine junge, hübsche, charismatische und einigermaßen gesund aussehende Ernährungsberaterin, die aber Privatpatienten vorbehalten zu sein scheint. Dann gibt es noch eine Diätassistentin (eine Ausbildung, die einen Hauptschulabschluss erfordert), welche für die Essgestörten zuständig ist. Sie könnte nicht entgegengesetzter zu der Ernährungsberaterin sein, sie macht den Eindruck, als ob man wie beim Essen gezielt nach einem „aversiven Stimulus“ gesucht hat. Sie scheint selber große psychische Probleme zu haben, man könnte meinen ihr unerfüllter Kinderwunsch hat sich in einer chronischen Scheinschwangerschaft manifestiert. Jedenfalls hätte sie dringend eine Entschlackungskur notwendig. Die Magersüchtigen, welche von ihr beraten werden, müssen in einem permanenten Panikzustand sein, am Ende so auszusehen, wie die Diätassistentin, wenn sie ihren Ernährungsplan befolgen. Ihre Kenntnisse beschränken sich auf die BMI-Formel und die Kenntnis der Ernährungspyramide, ich habe sie ausgetestet. Essgestörte, die sie nicht leiden kann, bekommen das in ihren Essensbestellungen zu spüren.

In der Klinik Havelhöhe Berlin ist als Ernährungsexpertin eine „ehemalige“ Anorektikerin/Bulimikerin, Katja Stein, zuständig. Als ich sie vor kurzem sah, wirkte sie noch magerer, als die essgestörten Patientinnen. Wenn man weiß, wie sehr Magersüchtige untereinander konkurrieren, sollte man verstehen, wie kontraproduktiv eine stark untergewichtige Ernährungsberaterin ist.

Weiterer Nonsens:

Im Rahmen triebtheoretischer Analysen wurde Magersucht zudem unter dem Gesichtspunkt ödipaler Konflikte gedeutet: Ödipale Konflikte, also Konflikte infolge eines fehlgeschlagenen Identifizierungsprozesses mit der eigenen Geschlechtsidentität, bedingen demnach das symptomatische Verhalten Magersüchtiger, verstanden als oralisierte Form einer Empfängnisphobie. Diese Theorie ist jedoch als unzureichend für das Auftreten von Magersucht zu bewerten, zumal sie die stetig steigende Rate von Erkrankungen trotz Aufklärung und zunehmender Emanzipation nicht zu erklären vermag.“

 

Ein weiterer Aspekt triebtheoretischer Überlegungen zielt auf das autodestruktive Verhalten, das Magersüchtige aufweisen. Anlehnend an FREUDS Ausführungen zum Todestrieb interpretiert HANS WILLENBERG die anorektische wie auch die bulimische Symptombildung als eine autodestruktive Verhaltensstörung im Sinne einer ungehemmten Form des Todestriebes. So gesehen steht Magersucht für eine Auflehnung gegen biologische Gesetzmäßigkeiten, für ein Spiel mit dem Tod, welches – den Drang nach Autonomie beinhaltend – die Kehrseite des Wunsches nach Sicherheit und Schutz bildet.

 

Wenigstens folgt in der selben Publikation gleich eine Selbstkritik:

 

Offensichtlich ist, dass Verhaltenstheorien in ihrem gedanklichen Ansatz tiefenpsychologischen/psychoanalytischen und auch psychomorphologischen Konzepten ganz klar gegenüberstehen. Verhaltenstheorien versuchen Verhalten zu objektivieren und „mechanisch“ zu beeinflussen. Kritik wird an beiden Konzepten geübt. Wesentlicher Angriffspunkt speziell bei der analytischen Behandlung Magersüchtiger liegt in der zurückhaltenden Behandlung der Symptomatik. Starke Auszehrungszustände müssen immer erst – sei es im äußersten Fall durch Zwangsernährung – behoben werden, damit Patienten sowohl körperlich als auch mental überhaupt erst therapiefähig sind. Zugleich zeigen Magersüchtige einen starken Widerstand, wenn sie die Krankheit leugnen und keinerlei Einsicht zeigen. In diesem Fall ist davon abzuraten, Widerstände zu forcieren, da die stärkste Widerstandsform – die Nahrungsverweigerung – zur Waffe gegen den Therapeuten eingesetzt werden kann. Dann ist dieser doch gezwungen einzugreifen, sprich den Widerstand zu brechen und den Patienten zur Nahrungsaufnahme zu zwingen.“

 

Das mangelnde Einfühlungsvermögen muss also mit Gewalt kompensiert werden.

 

Kritikpunkte bezüglich der Verhaltenstherapie beziehen sich im Umkehrschluss gerade auf die Symptombezogenheit. Sicherlich bergen lerntheoretische Konzeptionen Potential in der psychologischen Verhaltensforschung, doch greifen sie immer zu kurz, wenn sie ein ganzheitliches Erleben und Geschehen unberücksichtigt lassen. Zudem muss auch bei so bezeichneten „kognitiven Defiziten“ gefragt werden, in welchem Gesamtzusammenhang sie zu sehen sind und ob eine rein kognitive Betrachtung dieses Phänomens ausreichende Erklärung bietet. Muss man nicht vielmehr fragen, welchen „Sinn“ (in einem Gesamtzusammenhang verstanden) ein Verleugnen verfolgt? Es deutet sich an, dass mit der im Folgenden vorgestellten Methode ein anderer Weg gesucht wird, um „magersüchtiges Geschehen“ zu ergründen und verständlich zu machen.“ [14]

 

BMI

 

Der BMI ist eine Formel, die sich von einem Mathematiker erdacht wurde und keine medizinische Relevanz hat. Der BMI-Wert korreliert lediglich mit Über/Untergewicht. Ein Bodybuilder, der fast kein Körperfett hat würde von seinem BMI als „Adipositas“ gewertet werden. Auch wird die Knochenschwere, der Körperbau oder extrazelluläres Wasser nicht berücksichtigt. Manche verhungern mit einem BMI 14, andere können mit einem BMI 10 noch in einer eigenen Wohnung wohnen. Sich an solchen Werten zu orientieren, ist nur fehlleitend.

Auch lässt sich der Kalorienbedarf nicht mit einer Universalformel berechnen. Ich habe unzählige Male erlebt, dass die Kalorienmenge bei nicht-essgestörten Zimmernachbarn falsch war und angepasst werden musste.

Wenn bei Essgestörten nicht die gewünschte Gewichtszunahme/-abnahme erzielt wird, gibt man den Patienten die Schuld. Einer Übergewichtigen wurde gesagt, sie würde nicht abnehmen, weil sie zu wenig Kalorien essen würde, in Wirklichkeit ist die Ursache im ungesunden Krankenhausessen zu suchen.

Ein magersüchtiges Mädchen, welches sehr athletisch und körperlich aktiv war, schaffte mit der ausgerechneten Kalorienzahl nicht die erforderliche Gewichtszunahme, weil sie einen höheren Energiebedarf hatte. Obwohl sie alles gegessen hatte, bekam sie daraufhin eine Gelbe Karte. (sie musste dann heimlich Süßigkeiten essen, um zuzunehmen)

Danach lag sie mit einem Heulkrampf gekrümmt auf dem Fußboden. Gelbe Karten werden nicht als „Strafen“ bezeichnet, sondern euphemistisch als „Konsequenzen“. Eine typische Belohnung beim Erreichen des Gewichtziels ist, dass sich Essgestörte ein Eis kaufen "dürfen". (Bestenfalls für Bulimiker eine Belohnung).

In anderen Anorexie-Kliniken wird der Kalorienbedarf nicht individuell ausgerechnet. In Havelhöhe bekam ich die gleichen Portionen, wie zwei Köpfe kleinere Mädchen, was unter 2000 kcal war. In dem Essvertrag stand zwar, dass ich zusätzliches essen dürfte, als ich den Ärzten sagte, dass ich mich nie an den Plan gehalten hatte (aber trotzdem viel Gewicht zugenommen hatte) wurde mir auferlegt, mich streng an den Plan zu halten, worauf ich wieder viel Gewicht verlor, was sehr frustrierend für mich war, weil ich zu dieser Zeit eine bessere Verdauung hatte. Schließlich bekam ich einen Rote Karte, weil ich mir zum Mittagessen ein Brötchen zusätzlich genommen hatte, was sehr demoralisierend und traumatisierend war.

Eine „Konsequenz“ für Vertragsbruch oder Regelverstößen kann sein, dass Essgestörte wochenlang die Station nicht verlassen dürfen, und keine Sonne und frische Luft abbekommen, was sehr kontraproduktiv und gesundheitsschädlich ist.

Es wird auch die Freiwilligkeit von Essverträgen betont. Wenn man sich aber dagegen entscheidet, einen zu unterschreiben, wird man höchstwahrscheinlich noch früher entlassen, weil man sich nicht auf die Therapie einlässt.

Als ich 2011 das erste Mal die Anorexie-Diagnose bekam, wurde mir gleich mitgeteilt, dass die Überlebensrate bei diesem Krankheitsbild nur 50% sei, was nicht der Wahrheit entspricht, aber mich anscheinend motivieren sollte, mehr zu essen.

Eine Analogie für Anorexie-Programme ist die Fleischindustrie, in der das Schlachtgewicht zählt, welches auf Kosten der Gesundheit der Tiere maximiert werden soll. Für die Krankenkasse zählt einzig und allein eine Gewichtszunahme während des stationären Aufenthalts. Diese lässt sich gut mit einer Magensonde bzw. Trinknahrung erzielen, weil diese Wassereinlagungen verursacht. Aber selbst wenn ein Großteil der Gewichtszunahme nur Wasser ist, die Zahl auf dem Papier zählt.

Als ich vor drei Jahren in einem lebensbedrohlichen Zustand in die Charité eingeliefert wurde, und kein Arzt es für möglich hielt, dass ich überleben würde, verweigerte ich die Magensonde und Trinknahrung. In sehr kurzer Zeit nahm ich mit regulärem Krankenhausessen über 20 kg zu, schneller als alle Essgestörten mit künstlicher Ernährung und ohne Wassereinlagungen.

Sondennahrung oder Trinknahrung (Fortimel, Fresubin) ist für den Körper extrem toxisch. Die synthetischen Mikronährstoffe und die fragmentierten denaturierten Makronährstoffe haben für den Körper außerdem eine schlechte Bioverfügbarkeit. Zur Verdeutlichung kann man sich die Verschlechterung meiner Blutwerte im Oktober 2014 bei ausschließlich künstlicher Ernährung anschauen, die erst wieder besser wurden, als ich auch natürliches Essen aß.

Außerdem ist es ein Widerspruch, dass Essgestörte ungesunde, teure Trinknahrung bekommen, um die Kalorienzufuhr/die Gewichtszunahme zu maximieren, und gleichzeitig unreifes Obst, welches nicht nur ungesund ist, sondern zur Gewichtsabnahme führt. Man bekommt sehr selten reifes Obst im Krankenhaus, und wenn, dann sind es Äpfel, eine Obstsorte, die auch nicht optimal zum Gewicht zunehmen ist. Weil die Küche pro Patient nur ein Budget von 3 Euro hat, wird die schlechteste Nahrungsmittelqualität gewählt. Das Essen ist voll von Zusatzstoffen, alle aufgenommenen Schadstoffe sind für den Körper ein Signal, weniger zu essen. Wenn man sich überlegt, dass die Krankenkasse für die Behandlung der durchschnittlichen Magersüchtigen hunderttausende Euros ausgibt, stellt sich doch die Frage, warum man nicht mehr Geld für das Essen ausgeben will.

 

In den Leitlinien zur Behandlung von Essstörungen der Charité Benjamin-Franklin wird 5 Mal die große Bedeutung von fettarmen Nahrungsmitteln betont, und damit die irrationale Phobie der Essgestörten verstärkt. Von Obst, Gemüse oder Nüssen ist kein Wort die Rede. Hier ist ein Screenshot:

https://www.dgem.de/sites/default/files/PDFs/Veranstaltungen/Fortbildungen/2011/edi_2011/edi11_Haas.pdf

 

So oft wie unterstrichen und fett gedruckt "fettarm" und "wenig Fett" genannt wird, würde man denken, dieser Text wäre von Magersüchtigen und nicht von Ernährungsexperten verfasst. Der Krankenhausküche sollte man den 8. Punkt ans Herzen legen.

Wenn man kalorienarme Getränke bevorzugen soll, ist dann eine Diät-Cola gesünder als ein frischgepresster Fruchtsaft?

Hierbei handelt es sich um klassische double-bind Botschaften. Einerseits wird Essgestörten gesagt, sie müssten unbedingt mehr essen, gleichzeitig wird ihnen vermittelt, fettarm und kalorienarm sei etwas positives. Der Fett- oder Kaloriengehalt hat in Wirklichkeit absolut keine Aussagekraft über den Gesundheitswert. Den Leitlinien zufolge sollte man Obst besser meiden, entweder zu kalorienreich oder zu wasserreich, eins von beiden. Den Vitaminbedarf kann man auch mit Trinknahrung decken.

 

Antidepressiva

Jede zweite Magersüchtige hat als Komorbidität Depressionen, weswegen ihnen oft SSRIs verschrieben werden. Der Wirkungsmechanismus dieser Psychopharmaka besteht darin, den Serotonin-Spiegel zu erhöhen. Die Hypothese, dass ein Serotoninmangel die Depression verursacht wird bei Magersucht aber nicht bestätigt, Magersüchtige haben sogar einen abnormal hohen Serotonin-Spiegel.

Kurzeitige Nahrungskarenz -> gesteigerte Serotonin-Synthese • Mittelfristig führt Nahrungskarenz bei jungen Ratten zur Hemmung des Serotonin-reuptakes (entspricht der SSRI-Wirkung).

Warum wird Magersüchtigen trotzdem Antidepressiva verschrieben?

 

STUDIE - Auch Fluoxetin macht langfristig dick

Vor zwei Jahren gab es auf der Station für Essgestörte in der Charité ein Mädchen, die durch eine unheilbare Darmkrankheit am Verhungern war. Sie war jemand die in ihrem Leben bei allem erfolgreich gewesen war, jeder wollte mit ihr befreundet sein, die Männer lagen ihr zu Füßen, sie hatte einen Freund nach dem anderen, mit denen immer sie Schluss machte. Sie ging mit ihrem Schicksal bewundernswert um. Weil alle mit ihr Mitleid hatten, wurde es von der Ärzteseite lange toleriert, dass ich ihr Massagen gab. Dann gab es noch eine Langzeitmagersüchtige, die anfangs nur 22 kg gewogen hatte. Bei ihr hatten entgegengesetzte Lebensumstände zu dem selben Ergebnis geführt. Sie äußerte den Wunsch nach einer Massage, worauf ich zustimmte. Ich wollte es nicht heimlich machen, ihre Zimmernachbarin war dabei und wir ließen die Zimmertür offen, weil ich nicht der Meinung war etwas Unanständiges oder Schädliches zu tun. Eine Schwester kam ins Zimmer und wir beide bekamen von den Ärzten eine Rote Karte, weil Körperkontakt verboten wären und das Therapieziel gefährden würden. Das stellt doch wieder die Frage, was das wirkliche Therapieziel ist. Bei mir ging es im folgenden Jahr wieder bergab, das Mädchen wollte danach nicht mehr in Therapie kommen, sie hatte sich aufgegeben. Sie wurde noch einmal mit dem Hubschrauber in die Charité gebracht, nachdem sie von ihrem Vater wiederbelebt worden war.

Körperkontakt ist auch unter weiblichen Patienten offiziell streng verboten, Umarmungen werden bestenfalls toleriert. Auch Freundschaften unter den Patientinnen werden ungern gesehen, da sich diese „auf sich selbst konzentrieren sollen“.

Studien mit engen (Tauch-)Anzügen haben ergeben, dass die Magersüchtigen wieder zu essen anfangen, wenn sie sich gehalten fühlen (z.B. Grunwald & Weiss, 2005).

Bei meinem letzten stationären Aufenthalt gab es eine weitere Langzeitmagersüchtige, welche schon seit 20 Jahren in Behandlung war, und mit Mitte 30 eine so starke Osteoporose hatte, dass ihr Bein von alleine gebrochen und schief wieder zusammengewachsen war und sie einen Buckel hatte. Als Ursache wurde ihr von den Ärzten ihr starkes Untergewicht genannt. Es gibt keine Evidenz, dass Calciumpräparate gegen Osteoporose überhaupt helfen. [7]

Es gibt dazu noch viele Studien, dass von allen Calciumpräparaten Calciumcarbonat die geringste Bioverfügbarkeit hat und sich nicht signifikant von einem Placebo unterscheidet und außerdem viele Gesundheitsprobleme verursacht, da sich das anorganische Calcium im Körper ansammelt. [8]

Trotzdem wird in der Schulmedizin hauptsächlich Calciumcarbonat verwendet. Mit hochdosierter Zufuhr von Calciumcarbonat verschlechterte sich mein Calciumwert während der Zwangsernährung von 2,24 auf 1,77! In einer Flasche Fortimel ist bereits 400mg Calciumcarbonat, als meine Calciumwerte sich so stark verschlechterten, bekam ich noch zusätzlich drei Calciumtabletten, insgesamt bis zu 6000mg Calcium (!), die Empfehlungen lauten nicht mehr als 500mg.Blutwerte 2014

Außerdem bekam sie die Tabletten zur falschen Tageszeit (morgens). Für Osteoporosepatienten ist eine Vitamin K2-Supplementation essentiell, da dieses für den Calciumtransport notwendig ist. Von diesem Vitamin scheinen Schulmediziner aber noch nicht gehört zu haben. Außerdem bekam sie ohne Indikation Pantozol, ein Medikament, welches die Calciumaufnahme stört, und Osteoporose verursacht [9]. Es ist bekannt, dass Ärzte von der Pharmaindustrie Geschenke bekommen, wenn sie viele und hochdosierte Medikamente verschreiben. Außerdem ist das Krankenhausessen extrem säurebildend und entzieht dem Körper Calcium. Das gleiche gilt zu einem noch höheren Maß für Trinknahrung. Es gibt auch schon Therapien für Osteoporose (z.B. Pulsed Electromagnetic Field Therapy (PEMF)), die aber in der Schulmedizin keine Anwendung findet.

Die hohe Komorbidität bei Magersucht und die geringe Lebenserwartung wird von Ärzten ausschließlich mit dem Untergewicht erklärt. Ärzte versuchen aber auch die um 30 Jahren verringerte Lebenserwartung von Schizophrenen damit zu erklären, dass es unter Schizophrenen mehr Raucher gibt, was sehr absurd ist. Ein großer Teil der Gesundheitsschädigung entsteht offensichtlich durch die Krankenhausbehandlung: Psychopharmaka, Sondennahrung, Fehlmedikationen, Krankenhausessen. Zweifellos würden viele Essgestörte ohne ärztliche Hilfe noch schneller Verhungern, ich frage mich aber, ob dies nicht in manchen Fällen zu bevorzugen wäre. Ich bin auch dagegen, Komapatienten jahrelang am Leben zu erhalten. Eine extreme Langzeitmagersüchtige, die in einem Pflegeheim wohnt, wo sie keine sozialen Kontakte hat, kommt regelmäßig auf die Charité-Psychosomatik, wo die einzige Behandlung ist, dass sie eine PEG-Sonde gelegt bekommt, da man sie als hoffnungslos aufgegeben hat. Ich bin der Meinung der Tod wäre für sie eine Erlösung.

Mäßige Erfolge soll die Kognitive Verhaltenstherapie bei Anorexie haben. Aber auch hier werden die Ursachen ignoriert, es wird nur versucht, das Verhalten zu verändern, es kommt bestenfalls zu einer Symptomverschiebung. Die Patienten werden wie seelenlose automatenhafte Wesen behandelt, die man wie Ratten konditionieren kann, was ich sehr entwürdigend finde.

Obwohl eine ausreichende empirische Evidenz fehlt, besteht Einigkeit darüber, dass eine psychotherapeutische Behandlung der AN unabdingbar ist.“ [2]

Das hört sich für mich wie ein quasireligiöses Dogma an und entlarvt Psychotherapie als Pseudowissenschaft.

Ich unterstelle den meisten Ärzten und Therapeuten keine Böswilligkeit, aber alle haben eine lebenslange Indoktrination hinter sich, und die wenigsten Menschen haben die Fähigkeit, Gegebenheiten und Autoriäten in Frage zu stellen. Und wie Essgestörte sind sie sehr gut darin, sich selbst zu belügen. Auch wenn sie viele Mißstände erkennen, wissen sie, dass sie das System nicht ändern können, und verdrängen es.

Und auch wenn die meisten Patienten das Gefühl haben, Ärzte und die Schulmedizin würde ihnen helfen, muss das nicht wirklich der Fall sein, das nennt man „naiver Realismus“.

Die Schulmedizin ist nur eine Fassade, welche den Anschein vermitteln soll, sie würde Menschen heilen. Ein Krankenhaus schreibt sehr schnell rote Zahlen, wenn es nicht schafft, alle Betten zu belegen. Nachhaltig geheilte Patienten würde Bankrott bedeuten.

Die Psychiatrie und Psychologie dient zudem dazu, zu verhindern, dass gesellschaftliche Realitäten wie Pädophilie und satanistische Rituale an die Öffentlichkeit kommen. Während fast täglich neue Krankheitsbilder sich ausgedacht werden, um noch mehr Medikamente verschreiben zu können, sollte im DSM 5 Pädophilie ursprünglich nicht mehr als psychische Störung, sondern als „sexuelle Präferenz“ klassifiziert werden, um die Betroffenen nicht zu stigmatisieren. Als es einen Aufschrei der Empörung über diese Änderung gab, wurde es als "typographischer Fehler" bezeichnet. Es gibt eine Agenda Pädophilie/Hebephilie gesellschaftsfähig zu machen, in den 80er Jahren gab es Bewegungen (die Grünen u. a.), die für die Legalisierung von Sex mit Kindern eintrat. Als dieser Ansatz scheiterte, wurde zu subtileren Methoden übergegangen.

2007 wurden von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zwei Broschüren herausgegeben, "Körper, Liebe, Doktorspiele", hier sind einige Auszüge:

Scheide und vor allem Klitoris erfahren kaum Beachtung durch Benennung und zärtliche Berührung (weder seitens des Vaters noch der Mutter) und erschweren es damit für das Mädchen, Stolz auf seine Geschlechtlichkeit zu entwickeln.“ (S. 27) Kindliche Erkundungen der Genitalien Erwachsener können „manchmal Erregungsgefühle bei den Erwachsenen auslösen.“ (S. 27) „Es ist ein Zeichen der gesunden Entwicklung Ihres Kindes, wenn es die Möglichkeit, sich selbst Lust und Befriedigung zu verschaffen, ausgiebig nutzt.“ (S. 25) Wenn Mädchen (1 – 3 Jahre!) dabei eher Gegenstände zur Hilfe nehmen, dann soll man das nicht „als Vorwand benutzen, um die Masturbation zu verhindern.“ (25) Der Ratgeber fände es „erfreulich, wenn auch Väter, Großmütter, Onkel oder Kinderfrauen einen Blick in diese Informationsschrift werfen würden und sich anregen ließen – fühlen Sie sich bitte alle angesprochen!“ (S. 13).Im „Ratgeber für Eltern zur kindlichen Sexualentwicklung vom 4. – 6. Lebensjahr“ werden die Eltern darüber aufgeklärt, dass „Genitalspiele in diesem Alter Zeichen einer gut verlaufenden psychosexuellen Entwicklung sind“, dass Selbstbefriedigung unterstützt werden soll (S. 21) und alle anderen Formen von sexuellen Spielen, etwa „die Imitation des Geschlechtsaktes“ und „der Wunsch nach Rückzug in Heimlichkeit“.

In fachlicher Hinsicht geben 93 Prozent der Erzieherinnen eine positive Stellungnahme ab. Sie beurteilen die Broschüre als praxisnah und die Ratschläge als gut umsetzbar. Die Broschüre wird als informativ bewertet, als sachlich fundiert und umfassend.[10]

Ein gutes Beispiel sind die Thesen des renommierten Psychiaters Otto Kernberg, welcher von seinem Kollegium in der Öffentlichkeit nicht kritisiert wird:

Eine Grundschülerin erlebt die Vergewaltigung durch ihren Vater also als einen „sexuell erregenden Triumph über ihre Mutter“; dabei lädt sie „(ödipale) Schuld“ auf sich, die sie später „tolerieren“ muss; ihr Triumphgefühl ist ihr zunächst „unbewusst“; und nur ein geschulter Psychoanalytiker wie Otto Kernberg versteht sich darauf, ihre unbewussten Impulse zu entschlüsseln; die Aufgabe der Psychoanalyse ist es, ihr ihre alten Schweinereien bewusst zu machen. Das soll ihr helfen, sich mit den eigenen Verfehlung zurechtzufinden; dadurch kann sie sich endlich selbst als Handelnde erleben und die Opferrolle verlassen: Mit dem Zauberwort „unbewusst“ versucht die Psychoanalyse seit über 100 Jahren selbstzufrieden, ihre unselige Pseudo-Argumentation gegen jeden Widerspruch und jede Kritik von außen zu immunisieren. [11]

Das (angeblich) fruchtbare Ergebnis seiner Arbeit mit diesem Opfer frühkindlicher Erfahrung von sexualisierter Gewalt sieht Kernberg so: „Sie erlangte so die Fähigkeit, sich mit dem Täter zu identifizieren, nämlich mit der sexuellen Erregung des sadistischen, inzestuösen Vaters, und so wurde es ihr auch möglich, den Hass gegen den Vater mit dem Verstehen seines sexuellen und ihres sexuellen Verhaltens zu verbinden.“[12]

 

Das ist der Zeitgeist der heutigen Psychologie, die Aufhebung jeglicher sexueller Moral. Meiner Einschätzung nach haben die viele Psychotherapeuten eine ähnliche Ideologie.

Obwohl Pädophilie bei den meisten Menschen Empörung hervorruft, wird es wenn von einer autoritären Quelle in einer täuschenden Verpackung kommt, gleich vollkommen anders empfangen, fast 90% der Eltern reagierten positiv! Autoritätshörigkeit ist sehr gefährlich, das Milgram-Experiment hat gezeigt, dass der Großteil der Menschen sogar bereit ist, Unschuldige zu foltern und zu töten, wenn jemand in einem weißen Kittel es ihnen befiehlt.

Dissidenten und Nonkonformisten, die das System kritisieren, sollen mundtot gemacht werden. Letztes Jahr wurde ich in einem psychiatrischen Gutachten für „krankhaft geistig gestört“ erklärt, um mich zu diskreditieren und möglicherweise wieder zwangseinzuweisen, ich hatte aber Glück beim Richter, der sich gegen das Gutachten entschied.

Psychiatrie-Patienten sind in meiner Erfahrung sehr apathisch und lassen alles mit sich machen, Essgestörte dagegen haben oft einen starken Willen und zeigen weniger compliance, was von Vorteil ist.

Einem einzigen Essgestörten können die Ärzte eine Rote Karte geben, wenn es einen kollektiven Protest aller Essgestörten gegen die Zustände geben würde, müsste man das Konzept ändern. Auch Ärzte streiken oft, was sich immer sehr positiv auf die Patienten-Mortalität auswirkt. [13]

Zuletzt identifizierten Forscher das „Magersucht-Gen“. Aus einem DIE WELT-Artikel:

Genetische Ursache kann Magersüchtige entlasten

Diese Entdeckungen könnten das bisherige Verständnis der Magersucht „nachhaltig verändern“, erklärte Anke Hinney von der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters am UDE. „Eine psychiatrische Störung mit einem physiologischen Hintergrund eröffnet völlig neue und bislang unerwartete Therapieoptionen.“ Außerdem könne die genetische Ursache die Betroffenen entlasten. Die Forschungsergebnisse wurden im Fachmagazin „The American Journal of Psychiatry“ veröffentlicht.“

Hier wird wieder impliziert, dass Betroffene bei einer nicht-genetischen (bzw. neurologischen) Ursache selbst Schuld an ihrer Krankheit sind.

Ein neuer Trend in der Anorexie-Therapie ist Tiefe Hirnstimulation, bei der Elektroden 15 cm tief ins Gehirn eingepflanzt werden. Lasst euch nicht mit falschen Heilsversprechen zu solchen Narrheiten überreden. Vor 70 Jahren waren Ärzte noch von Lobotomie (bei der Gehirnstücke rausgeschnitten werden) begeistert, es gab auch "Therapieerfolge", es wurde sogar ein Nobelpreis verliehen. Weder die Ursache noch die Lösung eurer Probleme liegt in eurem Gehirn!

 

Emotionaler und sexueller Missbrauch kann viele Formen annehmen. Auch wenn offizielle Statistiken "nur" 60% von Bulimie-Fällen mit Missbrauch in Zusammenhang gebracht werden, kann man es bei den restlichen 40% nicht ausschließen. Die Dunkelziffern sind immer höher als die Statistik, nur sehr wenige haben frühkindliche Erinnerungen, besonders traumatisierende Erlebnisse werden meistens verdrängt.

Wenn ihr Opfer irgendeiner Form von Gewalt wart, lasst euch nicht von euren Therapeuten einreden, dass ihr unter dem False Memory Syndrom leidet oder einfach alles zu vergessen und euch anzupassen. Es müsste deren Verantwortung sein, dafür zu sorgen, dass die Täter zur Rechenschaft gezogen werden. Lasst euch nicht einreden, dass eure Gehirnchemie die Essstörung verursacht hat. Informiert euch über Medikamente, die man euch verschreibt. Verweigert das Krankenhausessen, welches die Ärzte selber auch nicht essen würden. Diese werden regelmäßig von Pharmareferenten in 3-Sterne-Restaurants eingeladen.

Quellen:

 

[1] Dissertation Dr. Laurence Erdur

[2] Essstoerungen-Langfassung

[3] Jeffrey Masson - Der Angriff auf die Wahrheit; Freuds Unterdrückung der Verführungstheorie (1984)

[4] Is there a relationship between sexual abuse or incest and eating disorders?

[5] https://www.tce-essstoerungen.de/info-hilfe/ursachen_essstoerungen.php

[6] https://oedipus-online.de/index.php/analyse/

[7]vitamin-d-and-calcium-to-prevent-fractures-preventive-medication

[8] calcium-supplements-why-you-should-think-twice

[9] Protonenpumpenhemmer: zu häufige Verordnung und Risiken bei Dauertherapie

[10] „Körper, Liebe, Doktorspiele“

[11] bemerkungen zu otto kernberg

[12] Angriff auf Gender Mainstreaming und Homo-Lobby

[13] Schaden Ärztestreiks den Patienten? Süddeutsche Zeitung

[14] Über das Erleben von MagersuchtEine psycho-morphologische Studie zur Anorexia Nervosa

 

 

ADDENDUM

 

Liebes Charité-Team, ich bin auf diese Statistik gestoßen. Das Therapiekonzept eurer Anorexie-Therapie ist signifikant wirkungsloser als ein Placebo! Ich selber bin ja auch immer wieder zurück gekommen, um wenigstens von dem Placebo-Effekt eines Krankenhausaufenthaltes zu profitieren, ihr schafft es aber offensichtlich bei vielen Essgestörten durch Psychoterror u. ä. sogar denselbigen aufzuheben, gibt euch das nicht zu denken? Eure Darstellung wird wahrscheinlich sein, dass das Konzept hochwissenschaftlich ausgearbeitet ist und das Krankenhausessen ausgewogen und schmackhaft, aber Essgestörte einfach therapieresistent sind.

https://d-nb.info/991897358/34 (Seite 85)

 

 

In einer Studie erzielten Essgestörte nach einer Gewichtszunahme einen durchschnittlichen IQ-Wert von ca. 115, was schon über dem Durchschnitts-IQ von Psychologen liegt. Ich würde vermuten, dass sie mit einem Normalgewicht vielleicht sogar der IQ von Ärzten übertreffen. Ich wurde bei meinem extremen Untergewicht auch für geistig behindert gehalten.

Ich weiß auch nicht die Antworten, mich würde aber interessieren, ob Bulimikerinnen sich hier wiederfinden können:


Persistierende ödipale Konflikte

der idealisierte Vater und die bekämpfte Mutter Es entsteht eine kumpelhafte Nähe zum Vater, dieser betont die männlichen, jungenhaften Seiten der Patientin, mit denen sich diese identifiziert. Dies fördert Leistung und, Selbstkontrolle betonendes phallisches Ich-Ideal und auch entsprechendes Körper-Ideal. Es entwickelt sich zwischen Pat. und Vater ein erotisiertes Verhältnis, das de Pat. das Gefühl geben kann, die bessere Partnerin zu sein, dies ist meist mit abgewehrten Scham- und Schuldgefühlen verbunden.

Väter bulimischer Pat. neigen vermehrt zu impulsiven Handlungen: impulsiver Alkoholabusus, Jähzorn, Gewalttätigkeit. Die Pat. verarbeiten dies ambivalent: lehnen auf der einen Seite Impulshandlungen ab, bewundern diese auch und identifizieren sich damit

Zeichen von Stärke, z.B. sich über Regeln hinwegzusetzen.

häufig besteht eine Rivalität mit der Mutter, insbesondere um Attraktivität, die von der Mutter vertretene Weiblichkeit wird oft abgelehnt wird, wird jedoch auf einer tieferen Schicht dann doch als „Standard“ empfunden.

der verachtete Vater und die bekämpfte Mutter Die Pat. rivalisiert mit einer Mutter, die dominierend und kontrollierend auftritt. In dieser Konstellation neigt die Mutter zur Impulsivität. Der Vater wird als weich, nachgiebig und zurückgezogen erlebt und enttäuscht als Objekt ödipal-narzisstischer Bewunderung, wird z.T. offen abgewertet und verachtet, tritt jedoch versorgender als die Mutter auf.

der distanzierte, unzuverlässige Vater und die hilfsbedürftige Mutter Die Pat. wird zum Ersatzpartner für eine überforderte Mutter, die Pat. stützt, berät und versorgt die Mutter, erhält meist weniger von der Mutter zurück als sie ihr gibt. Sie ist mit dem Partner-Ideal und dem oft depressiven Über-Ich der Mutter identifiziert. Unbewusst bewundert sie den Vater, der sich entzieht. Diese Väter neigen ebenfalls zu Impulshandlungen verschiedener Art. Traumatisierungen und Überstimulierungen können entstehen durch

erotisierende Nähe zum Vater

Impulshandlungen

 

heftige Familienkonflikte Dies kann zu Schwierigkeiten in der Affektregulation führen

  https://www.parfen-laszig.de/wp-content/uploads/HandoutPsychodynamischeAspektederBulimianervosa.pdf

So essen Magersüchtige in Australien:

Ich will keine Essgestörte auf dumme Ideen bringen, die Techniken haben sich in den letzten hundert Jahren stark geändert.

AYDS stellte sich als eine geschäftsschädigende Namenwahl für eine Diätpille heraus.

Hier noch einige psychoanalytische Ergüsse: (www.magersucht.com)

 

Dennoch ist der Vater eine Schlüssel-Figur in der Psyche magersüchtiger Frauen, unabhängig davon, ob das Vaterbild zu stark oder zu schwach ist. Trotz ihrer kritischen Einstellung dem Vater gegenüber identifizieren sich viele Magersüchtige mit ihm. Auch wenn sie vom Vater in der Kindheit, manchmal auch in der Jugendzeit, geschlagen wurden, bewundern sie ihn, vor allem wenn er "der Herr im Haus" ist. Um diesem herrschenden Vater zu gefallen, versuchen sie, sich männliche Eigenschaften anzueignen, sei es im intellektuellen oder im sportlichen Bereich. Nach Kestemberg, Kestemberg und Décobert ruft die Phantasie des idealen, schlanken und erigierten Körpers, der eine Art Phantasiebildschirm der nur durch die Ausleerung nach dem Auffüllen lebenden Körper-Röhre ist, das Bild des rein geistigen, durch einen in seiner Idealisierung unsterblichen Phallus dargestellten Vaters hervor. Das Selbst der Tochter verschmilzt durch die Identifikation mit dem phantasierten erigierten Penis des Vaters mit dem idealen Partialobjekt zum Ideal-Selbst. Untergründig spürt man dennoch die Abwesenheit des Vaters und den Wunsch der Tochter nach einem Sicherheit und Liebe spendenden Vater, einem Vater, den sie sich als Retter vor der symbiotischen Verschmelzung mit der Mutter ersehnt, der aber in Wirklichkeit gar nicht existiert.

Die magersüchtige Frau ist in ihrer Phantasie untrennbar mit ihrem Vater verbunden. An anderer Stelle schreibt Thurman über Tania Blixen: "Wenn Tanne allein mit dem Vater durch die Wälder streifte, dann war ihr, als seien sie die einzigen Menschen auf der Welt. Es war Tannes Paradies vor dem Sündenfall." In dieser "Vaterleibsphantasie" sieht Fenichel die Vorstellung vom Penis als die Fortsetzung der Vorstellung vom Inneren des Mutterleibes. Die Identifizierung mit dem Penis entspricht der Identifizierung mit dem Embryo, dem Anhängsel der Mutter. Demnach wären die magersüchtigen Töchter zumindest im Stadium der Identifizierung mit dem Phallus das phantasierte Bindeglied zwischen Vater und Mutter.

Im Gegensatz zur Anorektikerin, die eher eine starke, dominante (phallische) Mutter und einen abwesenden, infantilen, charakterschwachen (kastrierten) Vater hat (dies vor allem in den romanischen Ländern), hat die Bulimikerin eine Mutter, mit der sie sich nicht identifizieren kann, und einen mächtigen Vater, vor dem sie sich unterschwellig fürchtet. Kestemberg, Kestemberg und Décobert stellten fest, daß das verführerische Verhalten des Vaters zudem häufig der Anorexie vorausgeht und daß dieses zweideutige Verhalten in der Form einer Faszination durch die anorektische Verhaltensweise der Tochter fortbesteht. Ein solches Verhältnis zu dem Vater kann Anlaß zu einer Eßstörung sein, wenn die junge Tochter merkt, daß sie ihrem Vater besser gefiele, falls sie zehn Kilo weniger wöge.

Bei der Bulimie spielt hingegen die Verfolgungsangst eine wesentliche Rolle. Diese ist typischerweise dadurch gekennzeichnet, daß das "Verzehren" der Nahrung von vornherein mit der Angst koexistiert, "verzehrt zu werden", das heißt mit der Angst, dem Koitus des Vaters zu dienen. Im Wunsch, abzunehmen, verbirgt sich die Angst, Objekt eines zu sehr manifesten sexuellen Begehrens seitens des Vaters zu werden. Die visuelle Darstellung einer in ihrer Fülle und ihren Formen reduzierten Figur, die in der Lage ist, durch die Finger des begehrenden Objekts zu schlüpfen, beschwört die Gefahr einer inzestuösen Beziehung. Die Vergewaltigungsangst wird wiederum nur überwunden, wenn der Vater auf seine libidinösen Annäherungsversuche verzichtet.

Viele magersüchtige und bulimische Frauen sind in ihrer Kindheit oder als Heranwachsende - meist innerhalb der Familie - Opfer sexuellen Mißbrauchs oder sexueller Belästigung gewesen. Zahlreiche Studien stellen Ähnlichkeiten zwischen den Symptomen von eßsüchtigen Frauen und Frauen, die sexuell mißbraucht wurden, fest. In beiden Fällen spiele sogenanntes dissoziatives Verhalten eine wesentliche Rolle, das heißt, die Frauen versuchen, ihren Körper vom Ich abzuspalten, um sich zu schützen. Sie erleben ihren Körper als etwas Fremdes, ihnen nicht mehr Zugehöriges, versuchen, ihr Selbst unbeschädigt zu erhalten, was immer dem Körper auch widerfahren sein mag. Die Konsequenz ist oft Abscheu und Ekel vor Sexualität. Die traditionelle Rolle als Frau wird abgelehnt.

Die verantwortlichen inzestuösen Männer ihrerseits können nur schwer Zuneigung und sexuelles Verlangen voneinander trennen. Das Kind wird wie ein Selbstobjekt behandelt. Daß es vergewaltigt oder zum Oralverkehr gezwungen wird (was im übrigen mit akuter Erstickungsgefahr einhergehen kann und ihr Leben schließlich bedroht), wurde lange Zeit als Tabu behandelt.

Das Verhältnis der Bulimikerin zu Männern ist oft von Furcht geprägt, da das Verhältnis zum Mann über das Verhältnis zum Vater führt. Der Vater wird beschrieben als "sehr strenger oder aufbrausender und wenig einfühlsamer Vater". Er gilt als "mächtig und bedrohlich", "einer, der sich um alles zuhause kümmert", "Alkoholiker", "tyrannisch und eifersüchtig", als einer, der nie da ist, der seine Familie verlassen hat, oder der "depressiv und selbstmörderisch" ist und nur seine Gefühle und seine Begierden in faszinierenden, aber gefährlichen und destruktiven Wutanfällen auslebt. Die Bulimie der Tochter ist dann als Echo der schnell aufgebrachten Impulsivität des Vaters zu verstehen. Die Vaterbilder sind also bei Bulimikerinnen Bilder der Macht (oder sogar der Gewalt); daher auch die Neigung der Betroffenen zu einem starken, virilen, mächtigen Selbstbild, das eine Reaktion auf eine als erdrückend, erstickend und nicht befriedigend empfundene mütterliche Abhängigkeit ist. In dieser Konfiguration kleben sie an der Mutter (dies drückt sich häufig durch die vielen Telefonate mit der Mutter aus, wobei die Schnur als "Nabelschnur" interpretiert werden kann), während der Vater, ob gehaßt oder vergöttert, "fern vom Leibe gehalten" oder als ewiger Abwesender denunziert wird: "Das Wort 'Vati' habe ich mit Füller durchgestrichen und durch 'mein Vater' ersetzt. Soweit erlaubte ich mir anscheinend zu gehen. Auf jeden Fall hielt ich ihn für einen Tyrannen. In meinen Tagebüchern finden sich immer wieder Klagen über ungerechte Behandlung, unverdiente Bestrafungen (auch die körperliche Variante) und willkürliche Verbote. Auch gegen meine Mutter hegte ich Groll. Ich fand, daß sie meine Partei hätte ergreifen und mich irgendwie vor meinem Vater hätte verteidigen müssen."

Dennoch fehlt auch eine Komplizität mit dem Vater nicht, da dieser trotz allem in den Augen der Bulimikerin ein Bild der Kraft und auch der Verführung darstellt. Hinter der Gleichgültigkeit und dem Mangel an Kommunikation versteckt sich aber fast immer, wie eingangs erwähnt, eine Beziehung inzestuöser Art, die die Mutter mißtrauisch macht. Obwohl manche Frauen die Härte des Vaters ablehnen, empfinden sie das Bedürfnis, seine Wutanfälle oder seine Gleichgültigkeit zu rechtfertigen, da sie ein Bündnis mit einem starken und idealisierten Menschen suchen. Der idealisierte Vater ist das Liebesobjekt, der reale Vater aber eher enttäuschend.

Die Bulimie der Tochter, die die Mutter ebenso quält wie die Härte des Vaters, erscheint also als entferntes Bündnis mit dem Vater. Die Identifizierung mit dem Vater ist um so prägnanter, je weniger die Mutter ein aufwertendes oder beneidenswertes weibliches Bild repräsentiert. Sie ist eher verängstigt, passiv, frustriert, eine von ihrem Mann erniedrigte Mutter, mit anderen Worten: eine bedauernswerte Figur. Wie sie will die Bulimikerin auf keinen Fall sein. Sie will stark werden.


Diese Bemutterung kann dazu führen, daß eine dauerhafte Beziehung zu einem Mann erschwert wird. Die Tochter bleibt im Pantheon des Vaters gefangen, das heißt dem Vater treu, und weigert sich, ihm eine Nachkommenschaft zu schenken, um seine symbolische Macht unter Ausschluß aller anderen Männer zu bewahren. Hier finden wir den Mythos der Danaiden, der Nachfahren der durch die Wut der Göttin bestraften "inzestuösen Tochter" wieder: diese wurde aus ihrer Heimat vertrieben und zum Umherirren verurteilt. Auch die Bulimie ist eine Flucht vor dem Wahnsinn, vor der mütterlichen Rache (im Mythos durch den Stich einer Bremse symbolisiert), wobei "die Krankheit" bei der Tochter nicht wie bei Ulysses trotz Umwegen ins Vaterland zurückführt, sondern in ein Land des Exils. (Vgl. J. Kristeva, Die ersten Fremden waren fremde Frauen )

In der Bulimie wie in der Anorexie ist eine doppelte Bewegung zu erkennen: das Streben, zu benennen, was man einerseits vom Vater, andererseits von der Mutter hat. Dies ist nach Laurence Igoin ein wichtiger Punkt, da Angst entsteht, wenn die beiden Stützen plötzlich fehlen oder als miteinander nicht vereinbare Entscheidungen erlebt werden, wenn die vermutete Mesalliance der Eltern sich also als unerträglich erweist. "Der Kampf zwischen Lebenswillen und Todessehnsucht, zwischen Fressen und Hungern, ist der Streit zwischen dem Weiblichen und dem Männlichen in ihrer Seele", schreibt hierzu Andrea Graf. "Da ihr Ich sich verzweifelt an die falsche Seite klammert, die männliche, werden beide destruktiv. Wenn es ihr gelänge, ihr Ich umzupolen, indem es ihre Weiblichkeit akzeptiert, dann könnte die männliche Seite schöpferisch werden."

Die Tochter muß dann auf ihre eigenen Wünsche verzichten, um die unglückliche Mutter nicht zu verraten, und bleibt ein loyaler "kleiner Diener" wie Violette Leduc. Sie kann nur zu einem Substitut des kastrierten Phallus des zerstörten unvollständigen Vaters werden. Ein auffallender Zug in Violette Leducs Identifizierung mit dem Vater drückt sich zum Beispiel im Gefühl der Unvollständigkeit aus. Das Ich ist in diesem Fall immer der kastrierte Vater (oder die deprimierte und gefühllose Mutter). Die idealisierte Mutter ist hart, überlegen, und wird vergöttert. Die Tochter darf sich von ihr nicht loslösen; sie liefe Gefahr, die mütterliche Liebe zu verlieren und den eigenen verwüstenden Haß zu entdecken.

Auffällig ist, daß alle Frauen, die magersüchtig werden, sich stark für ihren Vater interessieren. "Im positiven Fall kann sich dieses Interesse in den Wunsch verwandeln, dem Vater zu gefallen und ihm nahezukommen. In anderen Fällen aber kann es so weit gehen, daß die Tochter Abscheu vor ihrem Vater empfindet. Das Interesse aber ist in jedem Fall da", schreibt Marilyn Lawrence. In allen Fällen suchen magersüchtige Frauen ihren Vater. Der Konflikt spielt sich zwischen zwei widersprüchlichen Gefühlen ab. Das Versprechen, der Mutter treu zu bleiben (aus Liebe), und der Wunsch, dieses Versprechen zu verletzen (Haß), das ihr entlockt wurde, führen abwechselnd zu der Zurückweisung des Vaters und dessen unwiderstehlichem Reiz.

In dieser Zerrissenheit zwischen Vater und Mutter, Männlichem und Weiblichem, finden wir einen der Angelpunkte der weiblichen Sexualität: den Austausch des ursprünglichen Objekts - der Mutter - gegen den Vater. Wegen ihrer Ambivalenz scheinen magersüchtige Frauen Angst vor dieser Veränderung zu haben und davor, daß ihre Liebesfähigkeit ganz verloren geht. Denn wenn sie das Liebesobjekt wechseln müssen, heißt dies nicht etwa, daß die Liebe sich nur verirren kann?

Dies mag eine Erklärung dafür sein, warum sie sich von der Mutter nicht loslösen können und woran sie leiden, nämlich an der Angst, einen Dritten zu lieben. Auch Freunde sind dann nicht mehr erwünscht, denn Freunde sind "Menschen, die leiden mußten und umkamen - das Wort selber bedeutete Trennung und Verlust".

Magersüchtige bleiben also durch enge Fesseln an die Mutter gebunden, die schwer zu zerreißen sind, da sie aus Liebe und Haß bestehen. Sie leben gefangen in einer Wirklichkeit, die keine richtige Entwicklung kennt, da der Vater nicht eingriff, um sie aus der Zwei-Einheit schlüpfen zu lassen; oder wenn er es tat, dann inzestuös oder traumatisierend:

"Wenn ich ihm gestatte, sich mir zu nähern", schrieb Marie-Victoire Rouiller, "wenn ich weine, kommt er vielleicht zurück, um mich lebendig in einer Gruft aus schwarzem Leder zu begraben. Und dennoch: wenn das Klappern seiner Stiefeln aufhört, an meine Schläfen zu schlagen und mich zu terrorisieren, werde ich langsam wie meine Mutter im Bade des Todes verschwinden können."

 

Das Trauma ist besonders schwerwiegend, wenn, wie oben bereits erwähnt, die Frau als kleines Mädchen sexuell mißbraucht oder öffentlich in einer sadomasochistischen Szene geschlagen (phantasmatisch vergewaltigt) wurde, in der sie sich als "das Ding" ihrer erregten Eltern empfand. Die Kinder nehmen die emotionelle Hilflosigkeit ihrer Eltern wahr und spüren sehr genau, daß diese sie als Objekte narzißtischer Lust (oder Schmerz), das heißt, als erotische Objekte besitzen wollen. Die ödipale Krise des Kindes wird um so eher überwunden, je mehr die Eltern in ihrem affektiven Leben durch eine gegenseitige Liebe und ein unstreitiges Einvernehmen aneinander gebunden sind, die weder von den Worten noch von den Verhaltensweisen ihres Kindes aufgewühlt werden können. Wenn die Ehe nicht funktioniert, wird das Kind leider häufig zum Sündenbock, ohne jemals eine Chance zu erhalten, sich zu verteidigen.“

Die anderen Kapitel in dem Buch von Patricia Bourcillier sind in einem ähnlichen Stil gehalten, ich werde mir aber nicht alles durchlesen:

 

Diese Art fäkaler Penis ist wie ein massives Eindringen, das kein Wort, kein Bild wiedergeben kann, etwas, das einem Zustand radikaler Erstarrung ähnelt. Die Nahrung, die auf dem Weg durch den ganzen Körper verunreinigt würde, kann nur vom Magen verweigert werden. Wie das Faß der Danaiden leert sich der Körper von einem Ende aus, wenn man ihn vom anderen Ende auffüllt, ohne irgendeine narzißtische Einlagerung zu ermöglichen, das heißt ohne sich selbst einen Wert zu geben. Dieses Leiden ist der Ausdruck einer traumatischen Implosion. Die körperlichen Öffnungen sind austauschbar: sich zu erleichtern, ist auch eine Art, die "böse Mutter", die Herrscherin über den Besitz der Ausscheidungsstoffe innerhalb des eigenen Körpers abzuführen.“

 

 

Während des moslemischen „Fasten“monats, wird tagsüber 15 Stunden gefastet, ein Ernährungsmuster, das viele Essgestörte teilen. Welche Folgen das haben kann, zeigt folgende Statistik:

 

Tunisian consumption in food products skyrockets during the holy month, Ahmed Methlouthi director of the communication unit at the National Consumer Institute (INC) told TAP news agency.

This increase involves: 

- Milk, rising to 2 liters of monthly consumption during the month of Ramadan against 0. 9 liters per person throughout the year 

- Yoghurt pots went up to 12.9 per person, against 5.4 pots monthly during the rest of the year. 

- Eggs are consumed at 26 per person, against 12.8 eggs per month in normal times 

- Roll (baguette) 1.4 kg against 0.6 kg per month in normal times 

- Oil, 1.2 liter, against 1.14 liters per month in normal times 

- Meat: 1.1 kg of mutton, against 0.75 kg outside Ramadan, 0.5 kg of beef per month against 0.22 kg and 1.8 kg of poultry against 1.28 kg per month.
http://www.answeringmuslims.com/2013/07/why-do-muslims-eat-more-during-ramadan.html

Kommentar schreiben

Kommentare: 0

Ich bin ein großer Fan von Daniel Mackler. Von diesem Lied habe ich gerade einen Ohrwurm.

Eine ausgezeichnete Einführung wie Psychiatrie funktioniert.



Download
An Experience Much Worse Than Rape’: The End of Force-Feeding?
Ein Kapitel aus dem Buch "A History of Force Feeding" von Ian Miller.
Das vollständige Buch ist hier zu lesen: https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-319-31113-5
Miller2016_Chapter_AnExperienceMuchWorse
Adobe Acrobat Dokument 333.6 KB

Force-feeding of rational prisoners has been a source of controversy for over a century. And recently, it has been a source of widespread condemnation by medical and human rights associations. Physicians for Human Rights and the American Medical Association both declared that, “forcible feeding is never ethically acceptable.” The World Medical Association released guidelines “concerning torture and other cruel, inhuman, and degrading treatment,” which specifically address force-feeding — and these guidelines were endorsed by the Red Cross.




Ein Dokumentarfilm von Daniel Mackler über Schizophrenie, wo die Heilungserfolge ohne Psychopharmaka deutlich besser sind.


Mit ELIZA als Therapeutin hätte ich vielleicht sogar Nutzen aus der Psychotherapie ziehen können.


Ein Kritikpunkt von N. (Foto links) war, dass auf der Patientenverfügung Lobotomie genannt wird, obwohl diese in der Gegenwart nicht mehr praktiziert wird, und dass den Menschen auf diese Weise Angst gemacht wird. Die Psychiatrie hat aber besser getarnte Nachfolger entwickelt, wie Dr. Peter Breggin in diesem Video erklärt.

 

 

 

 

 

 

Elon Musks Brain Chip geht in die selbe Richtung.